Testbericht: Scott Spark 710 Plus

Lena war schwer begeistert vom Scott Spark 710 Plus. Es ist ein sehr gelungen zusammengestelltes (vor allem die B+ Bereifung gefiel ihr total) Fully mit guten Komponenten, das sich sowohl auf leichteren, als auch mittelschweren Trails zu Hause fühlt. Es macht im Uphill genauso Spaß wie im Downhill. Dies hat jedoch seinen (stolzen) Preis.

Testbericht: Scott Spark 710 Plus

Hersteller: Scott
Modell: Spark 710 Plus
Gewicht: 12,8 kg (ohne Pedale)
Größen: Rahmengröße S-XL
Reifen: 27,5”
UVP: 4799,00€
Testdauer:  3 Monate
Tester: Lena

Kurze Beschreibung
Das Scott Spark 710 Plus ist ein Fully-MTB, das mit einem 120 mm Front-Dämpfer (Fox Nude Trunnion) und einer Gabel mit 130 mm Federweg (Fox 34 Float Performance Elite Air) ausgestattet ist, einer Shimano XT Schaltung (2×11) und kommt mit einem Carbonrahmen daher, um das Gewicht zu optimieren.  Die 27,5 er Reifen sind Maxxis Rekon + 2,8 und damit richtig fette Schlappen. In der hier vorgestellten Version wird das ganze tubeless gefahren. Im Allgemeinen ist das Spark Plus als “All Mountain” Bike zu klassifizieren, dass sich besonders wohl auf Trails fühlt.

Erster Eindruck
Wie bei Scott erwartet, macht das Spark Plus Bike von der Verarbeitung her einen guten ersten Eindruck – hochwertig und auch vom Design her spricht es die Testerin direkt an. Es wirkt mit seinem sehr breiten Lenker (Syncros FL 1,5 mini Riser) dabei eher wuchtig und gemütlich. Beim ersten Anpacken wird aber klar, dass man hier ein eher leichtes Fully vor sich hat, mit dem man (hoffentlich) auch flott die Berge “hinaufkurbeln” kann. Die Bauteile sind gut zusammengestellt und man bekommt beispielsweise eine Shimano XT Schaltung mit einer 2x 11er Kassette, Fox- Dämpfer vorne wie hinten und Syncros TR2.0 Plus tubeless Felgen mit einem 2,8er Maxxis Rekon + Reifen. Lena kann es beim Auspacken kaum erwarten, das Bike im Gelände zu testen.

Scott Spark 710 Plus Scott Spark 710 Plus

Uphill
Entgegen der Erwartung ist das Scott Spark 710 Plus ein echter Klettermax. Vor allem die Bereifung hat es Lena dabei total angetan. Die B+ Reifen sind wie hier tubeless oder auch mit Schläuchen zu fahren. Durch die Breite hat man bergauf einen gigantischen Grip und kann auch gröberen Schotter richtig gut fahren, ohne dass das Rad “durchrutscht”. Mit diesem Rad konnte Lena im Vinschgau erstmals eine ihr verhasste “Schweinerampen” fahren, da sich das Bike förmlich an den Untergrund ansaugt. Aber auch die Schaltung  (Shimano XT) funktioniert wunderbar und ist mit 2×11 für jegliche Schwierigkeiten gerüstet. Auch im Dauereinsatz zickte sie nicht rum und erledigte auch bei “harakiri-Schalten” artig ihren Dienst.

Scott Spark 710 Plus Scott Spark 710 Plus

Downhill
Oben angekommen kommt der spaßige Teil des Mountainbikens – der Downhill. Lena testete das Scott Spark in jeglichem Gelände: Forstwege, Voralpentrails mit Felsen, Wurzeln und Stufen, sowie ein verlängertes Wochenende im Vinschgau (dort findet man fast Bikepark ähnliche Strecken vor) wurden unter die Räder genommen. Anfangs war Lena ob der 1200/1300 mm Federweg vor allem im Vinschgau etwas skeptisch, wie sich das Bike schlagen wird. Besonders auffallend war für sie jedoch auch hier wieder der B+ Reifen. Lena ist keine Fahrerin, die sich nur gut festhält und mit Speed über Unwegsamkeiten hinwegbügelt, sondern ist eher vorausschauend unterwegs. Aufgrund der breiten Reifen konnte sie mit dem Scott Spark deutlich langsamer fahren und viel leichter die Balance halten, um bei kniffligen Stellen zu stehen oder das Tempo zu reduzieren. Dies ermöglichte ihr im Downhill, schwierigere, verblocktere Trails zu fahren als mit ihrem eigenen MTB, obwohl das eigentlich mehr Federweg hat. Die hier bereitgestellte 1200/1300mm reichten ihr völlig (Zur Info: Lena fährt maximal S3 Trails). Vor allem sandige/schottrige Passagen sind mit dem Maxxis Rekon+ ein echter Spaß, da auch bei stärkerem, abruptem Bremsen das Rad erst sehr viel später durchrutscht und sehr lange sicher die Spur hält. Auch daheim im Voralpenland schlägt sich das Scott-Bike gut und macht auch auf felsigem oder wurzeligem Untergrund eine gute Figur.

Komfort
Lena (1,73m) testete das Scott Spark in Größe M, wie es in der Größentabelle empfohlen ist- passt sehr gut. Ihr gefiel beim Fahren besonders auch die Sitzposition und das komfortable Steuern der einzelnen Komponenten vom Lenker aus. Es gibt eine versenkbare Sattelstütze (Fox Transfer Dropper Remote) und auch die beiden Dämpfer sind vom Lenker aus zu bedienen (Scott TwinLoc Remote Technology). Dies macht das Tourenfahren sehr bequem und vor allem toll für Strecken, bei denen sich Uphill- und Downhillpassagen abwechseln. Auch das Carbonrahmen ist zu erwähnen, da er mit für das Gesamtgewicht von 12,8 kg verantwortlich ist. Dies ist spürbar und für ein Fully ein guter Wert, den man vor allem bei längeren Touren zu schätzen lernt.

Scott Spark 710 Plus Scott Spark 710 Plus Scott Spark 710 Plus

Fazit
Lena war schwer begeistert vom Scott Spark 710 Plus. Es ist ein sehr gelungen zusammengestelltes (vor allem die B+ Bereifung gefiel ihr total) Fully mit guten Komponenten, das sich sowohl auf leichteren, als auch mittelschweren Trails zu Hause fühlt. Es macht im Uphill genauso Spaß wie im Downhill. Dies hat jedoch seinen (stolzen) Preis.

2017-08-31T09:59:41+02:0028.08.17|2 Comments

2 Comments

  1. Friedrich Neumann 08/06/2018 at 11:06 - Reply

    Hallo, guten Tag,

    ich fahre seit kurzem dasselbe Modell und kann fast allem zustimmen. Nur habe ich einen Kritikpunkt: das sehr tief liegende Tretlager. Ich bin schon einige Male aufgesetzt – was für Überraschungen sorgen kann.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und gibt es vielleicht eine Abhilfe ?

    Viele Grüße

    Friedrich

  2. Friedrich Neumann 08/06/2018 at 10:59 - Reply

    Hallo, guten Tag,

    ich fahre seit kurzem das dasselbe Rad und kann fast allem zustimmen. Nur habe ich einen Kritikpunkt: das sehr tief liegende Tretlager. Ich bin schon einige Male aufgesetzt – was für Überraschungen sorgen kann.
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht ? Gibt es eine Abhilfe ?

    Viele Grüße

    Friedrich

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