Der bewährte Salomon Speedcross 5 ist nunmehr in seiner 5. Auflage und hat nichts von seiner Attraktivität als Einsteiger- oder dauerhaftem Lieblingsmodell eingebüsst. Die Legende lebt.
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Testbericht: Salomon Speedcross 5

Hersteller: Salomon
Modell: Speedcross 5
Sprengung:  10 mm
Gewicht:  330 Gramm (Männermodell)
Damengröße: 36 – 45 1/3 und Zwischengrößen
Herrengröße: 40 – 49 1/3 und Zwischengrößen
UVP: 129,95 €
Testdauer:  6 Wochen/100 km
Tester: Klaus

Gut gemacht:

  • Schutz/Protektion
  • Haltbarkeit der Sohle

Geht besser:

  • nichts

Nachhaltigkeit
Salomon ist bluesign® system Partner. Bluesign® ist die Lösung für eine nachhaltige Herstellung von Textilien. Es schließt umweltbelastende Substanzen von Anfang an aus dem Fertigungsprozess aus, legt Richtlinien fest und kontrolliert deren Einhaltung. Zudem ist Salomon auch Mitglied der “Sustainable Apparel Coalition (SAC)”. Die Sustainable Apparel Coalition ist die derzeit führende Allianz für nachhaltige Produktion und ein branchenweiter Zusammenschluss aus mehr als 200 Marken- und Handelsunternehmen, Anbietern, Dienstleistern, gemeinnützigen Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und akademischen Einrichtungen. Es gibt eine Selbstverpflichtung, dass man bis 2025 bei allen Produkten die Umweltleistung nachvollziehen kann und das 100 % aller Produkte nach eigenen Kreislaufwirtschaftsprinzipien hergestellt wird.

Kurze Beschreibung
Der Salomon Speedcross nunmehr in der 5. Auflage und berechtigterweise vom Hersteller als Wiederbelebung einer Legende für die nächste Generation bezeichnet, ist ein solider Klassiker unter den Trailrunningschuhen. Er eignet sich für jeden Typ Läufer, für jedes Gelände (aber eher weicherer Untergrund) und für jede Distanz. Laut Herstellerangabe soll der Schuh wieder das natürliche Laufgefühl betonen.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Ich habe den Eindruck der Salomon Speedcross 5 wäre etwas stabiler und fester, die Verarbeitung, insbesondere die Noppen der Profilsohle, etwas solider und damit abrieb-resistenter geworden. Aber natürlich sind Form, Design, Sohle und Farbgebung nach wie vor so beibehalten, wie man das von dem guten alten, natürlich verbesserten Speedcross 5 erwarten darf. Die QuickLace Schnürung, die unnachahmliche Profilsohle und die Innensohle sind unverändert geblieben. So auch mein erstes Gefühl, als ich ihn anzog: wohl vertraut, ein alter Bekannter in neuem Outfit ohne Macken und Schnörkel.

Passform und Schnürung
Der Salomon Speedcross 5 ist normal bis eher schmal geschnitten. Mit meiner eher weiten Mittelfußform fülle ich den Schuh perfekt aus, ohne dass ich mit dem bewährten Quick-Lace-System noch viel nachjustieren müsste. Die große Lasche sorgt für das sichere Verstauen der “Schnürsenkel”. Der hohe Schaft und der damit sichere Fersenstand und überhaupt die sichere Passform macht den Salomon Speedcross 5 zum idealen Einsteigermodell, aber auch ich als alter Hase habe meine erste Liebe wieder entdeckt und war erneut von der Leichtigkeit (trotz stattlicher 330 Gramm) und Einfachheit des Schuhs  sehr angetan.

Laufeigenschaften
Der Salomon Speedcross 5 ist in erster Linie ein schützender Schuh bei hoher Flexibilität. Dank seiner Flexibilität und dem dynamischen Obermaterial rollt er schön ab, geht alle Bewegungen des Fußes mit und schluckt auch den Großteil des Untergrunds, so dass man noch den Boden spürt, aber auf längeren Distanzen einen ausreichenden Schutz erhält. Ich empfand den Speed Cross schon immer als sehr “natürlich”, will heißen bodenständig und ehrlich, was das Spüren des jeweiligen Terrains anbetrifft. Insgesamt war das Laufgefühl sehr robust und stabil, weniger schwimmend und locker wie bei manch einer Leichtausgabe, bei der Gewicht im Vordergrund steht.

Dämpfung und Protektion
Der Rundumschutz schlägt sich natürlich in der Protektion nieder. Bei dem schwierigen glitschigen Untergrund zwischen Schneeschmelze und Frühlingsvorboten war ich in dem Speedcross Schutzmantel bestens aufgehoben, konnte aber dennoch die Dynamik des Schuhs spüren. Die Dämpfung ist meines Erachtens weicher geworden, was den Schuh auch für kleinere Straßenabschnitte geeignet macht. Längere Asphalt-Strecken würde ich aber nicht empfehlen.

Grip und Stabilität
Der Grip ist stark ausgeprägt, fast schon aggressiv, und ich war erstaunt, wie sicher mich der Salomon Speedcross 5 über vereiste Schneefelder geführt hat. Leider konnte ich den Speedcross 5 nicht gänzlich auf seinem Heimvorteil auslaufen, will heißen normale Trails ohne Schnee und Eis. Aber auf den neuen Teststrecken lief auch der Speecross 5 zu Höchstform auf und brachte mich dank der Stabilität stets sicher wieder zurück zum Start. Witzig war, dass ich erst nach dem Abschluss der Testdauer und meiner Notizen die Herstellerbeschreibung gelesen habe, die gerade darauf Bezug nimmt, dass der Speedcross 5 noch mehr Stabilität und Grip aufweist. Das kann ich hiermit nur bestätigen. Einen zu starken Abrieb der Profilsohle konnte ich noch nicht feststellen, auch hier scheint die Entwicklung einen Fortschritt gemacht zu haben, war dies doch stets ein Kritikpunkt.

Fazit
Der bewährte Salomon Speedcross 5 ist nunmehr in seiner 5. Auflage und hat nichts von seiner Attraktivität als Einsteiger- oder dauerhaftem Lieblingsmodell eingebüsst. Die Legende lebt.

2019-03-11T16:10:37+00:00