Testbericht: Haglöfs Gram Pulse

Der Haglöfs Gram Pulse macht richtig Spaß, vorausgesetzt, man ist im richtigen Gelände unterwegs. Weiche Waldböden, Offtrail, Schlamm – das sind die Elemente, bei denen sich der Gram Pulse am wohlsten fühlt.

Haglöfs Gram PulseTestbericht: Haglöfs Gram Pulse

Hersteller: Haglöfs
Modell: Gram Pulse
Sprengung: 4 mm
Gewicht: 260 Gramm (EU42)
Damengröße: k.A.
Herrengröße: k.A.
UVP: 160 €
Testdauer: 55 km
Tester: Christian R.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Schlichtes, fast schon edles Design in dunklem Blau trifft auf martialische, aggressiv wirkende orangefarbene Außensohle. So könnte man den Schuh rein optisch in einem Satz beschreiben. Der Gram Pulse ist 1a verarbeitet und wirkt schon in der Hand sehr leicht. Also los und raus!

Passform und Schnürung
Der Haglöfs Gram Pulse fällt klein aus, also lieber eine Nummer größer bestellen. Mit 4 mm Sprengung steht man flach auf dem Boden. Der Schuh sitzt gut, sowohl im Fersen- als auch im Zehenbereich. Die Zunge ist sehr minimalistisch. Der Haglöfs verfügt über eine klassische Schnürung, die etwas besser halten könnte. Unser Tester musste immer wieder mal nachschnüren. Eine Tasche oder Lasche zum Verstauen der Schnürsenkel gibt es nicht.

Haglöfs Gram Pulse Haglöfs Gram Pulse

Haglöfs Gram PulseLaufeigenschaften
Schnell über weiche, wurzelige Waldböden heizen, am besten offtrail, da fühlt sich der Haglöfs Gram Pulse am wohlsten und versprüht am meisten Lauffreude. Das Laufgefühl ist sehr direkt, die Sohle sehr flexibel. Die massiven Stollen beißen sich regelrecht in weiche Böden, harte Untergründe sind allerdings nicht sein Ding. Dazu passt das Obermaterial, das selbst so gut wie kein Wasser aufnimmt und Wasser, das in den Schuh eingedrungen ist, ebenso gut wieder abgibt – alles Eigenschaften, die einen sehr guten Fellrunner ausmachen. Was beim Laufen etwas störte, war die Zunge, die sehr leicht seitlich verrutscht, da sie nicht fixiert ist.

Dämpfung und Protektion
Die Dämpfung des Schuhs ist dem Einsatzzweck angemessen. Nicht zu üppig also, aber ausreichend, solange man nicht stundenlang auf Fels oder gar Asphalt unterwegs ist. Das Wildlederoverlay bietet kaum Protektion, sondern ist wohl eher als Designelement gedacht.

Grip und Stabilität
Wie bereits oben erwähnt, mehr Grip auf weichen Böden geht fast nicht. Die brachialen Stollen bohren sich regelrecht in den Boden. Auch tiefen Schlamm meistert der Haglöfs noch relativ gut. Weniger gut kommt der Pulse mit glatten, nassen Untergründen zurecht. Unser Tester ist auf nassem Fels mehrmals ausgerutscht.Was die Stabilität angeht, muss man sich aufgrund des flachen Aufbaus keine Sorgen machen.

Fazit
Der Haglöfs Gram Pulse macht richtig Spaß, vorausgesetzt, man ist im richtigen Gelände unterwegs. Weiche Waldböden, Offtrail, Schlamm – das sind die Elemente, bei denen sich der Gram Pulse am wohlsten fühlt.

2017-03-24T07:27:56+02:0022.06.16|0 Comments

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