Testbericht: Osprey Katari 3

Der Osprey Katari 3 könnte enorm verbessert werden, indem schlicht eine Bauchfixierung angefügt wird. Auch bei aller Liebe zum geringen Gewicht und dem Minimalismus kann das Taschenkonzept im Inneren und an den Schulterriemen besser gestaltet werden.

Testbericht: Osprey Katari 3

Hersteller: Osprey
Modell:  Katari 3
Gewicht: 330 g
Volumen: 3 Liter
Größen: S/M und  M/L
UVP: 69,50 €
Testdauer: 4 Wochen
Tester: Klaus

Gut gemacht:

  • Innovative Brusthalterung 
  • Trinkblase

Geht besser:

  • Fehlende Bauchfixierung
  • Taschenkonzept
Osprey Katari 3

Kurze Beschreibung
Der Osprey Katari 3 ist ein leichter Trinkrucksack, der sehr schmal und minimalistisch geschnitten ist. Im Preis enthalten ist auch die 2,5 Liter Trinkblase Hydraulics LT. Die Trinkblase selbst ist BPA/PVC frei und garantiert eine 100% Dichtigkeit.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Osprey Katari ist sehr solide und reißfest verarbeitet. Die Schulterschlaufen sind sehr schmal geschnitten. Der Stoff der Schulterriemen ist perforiert. Eine zusätzliche Schlauchhalterung und eine Verstärkung an der oberen Trinkblasenöffnung deutet darauf hin, dass Osprey auf Kritiken in der praktischen Handhabung reagiert hat. Die Kipp-Verschlussvorrichtung der Trinkblase funktioniert einwandfrei und schnell. Zur Reinigung der Trinkblase kommt man gerade noch mit der Hand rein. Der eigentliche Rucksack ist aus wasserabweisendem Material. Der Osprey Katari wird in schwarz und Grün-Grau angeboten.

Passform und Tragekomfort
Das lange, schmale Rückenteil ist ergonomisch geschnitten und wirkt anfänglich etwas steif am Rücken. Man kann den Osprey Katari 3 nur oben per Brustgurt und unterhalb der Schultern der Körpergröße anpassen. Das funktioniert auch ganz gut. Auf Bauchhöhe ist keine Fixierung möglich was Klaus sehr störend empfand. Die Schulterriemen sind Klaus auch zu schmal. Alles in allem ist der Tragekomfort nicht optimal.

Taschenkonzept und Details
Neben der großen Innentasche für den Trinkbeutel (mit Befestigung) gibt es eine verschließbare Innentasche und zwei kleine offene Aussentaschen. Zusätzlichen Stauraum für eine leichte Jacke gibt es nur “um die Trinkblase herum”. Das ist insoweit misslich, als in einem Wettkampf bei schnellem Wiederauffüllen der Blase sicherlich Flüssigkeit überschwappt und damit den Restinhalt des Rucksacks nass macht. Viel passt aber ohnehin bei einer vollen Trinkblase nicht mehr in den Rucksack hinein. An den Schulterriemen gibt es keine weiteren Taschen mehr. Auch das empfindet Klaus als Nachteil.

Auf dem Trampelpfad
Der Osprey Katari 3 ist lediglich für kurze und mittlere heisse Läufe, bei denen der Läufer nur minimale Ausrüstung benötigt, geeignet. Klaus persönlich sind westenartige Minimalrucksäcke lieber, da sie besser der Körperform angepasst werden können und enger anliegen. Durch die  fehlende untere Fixierungsmöglichkeit um den Bauch herum, wippt und rutscht der Osprey Katari 3 bei schnellerem und schwunghaften Laufstil und downhills enorm und das kann ziemlich nerven. Die engen Schulterriemen verstärken diesen Effekt sogar noch. Allerdings ist das Trinksystem prima und der Magnet hält sehr gut wie auch die Schließmechanik am Brustgurt innovativ und robust ist. Sie hält sehr gut und lässt sich sehr schnell öffnen und schließen. Ein klarer Pluspunkt.

Fazit
Der Osprey Katari 3 könnte enorm verbessert werden, indem schlicht eine Bauchfixierung angefügt wird. Auch bei aller Liebe zum geringen Gewicht und dem Minimalismus kann das Taschenkonzept im Inneren und an den Schulterriemen besser gestaltet werden.

2018-11-21T11:55:41+02:0030.10.18|0 Comments

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