Der Skinfit Via Mala Trail Rucksack ist ein gut durchdachter Rucksack mit vielen Fächern, der einem beide Optionen bietet, Trinkblase und/oder Flask zu nutzen. Wir würden uns nur dehnbare Brustgurte wünschen, das wäre noch angenehmer.

Testbericht: Skinfit Via Mala Trail Rucksack

Hersteller: Skinfit
Modell: Via Mala Trail Rucksack
Gewicht: 290 g
Volumen: 8 l
Größen: Unisex / Einheitsgröße
UVP: 99,- €
Testdauer: 3 Wochen
Tester: Holger 

Gut gemacht:

  • Taschenkonzept

Geht besser:

  • dehnbare Brustgurte
  • Fixierung der Brustgurte

Nachhaltigkeit
Es gibt dazu keine Aussage auf der Herstellerseite.

Kurze Beschreibung
Skinfit beschreibt den Via Mala Trail Rucksack als ganzjährig einsetzbaren Rucksack, der sich perfekt für schnelle Trail- und Bergläufe, aber auch für den multisportiven Einsatz mit leichtem Gepäck, wie bei einfachen Tagestouren oder beim Mountainbiken, eignet.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Für uns war es der erste Rucksack von Skinfit und dementsprechend gespannt waren wir. Was uns direkt ins Auge fiel, war neben der Westenform das rote Schild mit der Aufschrift RECCO. Das ist ein Suchsystem für Verschüttete. Weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/RECCO Inwieweit es sinnvoll ist an diesem Rucksack, wollen wir nicht bewerten. Fakt ist, es macht den Rucksack weder schwerer noch teurer, also kann es doch nicht schaden. Ansonsten macht der Skinfit Via Mala Trail Rucksack optisch und in der Verarbeitung einen sehr guten Eindruck. Was uns fehlt, ist ein Trinksystem, das wird auch nicht angeboten.

Passform und Tragekomfort
Den Skinfit Via Mala Trail Rucksack gibt es nur in einer Ausführung und einer Größe. Holger passte er perfekt und man hätte ihn auch noch ein gutes Stück enger schnüren können.
Die beiden Brustgurte sind stufenlos in der Höhe verstellbar und können einfach enger oder weiter gestellt werden. Was uns aber fehlt, ist eine Befestigungsmöglichkeit der Bänder, die “baumeln” einfach so herum. Hat man die richtige Höhe und Festigkeit gefunden, sitzt der Skinfit Via Mala Trail Rucksack perfekt.

Taschenkonzept und Details
Bevor wir auf die zahlreichen Taschen eingehen noch ein paar Details. An beiden Schultergurten gibt es an beiden Seiten verstellbares Gummiband zum Befestigen der Stöcke. Das ist eher eine Verstaumöglichkeit für kurze Zeit, da die Stöcke da oben doch recht stören. Wir würden die Stöcke eher in das offene Rückenfach stecken und mit einem der Gummibänder fixieren. Eine kleine Pfeife ist ebenfalls vorhanden und das RECCO System hatten wir oben ja schon erwähnt.

Netz-Eingrifftaschen an den Trägern
Diese beiden Taschen sind schmal und lang und wir hatten dort die Flasks drin. Zusätzlich gibt es oben ein Gummiband zum Befestigen der Flasks. Das Ganze erinnert an das System bei Salomon-Rucksäcken, nur dass hier die Taschen ein klein wenig enger sind.
Auf der linken dieser Taschen gibt es zusätzlich eine Reißverschlusstasche, die sich zum Verstauen des Smartphones eignet, da man hier schnell und einfach dran kommt.
Darunter sind links und rechts nochmals kleine elastische Netztaschen.

Seitlich elastische Netz-Eingrifftaschen
Auf der Höhe der Nieren gibt es an beiden Seiten elastische Netz-Eingrifftaschen, die man sehr gut und ohne Verrenkungen während des Laufens erreichen kann, ideal für z. B. Riegel, Mütze oder Schlauchtuch.

Elastisches Rückenfach
Dieses Fach erstreckt sich über den gesamten Rücken und bietet viel Platz, ist aber nach oben hin offen, also eher ein Fach für leichte Dinge.

Großes Hauptfach
Es gibt ein großes Hauptfach mit Reißverschluss. Das Fach ist nicht wasserdicht, hält aber einen kurzen Schauer aus. Nach 2 h Laufen ging der Schweiß dann aber durch.

Kleines Reißverschlussfach
Zwischen dem großen Haupt- und dem Rückfach gibt es noch ein kleines Fach mit einem Schlüsselhaken, das noch etwas länger trocken bleibt, ideal für Kleinigkeiten, die im großen Fach verschwinden würden.

Rückenfach
Hier kommt bei Bedarf die Trinkblase rein. Dafür gibt es einen Klipp zum Befestigen und der Trinkschlauch kann entweder links oder rechts durch die Träger geführt werden. Auch dieses Fach hat einen Reißverschluss und es ist zum Rücken hin etwas gepolstert.

Auf dem Trampelpfad 
Wir haben den Skinfit Via Mala Trail Rucksack nicht mit einer Trinkblase, sondern mit den Flasks von HydroPak getestet. Das funktionierte ganz gut, wobei man die Flasks nicht ganz so leicht wie bei Salomon hinein bekommt. Auf dem Trampelpfad macht der Via Mala Trail Rucksack jede Bewegung mit und schränkt einen nicht ein. Man kommt gut an die seitlichen Taschen heran und besonders das Reißverschlussfach auf dem Träger fanden wir klasse. Hier erreicht man schnell und einfach sein Handy. Wenn man wie wir keine Trinkblase nutzt, hat man für so einen kompakten Rucksack ein erstaunlich großes Volumen. Für lange Läufe im Sommer könnte man eine Trinkblase und Flaks zusammen nutzen und hätte so ausreichend Trinken dabei.

Fazit
Der Skinfit Via Mala Trail Rucksack ist ein gut durchdachter Rucksack mit vielen Fächern, der einem beide Optionen bietet, Trinkblase und/oder Flask zu nutzen. Wir würden uns nur dehnbare Brustgurte wünschen, das wäre noch angenehmer.