Testbericht: Osprey Kamber 32

Björn ist sicherlich kein erfahrener Tourenskigeher, aber bei seiner Premiere in diesem Sport konnte ihn der Osprey Kamber 32 voll überzeugen. Der Rucksack bietet viele Detaillösungen, die einem am Berg vieles erleichtern und das Material ist zudem sehr robust. Lediglich an das hohe Gewicht muss man sich gewöhnen.

Osprey Kamber 32Testbericht: Osprey Kamber 32

Hersteller: Osprey
Modell:  Kamber 32
Gewicht: 1,54 kg

Volumen: 32L
Größen: S/M und M/L
UVP: 180,00 €
Testdauer: 3 Monate
Tester: Björn

Kurze Beschreibung
Der Kamber Ski- und Snowboard-Tourenrucksack steht dir auch unter den härtesten Bedingungen in den Bergen zur Seite und bietet dir ein Maximum an Komfort und Sicherheit. Ausgestattet mit einer Vielzahl technischer Features und vollgepackt mit dem Know-how, das wir in den letzten 14 Jahren bei der Entwicklung von Ski-und Snowboard Rucksäcken gesammelt haben, bietet der Kamber optimale Passform und eine Vielzahl an praktischen Zugangspunkten.

Erster Eindruck und Verarbeitung
“Ganz schön schwer”, dachte sich Björn beim ersten Kontakt mit dem Osprey Kamber 32 und der Blick aufs Datenblatt bestätigte ein Gewicht von 1,54 kg (ohne Inhalt). Aber Ok, das ist bei einem Ski und Snowboardrucksack wohl so, dachte sich Björn. Der Kamber ist im übrigen das Herrenmodell und in den Größen 42 L, 32 L und 22 L erhältlich. Für die Damen gibt es den Kresta in den Größen 40 L, 30 L und 20 L. Die Funktionalität ist bei bei beiden Varianten identisch, lediglich  Farbe und Rückensystem sind geschlechtsspezifisch angepasst. Den Bericht von Lena zum Kresta 30 findet ihr HIER  Die sehr massiv wirkende und kompressionsgeformte Rückenplatte fiel Björn beim Begutachten sofort auf. Sie war der Rückenform angepasst und angenehm gepolstert. Ganz anders als bei Wanderrucksäcken lag sie komplett am Rücken an, aber irgendwie auch logisch, denn Belüftung benötigt man im Winter am Rücken wohl eher weniger. Sehr gut gefiel Björn das sehr robust wirkende Material und die vielen kleine Details (dazu weiter unten mehr). Alles wirkte sehr hochwertig und durchdacht verarbeitet. Sollte dennoch mal etwas kaputt gehen, bietet Osprey die All Mighty” Rundum-Garantie.  Hier wird der Rucksack bei einem Defekt kostenlos repariert oder ersetzt, solange er seine angemessene Lebensdauer nicht überschritten hat.

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Passform und Tragekomfort
Den Osprey Kamber 32 gibt es in nur einer Rückenlänge, dafür aber in 3 Größen für Herren und als Damenmodell ebenfalls in 3 Größen. Für Björns Geschmack hätte die Rückenlänge minimal länger sein dürfen, aber man muss auch bedenken, das er 202 cm groß ist. Von daher ist das eher “Meckern auf hohem Niveau”. Die kompressionsgeformte und schneeabweisende Rückenplatte gefiel zumindest auf Anhieb und sorgte bei Björn auch im beladenen Zustand für eine tollen Tragekomfort. Die angenehm weichen und gut dimensionierten Schultergurte trugen ebenfalls zum klasse Tragekomfort bei. Der Brustgurt lässt sich stufenlos verstellen und so sollte jeder seine Passform finden. Zum Schluss kommt noch der Hüftgurt, der nach Björns Meinung bei keinem Rucksack fehlen darf. Dieser ist ebenfalls weich, aber nicht zu weich, gepolstert und liegt daher super an der Hüfte an.

Taschenkonzept und Details
Spätestens beim Taschenkonzept und den vielen Details des Kamber 32 merkt man, dass es sich um einen echten Ski oder Snowboard Rucksack handelt. Die Ski lassen sich diagonal oder an der Seite montieren. Snowboarder können ihr Brett vertikal an der Vorderseite oder horizontal an der Rückseite transportieren. Björn hatte im Test alles Varianten mal probiert und war mit allen zufrieden. Lediglich das Snowboard horizontal an der Rückseite zu befestigen ist etwas umständlich. Die integrierte Helmbefestigung war für Björns großen Helm (63 cm Durchmesser) gerade noch nutzbar. Hier wäre ein etwas größeres Netz nicht verkehrt, denn nur mit viel Ziehen und Spannen brachte Björn es über seinen Helm.

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An das Hauptfach kommt man nur über die Rückseite und dazu muss man auch immer noch zwei Verschlüsse an den Schultergurten lösen. Hat man sich daran gewöhnt, kommt man gut damit klar, aber gerade zu Beginn vergaß Björn, die Verschlüsse zu schließen. Zum Ein- und Auspacken ist diese Variante allerdings sehr sinnvoll. Da man das Rückenteil fast komplett öffnen kann, lässt sich der Rucksack wie ein Koffer aufklappen und packen. Für Dinge, die man öfter benötigt, bietet der Kamber 32 noch ein weiteres, recht großes Fach an der Vorderseite. Dieses lässt sich wie bei üblichen Rucksäcken öffnen. Sowohl im hinteren wie auch im vorderen Fach ist jeweils noch eine kleine Netztasche integriert. Damit die Sonnen- oder Skibrille nicht verkratzt, bietet der Kamber 32 eine Zusatztasche, die im Inneren ein weiches Fleece hat. Außerdem gibt es dann noch die beiden Hüfttaschen, diese sind ausreichend groß für Riegel, GPS etc… Für Trinkblasen (nicht im Lieferumfang dabei) gibt es noch ein extra Fach mit Fixierung und isolierter Trinkschlauchführung.

Auf dem Trampelpfad
Vor Björns erster Skitour kam der Kamber 32 von Osprey erstmal bei Wanderungen zum Einsatz. Denn mit 32 Litern hatte er eine gute Größe und selbst das Kamerastativ passte perfekt in die Skihalterung. Schon beim Wandern gefiel Björn der Rucksack sehr gut, gerade das Taschenkonzept und der tolle Tragekomfort konnten punkten. Man muss aber erwähnen, dass diese Wanderungen bei Temperaturen unter 12 Grad stattfanden und es somit keine Probleme mit einer fehlenden Luftzirkulation am Rücken kam. Am Abend vor der ersten Skitour wurde der Rucksack gepackt, was dank des komplett zu öffnenden Rückenteils sehr praktisch war. Auch wenn die “erste” Skitour nur entlang der Piste zum Großen Arber ging, packte Björn, als ob es auf einen “3.000er” ging. Bei der Tour am nächsten Tag konnte Björn sich dann voll auf seine ersten Schritte auf Skiern konzentrieren, denn den Rucksack spürte er durch die tolle Passform kaum. Nach Tag 1 mit dem Kamber 32 bei einer Skitour war für Björn klar, dass die vielen kleinen Details einem doch sehr helfen am Berg. Besonders die Verschlüsse und die Ösen an den Reißverschlüssen überzeugten. Auch mit dicken Handschuhen waren diese problemlos zu nutzen. Aber auch das Taschenkonzept bewährte sich zu 100% und Björn hatte den Dreh mit dem hinteren Fach nach einem Tag schon feste drin. An den folgenden Tagen wurde dieser positive Eindruck zu keiner Zeit in Frage gestellt, der Kamber 32 funktioniert einfach und gab Björn zudem ein sicheres Gefühl.  

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Fazit
Björn ist sicherlich kein erfahrener Tourenskigeher, aber bei seiner Premiere in diesem Sport konnte ihn der Osprey Kamber 32 voll überzeugen. Der Rucksack bietet viele Detaillösungen, die einem am Berg vieles erleichtern und das Material ist zudem sehr robust. Lediglich an das hohe Gewicht muss man sich gewöhnen.

2018-03-05T11:27:47+02:0005.03.18|0 Comments

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