Testbericht: Arc´teryx Norvan VT

Der Arc´teryx Norvan VT ist ein zuverlässiger Begleiter auf allen Untergründen, vorwiegend für die längeren Runden im rauen Gelände. Ob die Schnürung tatsächlich so viel Zeit spart, sei dahingestellt. Für einen Hersteller, der vorher mit Trailrunningschuhen “nix am Hut hatte”, ist das schon ein sehr ordentliches Produkt.

Arc´teryx Norvan VTTestbericht: Arc´teryx Norvan VT

Hersteller: Arc´teryx
Modell: Norvan VT
Sprengung:  14 mm
Gewicht: 610 g
Damengröße: 36 – 42 2/3
Herrengröße: 40 – 48
UVP: 165,- €
Testdauer:  5 Wochen / 100 km
Tester: Sebastian

Kurze Beschreibung
Mit einer neuartigen Schnürung sowie der speziellen Verteilung verschiedener Gummi- mischungen, insbesondere an besonders geforderten Stellen, soll dieser Trailrunning- und leichter Kletterschuh optimalen Halt, vor allem im alpinen und steinigen Gelände, bieten.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Ein Produkt von Arc´teryx hat Sebastian überhaupt noch nie getragen, geschweige denn am Fuß gespürt. Daher war er umso gespannter, wie sich der Norvan VT so macht. Die gelieferte Variante ohne Gore Tex (es gibt auch eine mit) ist knallig orange. Die Verarbeitung ist gut und es fällt nichts negativ auf. Dafür, dass es der erste Trailrunningschuh von Arc´teryx ist, wirkt der Aufbau schon sehr ausgereift.

Passform und Schnürung
Beim ersten Anziehen fällt auf, dass viel Platz im Schuh ist. Da hilft Sebastian auch das großzügige Nachschnüren nichts, da er sehr schmale Füße hat. Somit muss eine zweite Einlegesohle rein. Dann passt der Norvan ordentlich, die Ferse sitzt fest und es ist trotzdem genug Platz für die Zehen.

Arc´teryx hat ein klassisches Schnürsystem verbaut mit einer kleinen Finesse, es gibt die Möglichkeit, den Schuh lockerer zu schnüren, z.B. beim Wandern, und dann mittels einer Öse zum Einhängen des Schnürsenkels straffer zu stellen. Die Schnürung funktioniert tadellos und nach ein wenig Gewöhnung klappt auch das Straffen mittels der Öse. Wenngleich das mit klammen oder nassen Fingern, respektive nassen Schnürsenkeln, schon etwas “fummelig” ist.

 

Laufeigenschaften
Beim ersten Testlauf war die zweite Einlegesohle noch nicht im Schuh platziert. Da fiel schon auf, dass der Seitenhalt nicht allzu groß ist. Ab dem zweiten Runde war das kein Problem mehr, mit zweiter Sohle war der Halt zuverlässig. Der Schuh war somit angenehm zu laufen und vermittelte ein durchaus direktes Gefühl für den Untergrund. Insgesamt aufgrund des Gewichts schon keine reine Berglaufrakete, aber gerade bei wechselnden Untergründen ab 2-h-Läufen und darüber hinaus genau das Richtige.

Dämpfung und Protektion
Die Zehenkappe des Norvan VT ist robust und verhindert jegliche Art von Stoß mit Steinen oder Wurzeln. Das Gefühl für den Trail bleibt trotz angenehmer Dämpfung auch nach mehreren Stunden noch erhalten. Insgesamt ist der Schutz und die Dämpfung als tendenziell hoch anzusehen.

 

Grip und Stabilität
Eine von Arc´teryx verbaute Vibramsohle verrichtet zuverlässig ihren Dienst und kommt nur wirklich äußerst selten an ihre Grenzen. Auf jedem Untergrund konnte sich Sebastian auf das “Zupacken” der Sohle verlassen. Auch hatte unser Tester immer einen stabilen Stand im Schuh und nie das Gefühl eines schwammigen Halts.

Fazit
Der Arc´teryx Norvan VT ist ein zuverlässiger Begleiter auf allen Untergründen, vorwiegend für die längeren Runden im rauen Gelände. Ob die Schnürung tatsächlich so viel Zeit spart, sei dahingestellt. Für einen Hersteller, der vorher mit Trailrunningschuhen “nix am Hut hatte”, ist das schon ein sehr ordentliches Produkt.

2017-05-29T09:21:14+02:0024.05.17|0 Comments

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