Der Jack Wolfskin Kingston ist ein guter Allroundrucksack für den Wochenendausflug von Großstadt Abenteurern. Er bietet für 99 € eine gute Grundausstattung und ist nur leider für Menschen über 195 cm etwas zu kurz.

Testbericht: Jack Wolfskin Kingston 30

Hersteller: Jack Wolfskin
Modell:  Kingston 30
Gewicht: 930 g
Volumen: 30 L
Material: Diamond Ripstop 300, 100 % PFC-frei
UVP: 99,00 €
Testdauer: 6 Wochen
Tester: Bjoern
Bilder©Jack Wolfskin

Gut gemacht:

  • 100 % PFC-frei produziert
  • robustes Material
  • Recco Rescue System

Geht besser:

  • Trageriemen etwas dünn

Nachhaltigkeit
Jack Wolfskin legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das Unternehmen ist unter anderem bluesign® Systempartner, ist als erstes Outdoor Unternehmen in der ZDHC Vereinigung vertreten, wo es darum geht, Schadstoffe aus der Produktion zu verbannen. Alles weitere ist hier nachzulesen: https://trampelpfadlauf.de/nachhaltigkeit-ueberblick/

Kurze Beschreibung
Der KINGSTON 30 Recco gehört zu unserer KALARI/KINGSTON-Serie. Die multifunktionalen Rucksäcke bestehen aus recycelten Materialien, sind sportlich im Design und angenehm leicht. Wir haben sie für ausgedehnte Tagestouren konzipiert. Deswegen sind sie extrem vielseitig, sehr stabil und super belüftet. Um über den RECCO-Ortungschip gefunden zu werden, musst du dich nicht einmal irgendwo registrieren. Im Großteil der Alpen, in Österreich, Skandinavien, den USA und Kanada sind Rettungsdienste bereits mit RECCO-Suchgeräten ausgestattet. Der KINGSTON 30 bietet für einen Tagesrucksack sehr viel Platz. Und er ist für Trekking- oder Wandertouren ausgestattet. Du brauchst in Zukunft also nur noch einen Rucksack für deine Reisen, Wochenendpläne und den Alltag.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Kingston 30 Recco von Jack Wolfskin wird als sportlicher und multifunktionaler Tagesrucksack angepriesen, der mit dem RECCO Ortungschip ausgestattet ist. Um über diesen Chip gefunden zu werden, muss man sich nur einmal registrieren und wird dann von den meisten Rettungsdiensten über das Suchgerät gefunden. Den Kingston 30 gibt es in 2 Farben und in einer Unisexgröße. Die Verarbeitung des Tagesrucksacks ist durchweg in Ordnung, lediglich das Material der elastischen Netzfächer wirkt etwas dünn. Verschlüsse und Schnallen sind ausreichend groß dimensioniert und konnten auch mit Handschuhen problemlos bedient werden. Positiv zu erwähnen ist noch die mitgelieferte Regenhülle, kostet diese doch bei anderen Herstellern extra.

Passform und Tragekomfort
Da es den Kingston 30 in nur eine Größe gibt, war es für unseren 2 Meter großen Tester schwer, ihn irgendwie zu platzieren. Björns Rücken war einfach zu groß für den Rucksack, nach ein bisschen rumprobieren entschied sich Björn für die Variante, den Rucksack möglichst weit oben zu platzieren. Die Passform ist für 2-m-Menschen also eher ungeeignet. Leider litt so auch der Tragekomfort darunter, da so zum Beispiel der Hüftgurt zu weit oben saß. Eine Höhenverstellung des Gurtes gibt es beim Kingston 30 leider auch nicht. Die Trageriemen empfand Björn zudem auch als zu dünn und etwas unterdimensioniert, gerade im Schulterbereich wäre etwas mehr Polsterung gut gewesen.

Taschenkonzept und Details
Der Kingston 30 besitzt ein großes Hauptfach mit einem integrierten Fach plus Halterung für eine Trinkblase (optional erhältlich). An der Unterseite verfügt er noch über ein separates Bodenfach, welches sich per Reißverschluss mit dem Hauptfach verbinden lässt. Ansonsten hat der Rucksack noch die übliche kleine Tasche für Schlüssel/Handy etc., leider ohne einen Haken, um den Schlüssel zu fixieren, was Björn negativ auffiel. Es ist zwar nur ein kleines Detail, aber wer oft draußen ist und seinen Schlüssel beim Ein- und Ausräumen verloren hat, weiß diesen kleinen Haken zu schätzen. Klasse hingegen ist die schon oben erwähnte Regenhülle, diese ist auf den Kingston zugeschnitten und lässt sich schnell befestigen. Der eingenähte Recco Chip ist ein Detail, was man schon aus Skijacken oder anderem Outdoor-Equipment kennt, hier nun auch im Rucksack. Es ist sicherlich ein sinnvolles Feature, was aber nur etwas bringt, wenn man sich registriert. Tracken per Handy kann man damit im übrigen niemanden.

Auf dem Trampelpfad
Da Björn den Kingston im Winter zum Test bekam, nutzte er ihn überwiegend im heimischen Taunus. Absehen von dem etwas eingeschränkten Tragekomfort, bedingt durchs Björns Größe, schlug sich der Rucksack dennoch ganz gut. Mit seinen 30 Litern bietet er ausreichend Platz für eine ausgedehnte Tagestour. Die flexiblen Netztaschen auf der Außenseite sind für Flaschen leider nicht unbedingt geeignet, da diese leicht rausfallen. Hier muss man den darüberliegenden Riemen schon sehr festzurren, damit auch Flaschen halten. Pluspunkte sammelte das untere Bodenfach, welches man vom Hauptfach trennen kann, hier bot sich im Test unter anderem Platz für Hundezubehör.Was Björn leider sehr vermisste, waren die seitlichen Taschen am Hüftgurt, diese fehlen leider komplett. Viele brauchen solche Taschen sicherlich nicht, aber Björn weiß diese Taschen sehr zu schätzen.

Fazit
Der Jack Wolfskin Kingston 30 Recco ist ein guter Allroundrucksack für den Wochenendausflug von Großstadt Abenteurern. Er bietet für 99 € eine gute Grundausstattung und ist nur leider für Menschen über 195 cm etwas zu kurz.