Der Salomon SLab Sense 7 besticht durch seine gefühlsechte Leichtigkeit bei maximal enger Passform und minimalistischer Protektion. Als eher schwerer Läufer eignet sich der Schuh für den Tester nicht für längere sehr steinige Wegstrecken. Der Preis ist angemessen.

Testbericht: Salomon SLab Sense 7

Hersteller: Salomon
Modell: SLab Sense 7
Sprengung: 4 mm
Gewicht:
Herrengröße: 36-48 EU
UVP: 179,00 €
Testdauer:  4 Wochen / 100 km
Tester: Klaus

Gut gemacht:

  • Schnürsenkeltasche
  • Barfuß feeling mit Sohle

Geht besser:

  • nichts

Nachhaltigkeit
Alle Infos zum Thema Nachhaltigkeit bei Salomon findet man in unserer Übersicht: https://trampelpfadlauf.de/nachhaltigkeit-ueberblick/

Kurze Beschreibung
Der SLab Sense 7 ist Salomon’s erfolgreicher und leichtfüßiger Wettkampfschuh mit minimalistischer Sohle und schmalem Fußbett.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Die unglaubliche Leichtigkeit des Trailrunning-Daseins: da hält man einen Hauch von Schuh in der Hand, dem man anfänglich nicht zutraut, dass er steiniges und technisch anspruchsvolles Gelände meistert. Der Salomon SLab Sense 7 wirkt wie aus einem Guss  geformt, federleicht, durchdacht bis zum kleinsten Detail und minimalistisch in Design und Form. Dennoch wirkt der Schuh kompakt und stabil.

Passform und Schnürung
Der Schnitt des Schuhs muss schmal ausfallen und er ist auch schmal. Die Passform lässt kaum Raum für Entfaltung und dementsprechend kleiner ist die Zehenbox. Beim  Salomon SLab Sense 7 muss probiert werden, ob man damit zurecht kommt. Die zweite Innenhaut umschließt die Ferse passgenau und kann dazu verwendet werden, kürzere Strecken auch ohne Strümpfe zu laufen. Ansonsten wirkt die Innenhaut wie ein leichter Schutz gegen Staub und Steinchen. Die Schnellschnürung spricht sofort an und kann sehr schnell und leicht bedient werden. Eine optimal zu erreichende Schnürsenkeltasche sorgt für das sichere(!) Verstauen der Kordel.

LaufeigenschaftenDer Salomon SLab Sense 7 ist eher für den leichteren und leichtfüßigen Läufertyp geeignet. Der minimalistische Schutz und das leichte Gewicht führen zwangsläufig zu einer schnelleren Gangart, was durch das direkte, sehr agile Abrollverhalten und der uneingeschränkten 360 Grad Flexibilität noch verstärkt wird. Als Wettkampfschuh konzipiert, spielt der Salomon SLab Sense 7 seine ganze Stärke auf technisch leichten, weichen und trockenen Untergründen aus und eignet sich vornehmlich für kürzere Distanzen. Bei einem Testlauf über vier Stunden hielt die Schnürung ohne Nachziehen.

Dämpfung und Protektion
Konzeptionell fällt die Dämpfung naturgemäß sehr gering aus und man muss diese direkte Verbindung zum Laufboden mit allen gefühlten Steinen und Unebenheiten schon mögen. Die direkte Ansprache und Einwirkung des Untergrunds kann bei längeren Läufen schon anstrengend und schmerzhaft sein. Der Schutz vor Steinen und Wurzeln ist demgemäß gering aber vorhanden.

Grip und Stabilität
Auf Grund der 1:1 “Kommunikation zwischen Fußsohlen, leichter Sohlengrip und Untergrund ist die Griffigkeit enorm stark ausgeprägt, aber auch auf Dauer anstrengend, vergleichbar mit FiveFinger oder Barfuß-Laufen. Der Sohlenabrieb war nach 100 km minimal erkennbar, lag aber auch an den sehr steinigen Strecken, die der Tester vor allem im Urlaub auf Mallorca gelaufen ist. Der Halt im Schuh ist dank der Innenhaut sehr fest. Auch beim “Barfußlaufen”, also ohne Strümpfe, ist kein Rutschen der Ferse aufgetreten und haben sich keine Blasen gebildet.

Auf dem Trampelpfad
Der Salomon SLab Sense 7 ist ein leichter Wettkampfschuh und sollte auch nur dafür verwendet werden, also für kürzere, schnellere Laufeinheiten auf technisch nicht allzu anspruchsvollen Terrain. Da der Tester ein eher schwerer Läufer ist, wurde er bei längeren Einheiten auf sehr steinigem Untergrund schon an die Grenzen der Konzentrationsfähigkeit gebracht.

Fazit
Der Salomon SLab Sense 7 besticht durch seine gefühlsechte Leichtigkeit bei maximal enger Passform und minimalistischer Protektion. Als eher schwerer Läufer eignet sich der Schuh für den Tester nicht für längere sehr steinige Wegstrecken. Der Preis ist angemessen.

2019-05-17T11:17:47+02:0015.05.19|0 Comments

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