Testbericht: Suunto Spartan Sport Wrist HR

Testbericht: Suunto Spartan Sport Wrist HR2017-06-28T15:10:56+02:00

Project Description

Die Suunto Spartan Sport Wrist HR ist eine ausgereifte Multifunktionssportuhr, die auch im Alltag überzeugen kann. Besonders hervorzuheben sind die intuitive Bedienung, insbesondere auch über den Touch-Screen. Während GPS und Höhenmessung (bis auf wenige Ausnahmen) tadellos funktionierten, ist die Herzfrequenzmessung über das Handgelenk nur sehr bedingt brauchbar. Auch was die Synchronisation anbelangt müssen noch ein paar Hausaufgaben erledigt werden.

Suunto Spartan Sport Wrist HRTestbericht: Suunto Spartan Sport Wrist HR

Hersteller: Suunto
Modell: Spartan Sport Wrist HR
Geräteabmessungen: 50  x  50  x  16,8  mm
Display-Auflösung: 320 x 300
Gewicht: 74 g
Batterie: wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku
Betriebsdauer: 10 h (1 s GPS-Genauigkeit), 12 h (Energiesparmodus)
UVP: ab 499 €
Testdauer: ca. 4 Wochen
Tester: Christian R.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Die Suunto Spartan Sport Wrist HR in der Farbvariante All Black wirkt dezent und edel. Für den gelieferten Funktionsumfang sind die Abmessungen durchaus als schlank zu betrachten. Das Silikonband fühlt sich weich an und verfügt über eine klassische Schließe. Unser Tester trug die Uhr nicht nur zu Testläufen sondern auch im Alltag. Alle Funktionen lassen sich sehr intuitiv über die drei Knöpfe bzw. den Touch-Screen bedienen. Das Display ist sehr scharf und kann auch bei sonnigem Wetter (noch) gut abgelesen werden.

Funktionalität
Die Suunto Spartan Sport Wrist HR ist eine Multisport-Funktionsuhr. Wer die Uhr nur zum Trailrunning benutzt, kauft letztendlich viele Funktionen für nicht gerade wenig Geld, von denen man nur einen Bruchteil benutzen wird. Auf der anderen Seite bieten nur Uhren in diesem Segment vernünftige Sensor-Zuverlässigkeit (GPS, Höhenmessung). Wir beschränken uns hier also auf Funktionen, die für den Trampelpfadläufer relevant sind. Die Bedienung über die drei Knöpfe und den Touch-Screen ist sehr gut gelungen. Ohne erst lange das Handbuch konsultieren zu müssen, erschließen sich die meisten Funktionen sehr schnell. Vor allem die Benutzerführung über den Touch-Screen ist sehr praktisch. Mit einem Wisch nach links gelangt man in die nächst tiefere Ebene, mit Wischen nach oben/unten scrollt man in den meisten Fällen durch die einzelnen Optionen, ein Wisch nach rechts schließlich führt wieder einen Schritt zurück. Nach der Auswahl einer Aktivität wird in den meisten Fällen das GPS-Signal erstaunlich schnell gefunden. Während der Aktivität können alle relevanten Informationen einfach per Knopf oder Touch durchgescrollt werden. Besonders gut gefallen hat unserem Tester die Navigation während einer Aktivität. Hat man einen entsprechenden Track auf die Uhr geladen (siehe unten), kann man beim Start der Aktivität einfach die Option auswählen, einem gespeicherten Track nachzulaufen. Während der AKtivität wäre es noch vorteilhaft, wenn man die Navigationsansicht frei zoomen könnte.

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Sensoren

GSP und Höhenmessung
Um die GPS-Genauigkeit und die Höhenmessung zu testen, hat unser Tester einige Touren mit der Suunto Spartan Sport Wrist HR und der Garmin Fenix 3 unternommen. Die Daten der aufgezeichneten Touren (jeweils höchste Genauigkeit, sprich 1 s Intervalllänge) werden in folgendem Diagramm visualisiert. Wie man erkennen kann, liegen die Tracks beider Uhren jeweils sehr dicht beieinander und zumeist auch recht gut auf den Wegen des zugrundeliegenden Kartenmaterials. Unser Tester verlor auf keiner seiner Touren das GPS-Signal. Beim Heranzoomen kann man allerdings erkennen, dass der aufgezeichnete Track der Suunto enge Kurven teilweise etwas schneidet.

Bei den mit beiden Uhren aufgezeichneten Touren stimmen auch die Höhenprofile im Großen und Ganzen überein. Bei einigen Touren hatte die Höhenmessung der Suunto allerdings auch einige Aussetzer.

Hier bitte Link auf Vergleich-Dashboard mit Garmin Fenix3 anzeigen:

 

Herzfrequenzmessung
Unser Tester läuft seit Jahren ohne Brustgurt. Um so interessanter findet er es, dass in letzter Zeit die ersten Uhren auf den Markt gekommen sind, die die Herzfrequenz mittels LED-Sensoren auf der Rückseite der Uhr messen – zumindest versuchen. Denn genau das ist auch das Problem. Voraussetzung, dass die Technik überhaupt funktioniert, ist das richtige Tragen der Uhr. Die Uhr muss etwas oberhalb des Handgelenks getragen werden und das Band muss relativ fest angezogen werden, damit die Uhr nicht hin und her wackelt. Nicht jedermanns Sache!

Seltsamerweise waren die Pulswerte bei allen Aktivitäten immer die ersten 15 Minuten viel zu hoch (teilweise über 200 Schläge pro Minute). Offensichtlich findet zu Beginn immer eine Art Kalibrierung statt. Nach dieser ersten Phase pendeln sich die Werte auf ein realistisches Niveau ein. Allerdings werden kurze Spitzen (z. B. bei kurzen steilen Rampen) nicht schnell genug gemessen. Sieht man mal von der ersten “Kalibrierungsphase” ab, bleibt am Ende nur eine grobe Messung des Durchschnittspulses über die gesamte Aktivität. Ein herzfrequenzgesteuertes Training kann über die Messung des Handgelenks (noch) nicht realisiert werden. Dazu muss man zumindest jetzt noch wieder auf einen Brustgurt zurückgreifen (wird natürlich ebenfalls von der Suunto unterstützt, kostet etwa 50 € Aufpreis).

Auf dem Trail
Die Suunto Spartan Sport Wrist HR tut, was man von ihr als hochwertige GPS-Uhr erwartet. Sie lässt sich auch während des Laufens gut bedienen (auch über Touch) und ist gut ablesbar. Das Silikonband trägt sich angenehm, wobei sich bei hohen Temperaturen viel Schweiß unter dem Armband bildet. Die Uhr versorgte unseren Tester während aller Testläufe zuverlässig mit allen relevanten Daten. Unser Tester hat die Uhr ausschließlich im 1s-GPS-Intervallmodus betrieben. Beim längsten Testlauf über etwa fünf Stunden stand die Batterieladung noch bei 40 %.

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Konnektivität
Sowohl für iOS als auch für Android gibt es entsprechende Apps, mit Hilfe derer die Uhr einerseits konfiguriert werden kann, bzw. mit denen Daten mit der Uhr ausgetauscht werden können. Da unserem Tester nur ein iPhone während des Tests zur Verfügung stand, können nur hierüber Aussagen getroffen werden. Die Synchronisation über Bluetooth lief leider nicht reibungslos. Die Spartan musste immer wieder aus der Liste der bekannten Bluetooth-Geräte des iPhones gelöscht werden, damit die die Geräte wieder verbinden konnten. Außerdem war die Synchronisation der Daten äußerst langsam. Eine 30-km-Tour benötigt schon mal 10 Minuten.

Die Synchronisation mittels USB-Kabel und der entsprechenden Desktop-Anwendung auf dem Rechner funktionierte hingegen tadellos. Hierüber können auch Tracks vom Suunto-Portal “movescount” zum späteren Nachlaufen auf die Uhr übertragen werden.

Fazit
Die Suunto Spartan Sport Wrist HR ist eine ausgereifte Multifunktionssportuhr, die auch im Alltag überzeugen kann. Besonders hervorzuheben sind die intuitive Bedienung, insbesondere auch über den Touch-Screen. Während GPS und Höhenmessung (bis auf wenige Ausnahmen) tadellos funktionierten, ist die Herzfrequenzmessung über das Handgelenk nur sehr bedingt brauchbar. Auch was die Synchronisation anbelangt müssen noch ein paar Hausaufgaben erledigt werden.