Testbericht: Garmin Instinct GPS Smartwatch

Die Garmin Instinct GPS Smartwatch könnte die Erfolgsuhr für alle Sportler werden, die leichte, intuitive Bedienbarkeit, hohe Funktionalität bei einem ansprechenden Design und Preis suchen.

Testbericht: Garmin Instinct GPS Smartwatch

Hersteller: Garmin
Modell: Instinct
Geräteabmessungen: 45 x 45 x 15,3 mm
Display-Auflösung: Monochromes, bei Sonneneinstrahlung gut lesbares, transflektives MIP-Display, 128 x 128 Pixel
Gewicht: 52 Gramm
Batterie: Wiederaufladbarer, integrierter Lithium-Ionen-Akku
Betriebsdauer: Bis zu 16 Stunden GPS-Modus mit Herzfrequenzmessung am Handgelenk, bis zu 40 Stunden, wenn UltraTrac GPS Modus
UVP: 300,- €
Testdauer: 4 Wochen
Tester: Klaus

Gut gemacht:

  • leichte, gut sitzende, wunderbar einfach zu bedienende Sportuhr

Geht besser:

  • Macht keinen Espresso 🙂
Garmin Instinct GPS Smartwatch

Kurze Beschreibung
Die Garmin Instinct ist eine robuste GPS Smartwatch mit Multi-Satelliten Kompatibilität, umfangreichen Navigationsfunktionen, ABC-Sensoren, Herzfrequenzmessung am Handgelenk und vorinstallierten Sport- und Outdoor-Profilen.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Die Garmin Instinct, herausgekommen im Herbst 2018, liegt leicht in der Hand, wirkt nicht protzig oder globig und trifft schon mal optisch meinen Geschmack. Meine Vorgehensweise bei dem Test ist die eines laienhaften Anfängers ohne große Technik-Erfahrung oder Ambitionen, der nicht über Fenix 2 hinaus gekommen ist, weil er sich über diverse Dinge geärgert hat (Bluetooth funktionierte schlecht, kurze Akkulaufzeit bei eingeschalteten GPS, lange Satellitenfindedauer, Notwendigkeit, Brustgurt zu tragen, Ungeduld des Benutzers bei der Bedienung). Ich bitte auch den geneigten Leser darum, alle technischen Details aus den Garmin Materialien und Darstellungen zu entnehmen. Mir geht es in der Kürze der Testphase maßgeblich um Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Funktionstüchtigkeit.

Funktionalität
Als Trailläufer und gesundheitsbewusster Mensch habe ich die Garmin Instinct im Testzeitraum ausschließlich für kurze und lange Läufe sowie im Alltag, auch nachts, getragen. Die vorinstallierten Profile (insbesondere Trail Run) haben mich sehr angesprochen und ich musste nur eine einzige Funktion (Höhenmessung) zusätzlich installieren, was wirklich sehr einfach war. Besonders sinnvoll empfand ich die automatische Lichtfunktion im Dunkeln, wenn man das Handgelenk dreht sowie die Hinweis- und Lesefunktion, wenn eine Nachricht auf dem Smartphone eingegangen ist. Gerade bei kalten Temperaturen kann man die kälteempfindlichen Akkus der Smartphones schützen.

GPS-Funktionalität
Im Vergleich zur Fenix 2 ist die GPS-Funktionalität deutlich besser, ja geradezu perfekt. Die Satelliten wurden sehr schnell gefunden, meistens schon im Auto bei leicht geöffnetem Fenster auf dem Weg zum Startpunkt. Die äußerst präzise Wegbestimmung ist vor allem bei der TrackBack-Funktion ein Riesenplus. Die akustische Warnung, wenn man von dem Weg abweicht, wird begleitet von einer metergenauen Bestimmung, wie weit man sich von dem Weg entfernt hat samt Richtungsangabe. Diese Funktion habe ich als notorischer “Verläufer” sehr häufig gebraucht.

Höhenmessung
Die Höhenmessung funktionierte ohne Unterbrechung metergenau. Da gab es nichts zu beanstanden.

Herzfrequenzmessung
Die Herzfrequenzmessung springt sensationell schnell an, sobald die Uhr angezogen wurde, auch die Schlafrhythmus-Messung hat mich beeindruckt und sie gibt einem sehr interessante Einblicke in die eigene “Nachtaktivität”. Nach einigen Tagen gewinnt man eine Übersicht über seine augenblickliche Gesundheitslage, wenn man einmal den Ruhepuls festgestellt hat. Wachte ich sodann am Morgen mit einem höheren Puls auf, so konnte ich eine leichte Erkältung feststellen und dementsprechend entgegenwirken.

Auf dem Trampelpfad
Auffallend ist das leichte Gewicht am Handgelenk und das weiche Armband, welches sich auch unter Schweiß auf der Haut nicht unangenehm anfühlt. Entgegen anderer Erfahrungen mit diversen Sportuhren hinterlässt die Garmin Instinct keine Druck-oder Scheuerstellen. Ein großer Vorteil ist wirklich die intuitive Bedienung. Ich konnte nicht viel falsch machen, um die gewünschten Funktionen “on the go” in Anspruch zu nehmen. Alles funktionierte bei mir sogar, ohne dass ich die Betriebsanleitung vorher gelesen hatte. Die langen Akku-Laufzeiten (z.B. von 16 Stunden im Vollfunktionsmodus) konnte ich bestätigen und es ist ein deutliche Verbesserung gegenüber den älteren Fenix-Modellen.

Konnektivität
Die automatische Bluetooth-Verbindung mit der Garmin Connect App sprang sofort an, wenn man die App ansteuerte. Im Testzeitraum funktionierte die Konnektivität tadellos, ganz anders als bei der Fenix 2, bei der es oft zu Fehlfunktionen kam oder alles neu eingerichtet werden musste.  

Fazit
Die Garmin Instinct GPS Smartwatch könnte die Erfolgsuhr für alle Sportler werden, die leichte, intuitive Bedienbarkeit, hohe Funktionalität bei einem ansprechenden Design und Preis suchen.

2018-12-19T09:30:37+02:0019.12.18|2 Comments

2 Comments

  1. Klaus 02/01/2019 at 21:58 - Reply

    Hallo Mike,
    für die wichtigsten Grundfunktionen ja , auf jeden Fall. Die Apps funktionieren auf iphone oder ähnliches ziemlich gut, lediglich fertige Tracks aus dem Internet auf die Instinct zu laden, stelle ich mir sehr kompliziert vor.

  2. Mike Hess 02/01/2019 at 19:17 - Reply

    Taugt die auch was, wenn ich zuhause keinen PC oder Laptop habe?

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