Testbericht: Ultimate Direction Ultra Vesta 4.0

Die Ultimate Direction Ultra Vesta 4.0 ist aus meiner Sicht echt gut gelungen. Das Problem mit den Softflasks vorne wird wohl irgendwie immer bleiben… Mit einer Trinkblase war der Rucksack top. Stauraum für größere Sachen sowie Kleinigkeiten ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden. Da passt auch eine ganze Handtasche rein.

Testbericht: Ultimate Direction Ultra Vesta 4.0

Hersteller: Ultimate Direction
Modell: Ultra Vesta 4.0
Gewicht: ca. 301 g 
Volumen: 10,1 l
Größen: XS/SM und MD/LG
UVP: 124,95 Euro
Testdauer: 3 Wochen
Tester: Brilli (Gast-Testerin)

Gut gemacht:

  • viele gut verteilte Fächer, zum Teil auch mit Reißverschlüssen
  • optimale Passform
  • mit Trinkblase nutzbar

Geht besser:

  • Sitz der Flaschen vorne

Nachhaltigkeit
Keine Aussage zum Produkt. Es gibt lediglich eine selbstverpflichtung zur Sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und Lieferanten.

Kurze Beschreibung
Die Ultra Vesta ist eine optimale Begleiterin auf allen längeren Läufen, egal ob im Training oder bei Laufwettbewerben. Sie lässt sich gut justieren und bietet viel Stauraum. Laut Hersteller soll sie von lauferfahrenen Frauen speziell für laufende Frauen konzipiert worden sein.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Laufrucksack der US-Marke Ultimate Direction aus Colorado (die wohl von dem bekannten Läufer Scott Jurek favorisiert wird) kommt sehr wertig daher.  Er ist optisch recht schlicht und wird in zwei Farbkombinationen angeboten. Im Lieferumfang sind zwei 500-ml-Trinkflaschen enthalten, eine kleine Notpfeife sowie einen Keychain in der oberen Seitentasche, an dem ein Haargummiband für langhaarige Läuferinnen hängt. Auch eine Idee!
Die erwähnten Flaschen sind recht breit und haben eine große Einfüllöffnung. Diese verfügen über eine zusätzliche Sicherung vor dem Auslaufen in Form eines Druckverschlusses. 
Die Verarbeitung des Materials ist hochwertig und es fällt nichts negativ auf. Lediglich die zwei weißen Reißverschlüsse hätte man evtl. auch dunkel machen können wie den großen. Weiß ist ja nun mal sehr schmutzanfällig. 

Passform und Tragekomfort
Die Weste sitzt bereits beim ersten Mal top. Der Trick ist, diese zunächst entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen zu befüllen, dann aufzusetzen und erst anschließend vorne wie hinten justieren. Die Ultra Vesta sitzt firm und wackelt nicht. Je leerer die beiden Softflasks sind, desto mehr muss Frau die  beiden Taschen mit dem Gummiband evtl. etwas enger nachjustieren. Das geht aber schnell und gut. Andere Softflasks passen nicht gut in die vorgeformten Taschen, da die Taschen breiter, aber dafür auch nicht so hoch sind, wie man es von anderen Herstellern gewohnt ist.
Eine Trinkblase 1 l (nicht im Lieferumfang enthalten) fühlt sich super an. Im Extrafach – direkt am Rücken – passt diese in die Aufhängung und ist durch ein Netz gut fixiert. Der Tragekomfort ist dadurch deutlich besser als mit den beiden Flaschen vorne. Aber das kann auch Geschmackssache sein. Mir liegen die Softflasks immer noch zu direkt auf der Brust. 

Taschenkonzept und Details
Es gibt ein großes Hauptfach, welches mit einem Reißverschluss gesichert ist. Auf dem Hauptfach befinden sich zwei kleinere Taschen, die ebenfalls mit einzelnen Reißverschlüssen gesichert sind. Ein Fach ohne Reißverschlusssicherung liegt darüber und am Ende gibt es noch die Stabilisierungs- und Justierungsbänder, hinter die auch noch etwas fixiert werden kann. Das Hauptfach lässt sich auf einer Seite bis ganz nach unten öffnen, so dass Frau auch schnell an Sachen kommt, die tiefer unten in der Veste verstaut sind. Vorne unten sind ebenfalls noch zwei kleinere Reißverschlusstaschen, die recht dehnbar sind.
Im Vergleich zum einen der Herrenmodelle des gleichen Herstellers muss man zugeben, dass Frau sich entscheiden muss: entweder nur eine Softflask und ein Smartphone oder die Technik muss woanders hin, dann kommt man aber auch nicht mehr so schnell dran.

Halterungen für Stöcke sind natürlich auch vorhanden, jeweils rechts und links vorne. Diese wurden von mir als „Flachlandläuferin” nicht ausprobiert.

Auf dem Trampelpfad 
Ein spontaner Halbmarathon in der Natur ist gar kein Problem. Das Meshnetz ist stabil und dennoch luftig, trotzdem bleibt der Schweiß nicht aus. Die Ränder der Ultra Vesta 4.0 sind angenehm flauschig verstärkt, so dass keine Scheuerstellen entstehen.
Prioritäten muss man selbst setzten, also entweder Technik oder Verpflegung vorne,  zumindest, wenn man ausbalanciertes Gewicht auf beiden Schultern haben möchte. Gels, Schlüssel, Kleinigkeiten lassen sich top verpacken. Wenn man den Rucksack beim Öffnen des Hauptfachs etwas kippt, fällt auch nichts heraus. Durchdachte Reißverschlusslösung.

Sollte die Ultra Vesta mit der Zeit immer leerer werden und anfangen, etwas herumzuwandern, ist ein Nachjustieren auch während des Laufs schnell und einfach erledigt. 

Fazit
Die Ultimate Direction Ultra Vesta 4.0 ist aus meiner Sicht echt gut gelungen. Das Problem mit den Softflasks vorne wird wohl irgendwie immer bleiben… Mit einer Trinkblase war der Rucksack top. Stauraum für größere Sachen sowie Kleinigkeiten ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden. Da passt auch eine ganze Handtasche rein.

2019-07-12T08:50:26+02:0012.07.19|0 Comments

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