Testbericht: Salomon S-LAB ADV Skin3 12Set

Die dritte Generation konnte uns in puncto Tragekomfort voll überzeugen. Das Taschenkonzept gefiel uns bei der ersten Generation besser. Dafür ist er jetzt noch weicher und noch angenehmer zu tragen. Die vorderen Verschlussriemen lassen sich jetzt leichter bedienen. Wer also den sehr hohen Preis nicht scheut, bekommt einen sehr gut durchdachten Laufrucksack für kurze und ganz lange Läufe.

Salomon S-LAB ADV Skin3 12Set Testbericht: Salomon S-LAB ADV Skin3 12Set

Hersteller: Salomon
Modell: S-LAB ADV Skin3 12Set
Gewicht: 285 g
Volumen: 12 l
UVP: 174,95 €
Testdauer: 4 Wochen (200 km)
Tester: Holger

Kurze Beschreibung
Die neueste Version von Salomons körpernah geschnittenem Skin Rucksack. Auf der Vorderseite ist jetzt Stauraum für Flasks (inklusive) und auf der Rückseite für eine extra Trinkblase (nicht inklusive). Zudem wurde er mit extra Taschen und Reißverschlüssen aktualisiert.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Leichter weicher Stoff, eine durchweg sehr gute Verarbeitung und viele Details, alles etwas weicher als noch die erste Generation, sind die ersten Dinge, die uns sofort auffallen. Schade ist, dass trotz des stolzen Preises der Rucksack nur mit zwei Flasks und ohne Trinkblase kommt. Lediglich die isolierte Tasche für die Trinkblase ist dabei. Für die Trinkblase und Trinkschlauch müssten nochmals 40 Euro investiert werden.

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Passform und Tragekomfort
Holger (184 cm / 71 kg) fand ihn für sich in Größe M/L genau richtig. Die vorderen Verschlussriemen können variabel positioniert werden und sind dehnbar, so dass sie alle Bewegungen mitmachen. Hat man sie erstmal auf sich passend eingestellt, verstellen diese sich auch während des Laufens nicht mehr. Um herauszufinden, wie sich der Tragekomfort auch auf langen Strecken verhält, machte Holger mit ihm drei lange Läufe, der längste ging dabei über neun Stunden und wir packten einiges rein. Selbst so voll gepackt lässt er sich noch sehr gut tragen und dank der breiten und weichen Schultergurte wird die Last gut verteilt. Nichts stört oder schneidet ein.

Taschenkonzept

Vorne
Auf beiden Seiten gibt eine längliche flexible Tasche für die Flasks. Hier passt aber auch ein Fotoapparat oder ein GPS Handheld rein. Aber keine normalen runden Trinkflaschen (0,5 l oder 0,7 l). Kürzere Gegenstände rutschen in dieser Tasche aber weit nach unten und man kommt schlecht dran. Nutzt man die Flasks, sollte man diese immer aufgepustet in die Tasche stecken, dann verschwinden sie nicht in dieser. Darunter befindet sich auf jeder Seite eine kleine offene Tasche. Da diese aber nicht sehr groß ist, wissen wir nicht so recht, wofür diese gedacht ist. Vielleicht für Riegelverpackung oder ein Taschentuch.

Über diesen Flask-Taschen sitzen rechts eine Reißverschlusstasche und links eine offene Tasche. Beide sind etwa gleich groß, eigenen sich aber nur für kleinere Smartphone.  Wenn man allerdings die Flasks in den Flasks-Taschen hat, wird der Platz diesen kleinen Taschen ein wenig eingeschränkt, da das Trinkventil dann genau auf diesen Taschen sitzt. Das finden wir schlecht gelöst.

Seitlich (Nierenbereich):
Hier gibt es rechts und links eine Reißverschlusstasche. Diese werden von oben nach unten geöffnet. Während des Laufens kommt man gut daran und kann komplett in diese hineingreifen. Das Schließen geht leider nur, wenn man mit der anderen Hand unten festhält. Hier wäre es schön, wenn der Reißverschluss etwas leichtgängiger wäre. Noch davor, also zwischen dieser Tasche und der Flasks Tasche gibt es rechts und links eine schmale längliche nicht verschließbare Tasche. Diese ist z. B. für Riegel oder Gels geeignet.

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Hinten
Es gibt ein Hauptfach mit Reißverschluss, das aber nicht bis ganz unten reicht. In diesem Hauptfach gibt es eine kleine Tasche, in der die Rettungsdecke (inklusive) untergebracht ist, sowie eine Tasche im oberen Bereich, für z. B. den Schlüssel, so muss man nicht das ganze Fach danach durchsuchen.

Unter diesem Hauptfach gibt es eine Kängurutasche, die komplett über die ganze Breite geht und von links oder rechts zugänglich ist. Hier kann man z. B. eine Jacke unterbringen. Dinge, die man hier verstaut, kann man gut während des Laufens erreichen. Da es eine durchgängige Tasche ist, sollte man aufpassen, was man dort verstaut und was man später rauszieht. In einem Fall verstauten wir die Jacke und später ein Buff darin. Als wir dann während des Laufens die Jacke herauszogen, fiel das Buff mit raus.

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Details
Wie auch schon bei den anderen Generationen gibt es auch hier  die 4D Stockhalterung, da diese aber nicht für klappbare Stöcke geeignet ist, konnten wir diese nicht testen. Vorne, oben links, ist die Signalpfeife befestigt. Die Designstreifen sind reflektierend.

Trinksystem
Optional kann man ihn noch mit einer 1,5 l Trinkblase versehen. Diese wird in einem isolierten Beutel untergebracht und dann direkt am Rücken verstaut. Der Trinkschlauch wird dann von unten durch die Kängurutasche nach oben geführt. Dafür hat der Rucksack extra Ösen. Somit stört der Schlauch nicht während des Laufens. Da die Trinkblase von oben frei zugänglich ist, kann man diese direkt füllen, ohne sie aus dem Rucksack nehmen zu müssen.

Salomon S-LAB ADV Skin3 12Set Auf dem Trampelpfad
Wie schon oben beschrieben verhält er sich auch bei rasanten Läufen unauffällig. Er schaukelt und scheuert nicht, auch wenn er voll bepackt ist. Nach unserem neunstündigen Testlauf hatten wir keinerlei Scheuer- oder Druckstellen. Er sitzt wie eine zweite Haut und macht jede Bewegung mit. Durch sein geringes Eigengewicht und seine schmale Bauweise eignet er sich auch für kurze Läufe, bei denen man nur wenig mitnehmen möchte.

Fazit
Die dritte Generation konnte uns in puncto Tragekomfort voll überzeugen. Das Taschenkonzept gefiel uns bei der ersten Generation besser. Dafür ist er jetzt noch weicher und noch angenehmer zu tragen. Die vorderen Verschlussriemen lassen sich jetzt leichter bedienen. Wer also den sehr hohen Preis nicht scheut, bekommt einen sehr gut durchdachten Laufrucksack für kurze und ganz lange Läufe.

2017-03-24T07:29:28+02:0005.05.15|0 Comments

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