Testbericht: Icebug Anima 4 w RB9X

Lena fand den Icebug Anima an sich gut, jedoch fällt er für sie, die vor allem im sehr alpinen Gelände unterwegs ist, nicht in die Kategorie “Lieblingsschuh”. Für Läufer, die einen gut gedämpften Schuh suchen, der auf allen Untergründen gut zurecht kommt, ist er auf jeden Fall eine gute Wahl!

Icebug Anima 4 w RB9XTestbericht: Icebug Anima 4 w RB9X

Hersteller: Icebug
Modell: Anima 4 w RB9X
Sprengung: 8mm
Gewicht: 250g (US 7,5)
Damen Größen: EU 36-42
Herren Größen: EU 40-47
UVP: 149,95
Testdauer: 7 Wochen (ca. 150 km)
Tester: Lena

Erster Eindruck und Verarbeitung:
Der Icebug Anima kommt in der Damenversion in einer orange-pink-lilanen Farbgebung daher und sticht damit sofort ins Auge. Die Verarbeitung des Schuhs macht einen guten Eindruck, die Nähte sind sauber und es stehen nirgends Fäden weg. Die Sohle wirkt auf den ersten Blick nach Meinung unserer Testerin etwas wenig profiliert und macht sie neugierig auf den Einsatz im Gelände.

Passform und Schnürung:
Das Modell Anima von Icebug fällt in der Damenversion ein bisschen größer aus (ca. halbe Nummer). Der Schnitt gefällt Lena im Test sehr gut, er sitzt nah am Fuß (sie hat normal breite Füße) und bietet im Zehenbereich ausreichend Platz. Der Schuh verfügt über ein normales Schnürsystem und hat keine Taschen zum Verstauen der Senkel.

Icebug Anima 4 w RB9X Icebug Anima 4 w RB9X Icebug Anima 4 w RB9X

Laufeigenschaften:
Anfangs empfand Lena den Icebug beim Laufen als etwas steif und unflexibel. Mit zunehmenden Kilometern wurde er jedoch weicher und ließ sich immer besser laufen. Vor allem auf Forstwegen und weniger technischen Trails kommt der Schuh gut ins Rollen. Das Laufgefühl in schwierigerem Gelände ist etwas indirekt, hier hätte sich die Testerin etwas mehr “Kontakt” zum Untergund gewünscht. Bei heißen Sommerläufen empfand sie das Modell als etwas zu wenig atmungsaktiv, die Hitze hält sich sehr im Schuh und lässt den Dampf nicht so gut nach außen. Bei schlechterem Wetter dagegen hielt er den Fuß lange trocken und warm.

Dämpfung und Protektion:
Der Icebug Anima gefiel Lena im Test auch auf den langen Runden, da die Dämpfung im Mittelfuß- und Fersenbereich wirklich gut ist. Für sie kommt er für Einsätze im Ultrabereich super in Frage, da der Fuß gut gestützt ist. Auch auf längeren Forstwegstrecken und auf Asphaltstücken ließ er sich gut laufen. Ob schnellere Vorfußläufer mit dem Modell ebenso gut zurecht kommen, hält sie jedoch für fraglich.

Die Sohle des Trailschuhs ist so kompakt, dass sich keine Steine oder Wurzeln von unten durchdrücken- hier tut nichts weh, wenn man über felsiges Terrain läuft. Auch das Obermaterial ist fest genug, dass beispielsweise Geröll oder rollende Steine kein Problem darstellen.

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Grip und Stabilität:
Im alpinen Gelände stößt der Icebug Anima ein wenig an seine Grenzen, vor allem auf nassem Fels könnte der Halt noch ein bisschen besser sein. Auf sonstigen Trails (Wurzeln, Geröll, Waldpfade…) war der Grip gut, was Lena nach dem ersten Begutachten des Sohlen-Profils doch positiv überraschte. Der Stand im Schuh gefiel im Test sehr gut, auch der Fersensitz im bergauf überzeugte sie sehr. Einzig das etwas indirekte Laufgefühl auf dem Trail lässt einen etwas faden Beigeschmack zurück.

Fazit:
Lena fand den Icebug Anima an sich gut, jedoch fällt er für sie, die vor allem im sehr alpinen Gelände unterwegs ist, nicht in die Kategorie “Lieblingsschuh”. Für Läufer, die einen gut gedämpften Schuh suchen, der auf allen Untergründen gut zurecht kommt, ist er auf jeden Fall eine gute Wahl!

2017-03-24T07:27:55+02:0027.06.16|0 Comments

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