Testbericht: Canyon Neuron AL 8.9

Das Canyon Neuron AL 8.9 konnte die Erwartungen von Björn voll erfüllen, vielleicht sogar ein bisschen übertreffen. Läufer, die gerne mal mit dem Bike die Trampelpfade unsicher machen wollen, bekommen für 2599 € ein gut ausgestattetes Rad. Der Einsatzbereich des Neuron AL 8.9 ist sehr breit und selbst auf angelegten Downhillstrecken kommt man damit zurecht.

Canyon Neuron AL 8.9

Testbericht: Canyon Neuron AL 8.9

Hersteller: Canyon
Modell: Neuron AL 8.9
Gewicht: 13,1 kg (Gr. M, ohne Pedale)
Größen: Rahmengröße M, L und XL
Reifen: 29’’
UVP: 2.599,00 €
Testdauer:  4 Monate
Tester: Björn

Kurze Beschreibung
All-Mountain Abenteuer warten auf dich und das vielseitige Neuron AL 8.9: Die DT Swiss M 1700 Spline Two Laufräder des Twentyniner überzeugen mit einer riesigen Reifenaufstandsfläche, die dir in jedem Gelände ausgezeichnete Traktion liefert. Egal wie holprig die Strecken auch sind, dem Neuron AL 8.9 macht das nichts aus. Was die Laufräder nicht übernehmen, wird vom 120 mm Fox Fahrwerk, bestehend aus Performance 34 Float Federgabel mit Fit4-Dämpfung und dem Performance Float DPS LV Dämpfer, erledigt. Das XT Shadow Plus Schaltwerk von Shimano überzeugt durch Präzision: Perfekte, schnelle Gangwechsel mit einer optimalen Bandbreite.

Erster Eindruck
Mit dem Neuron AL 8.9 bekamen wir das erste MTB vom Versender aus Koblenz geschickt. Wie auch schon das Inflite ist auch das Canyon Neuron AL 8.9 sicher verpackt. Nachdem alles aus dem Karton draußen und verschraubt war, stand ein 29er All Mountain Bike in der Farbe Cross Grey – Red vor Björn. Alternativ ist das Neuron AL 8.9 auch noch in “Stealth” (komplett schwarz) erhältlich. Der Alu-Rahmen im dezenten Grau gefällt Björn auf Anhieb sehr gut. Die Schweißnähte sind allesamt sauber gelegt und alles wirkt sehr hochwertig. Ausgestattet ist das Neuron AL 8.9 mit einer soliden Grundausstattung, die in dieser Preisklasse vollkommen ok ist. Schaltung und Umwerfer sind aus dem Hause Shimano in der XT Variante (Schaltgriffe leider nur SLX). Bei den Dämpfer wurde ins Regal bei Fox gegriffen und so dem Neuron AL 8.9 120 mm vorn und hinten beschert. Was Björn noch positiv überraschte, war die verbaute Rockshok Reverb Sattelstütze.

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Uphill
Björn hatte sich im Vorfeld über das Neuron AL 8.9 in diversen Magazinen informiert, schließlich wollte er so grob wissen, was er da bald “unterm Hintern” hat. Die Neuron Serie von Canyon wurde fast durchweg gelobt und dementsprechend waren die Erwartungen. Die erste Tour führte dann direkt zum Feldberg, also Uphill. Nach den ersten Kilometern der Eingewöhnung ging es dann die letzten Kilometer über den Trampelpfad zum Gipfelkreuz. Nach diesem ersten Anstieg hatte Björn das Neuron AL 8.9 bei den Kletterfähigkeiten schon überzeugt. Selbst am steilsten Stück, dem der Schlittenhang am Nordhang, ging es hoch. Zwar nicht mühelos, die Oberschenkel brannten schon spürbar, aber das Neuron AL 8.9 bewies hier schon eindrucksvoll,  das an den vielen positiven Berichten was dran ist. Björn gefiel das Neuron AL 8.9 jedenfalls sehr gut, was die “Uphill” Fähigkeiten angeht.

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Downhill
Für die ersten Abfahrten wählte Björn zunächst die breiten Schotterpisten, hier kann man mit 29 Laufrädern richtig Gas geben und durch die Größe der Laufräder rollt das Neuron AL 8.9 extrem ruhig daher. Unebenheiten und Löcher auf den Forstwegen schluckt das Fahrwerk fast restlos. Nun war es an der Zeit, mit dem All Mountain den Downhill zu proben. Als erste Teststrecke musste hier der Weilquellpfad am Gr. Feldberg herhalten. Ein nicht zu steiler Singletrail mit vielen Wurzeln und teilweise auch verblockten Stellen. Dank der RockShock Reverb konnte Björn den Sattel bequem vom Lenker aus versenken und direkt loslegen. War die erste Abfahrt noch zum Eingewöhnen und Testen, wie sich die 29er und die 120mm Federweg so schlagen, ging es auf der zweiten Abfahrt schon flotter zur Sache. Nach der dritten Abfahrt stand fest, das Neuron AL 8.9 kann Downhill. Zwar sind die großen 29er in zu verblockten Passagen auch nachteilig, aber der Gesamteindruck war sehr gut. Darum ging es zum finalen Test auf die Downhillstrecken am Gr. Feldberg. Hier kam das Fahrwerk dann an seine Grenzen und bei diversen kleineren Sprüngen hatte Björn das Gefühl, der Hinterraddämpfer sei bis zum Anschlag eingetaucht.  

Komfort
Björn (200 cm groß) fuhr das Neuron AL 8.9 in der größten Größe, XL, und kam damit auch super zurecht. Der Vorbau hätte vielleicht ein Stück länger sein dürfen, aber das ist “Jammern auf hohem Niveau”. Hat man das Setup des Fahrwerks an sein Gewicht angepasst und Cockpit, Sattel etc. richtig eingestellt, bietet einem das Neuron AL 8.9 einen guten Komfort für lange Touren. Die 29er liefern ein ruhiges und stabiles Fahrverhalten auf langen Schotterpisten und die Schaltung verrichtet zu jeder Zeit ihren Dienst. Bei unserem Testrad war hinten der Continental X-King und vorne der Mountain-King montiert, Björn kam mit dieser Kombination gut zurecht und hatte im gesamten Testzeitraum keinen Platten. Was noch zu einem deutlichen Plus in Sachen Komfort beiträgt, ist die verbaute RockShok Reverb Sattelstütze, so kann man bequem vom Lenker aus den Sattel versenken.

Canyon Neuron AL 8.9

Fazit
Das Canyon Neuron AL 8.9 konnte die Erwartungen von Björn voll erfüllen, vielleicht sogar ein bisschen übertreffen. Läufer, die gerne mal mit dem Bike die Trampelpfade unsicher machen wollen, bekommen für 2599 € ein gut ausgestattetes Rad. Der Einsatzbereich des Neuron AL 8.9 ist sehr breit und selbst auf angelegten Downhillstrecken kommt man damit zurecht.

2017-08-31T09:58:43+02:0029.08.17|0 Comments

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