Die Casio Pro Trek WSD-F30 ist noch vielseitiger geworden, jedoch zu Lasten der Schnelligkeit. Wünschenswert ist für die nächste Generation ein Pulsmesser am Handgelenk, dann wäre der hohe Preis gerechtfertigt.

Testbericht: Casio Pro Trek WSD-F30

Hersteller: Casio Pro Trek
Modell: WSD-F30
Geräteabmessungen: Ca. 60,5 x 53,8 x 14,9 mm (H x B x T)
Display-Auflösung: 1,2-Zoll-Display mit zwei Ebenen; Farb-OLED (390 × 390 Pixel) und monochromes LCD
Gewicht: Ca. 83 g (einschließlich Armband)
Batterie: Li-Ion Akku
Betriebsdauer: Normaler Gebrauch als Smartwatch mit Farbdisplay: Etwa 1,5 Tage; Multifunktions-Zeitmessermodus (nur Uhr): Etwa 1 Monat
UVP: 549,- €
Testdauer: 5 Wochen
Tester: Sebastian

Gut gemacht:

  • robust
  • angenehmer Tragekomfort

Geht besser:

  • Geschwindigkeit

Nachhaltigkeit
keine Angaben seitens des Herstellers

Kurze Beschreibung
Die Casio Pro Trek WSD-F30 ist die dritte technische Entwicklungsstufe der bekannten und beliebten Outdoor-Smartwatch. Auch diese Version wurde nach MIL-STD-810 (United States Military Standard) entwickelt und getestet, ein Kriterium ist zum Beispiel die Kältebeständigkeit, die bis mindestens -10 °C geht. Auch dieses Mal wurde wieder ein zweistufiges Display aus monochromen LCD und farbigen OLED zur Reduzierung des Stromverbrauchs verbaut.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Die eher wie eine klassische Outdooruhr denn einer Smartwatch anmutenden Optik hat sich zum Vorgänger, nicht verändert. Die gewohnten Farbkombinationen wurden noch um eine blau-schwarze erweitert. Insgesamt wirkt die robuste und sehr hochwertig verarbeitete Uhr etwas schlanker. Die Anordnungen der Knöpfe ist jedoch wie gehabt.

Funktionalität
Die drei seitlichen Knöpfe sowie der kapazitive (schmutzabweisende) Touchscreen funktionieren sehr zuverlässig. Einzig bei starkem Regen weiß der Touchscreen des Öfteren mal nicht so recht, was er machen soll. Mittlerweile ist eine Verwendung von bis zu fünf Offlinekarten möglich, was ein Navigieren bzw. Standortbestimmen ohne Handysignal möglich macht. Des Weiteren verfügt die Uhr über einen Beschleunigungsmesser, Gyrometer sowie Kompasssensor (magnetisch) zur genauen Unterstützung der einzelnen Funktionen. Die Wasserdichtigkeit ist bis 5 Bar sogar mit installiertem Mikrofon gegeben.

Konnektivität
Die Einrichtung der Smartwatch selbst ist einfach und problemlos. Das Laden funktioniert wie bisher über das magnetische Ladekabel. Anfangs verbindet sich die Uhr per Bluetooth mit dem Handy (Android und iOS kompatibel) und eine Einrichtung nach den persönlichen Bedürfnissen ist unkompliziert. Es gibt in der aktuellen Version noch mehr installierbare Apps für den geneigten Outdoorsportler.

Akkuleistung
Die vom Hersteller angegebenen 1,5 Tage im Smartwatchmodus bzw. die Abstufungen im erweiterten und monochromen Modus kann Sebastian auf jeden Fall bestätigen. Auch die drei Stunden Ladezeit decken sich mit seinen Erfahrungen.

GPS-Funktionalität
Die Uhr kann wie in der letzten Generation schon selbstständig GPS-Koordinaten mit Hilfe eines GPS- oder aktuell auch GLONASS- und Michibikisignals bestimmen. Im erweiterten Modus hält der Akku bei einem einminütigen Messinterval immerhin noch mind. 2 Nächte bzw. 3 Tage.

Höhenmessung
Die Bestimmung der Höhe erfolgt entweder per GPS oder integriertem Drucksensor per Luftdruck (barometrische Höhenmessung). Je nach Modus und genutzten Programm.

Herzfrequenzmessung
Ist bei dieser Outdoor Smartwatch nicht vorgesehen bzw. integriert.

Auf dem Trampelpfad
Unser Schwerpunkt im Test liegt wie für Trampelpfadlauf üblich auf der Handhabung und Nützlichkeit bei Outdooraktivitäten. So ist es kein Problem für Sebastian, sich mit der schmaleren Uhr und den neuen Apps vertraut zu machen. Die Outdoorfunktionen sind zur Vorgängerversion unverändert. Ist die entsprechende App wie z.B. Strava auf der Uhr installiert, kann man Sportaktivitäten problemlos ohne eine Verbindung mit dem Smartphone aufzeichnen. Das Downloaden von Offlinekarten sowie ein Navigieren im Anschluss damit ist ohne weiteres möglich und funktioniert verlässlich. Eine Verbindung mit einem Brustgurt oder Wattpod etc. ist leider nicht möglich. Unterwegs mit der Outdoorsmartwatch kann man recht unkompliziert auf Nachrichten oder Anrufe reagieren und direkt von der Uhr antworten. Die Sprachqualität bei Telefonaten ist in Ordnung, wenngleich die natürlich mit steigenden Umgebungsgeräuschen und höherer Geschwindigkeit deutlich abnimmt. Auch eine Steuerung der Uhr mittels Sprache ist möglich, jedoch etwas zäh unterwegs. Insgesamt fällt unserem Tester auf, dass die Steuerung des Menüs bzw. der Apps etwas langsamer geworden ist, vermutlich eine Nebenerscheinung aufgrund der vielseitigeren App-Auswahl.

Fazit
Die Casio Pro Trek WSD-F30 ist noch vielseitiger geworden, jedoch zu Lasten der Schnelligkeit. Wünschenswert ist für die nächste Generation ein Pulsmesser am Handgelenk, dann wäre der hohe Preis gerechtfertigt.

2019-05-02T07:11:35+02:0002.05.19|0 Comments

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