Testbericht: DJI Phantom4

Björn konnte die DJI Phantom 4 voll überzeugen und wenn der Preis von 1.600 € nicht wäre, wer weiß. Aufgrund der sehr guten Kamera, ist die Phantom für Hobbyfilmer sicherlich eine Alternative für neue Perspektiven. Wir sind jedenfalls gespannt, wie die Entwicklung hier weitergeht.

DJI Phantom4Testbericht: DJI Phantom 4

Hersteller: DJI
Modell: Phantom 4
max. Reichweite: 5 km
max. Flugzeit: 28 min
Kamera: 12 MPixel
max Videoauflösung: 4K30
max Bildauflösung: 4000 x 3000 Pixel
UVP: 1.600,00 €
Testdauer: 3 Wochen
Tester: Björn

Erster Eindruck und Verarbeitung
Die neue DJI Phantom 4 kommt in einem schlankeren Gehäuse daher als ihr Vorgänger. Das neue hochglänzende Gehäuse wirkt sehr edel und die Kooperation mit Apple wird einem schnell klar. Beim Gewicht packt die Phantom 4 knapp 100 Gramm drauf und landet bei 1,38 kg (incl. Akku). Im gesamten macht die Phantom 4 einen sehr hochwertigen Eindruck, auch wenn sie zum Großteil aus Plastik besteht.

Bedienung
Björn hatte vor dem ersten Flug mit dem Vorgänger-Model schon Mega-Respekt. Denkt man beim Blick auf die Fernbedienung noch an ein Spielzeugauto, wird einem beim ersten Starten des Quadrokopters schnell klar, dass man hier kein Spielzeug vor sich hat. Es empfiehlt sich als unerfahrerener Pilot, sich auf jeden Fall ein paar Tutorials im Netz anzusehen und beim ersten Flug auf eine große Wiese ohne Bäume zu gehen. Bedient wird die Phantom 4 mit der Fernbedieung und dem Display des Handys oder Tablet’s. Dies clipt man einfach in die Halterung auf der Fernbedienung. Im Grunde ist die Bedienung sehr einfach und auch für unerfahrene Piloten sehr schnell zu lernen.

Der erste Flug
Nachdem man sich mit dem Menü und den wichtigsten Funktionen vertraut gemacht hatte, gab es kein Halten mehr und es ging auf eine Wiese mit wenigen Bäumen im näheren Umfeld. Drohne und Fernbedienung einschalten, kurzen Check abwarten und schon ist die Phantom 4 startklar. Hat die Drohne auch ihr GPS Signal gefunden, wird noch automatisch der “Homepoint” gespeichert. Über diese Homepoint-Funktion waren wir mehr als einmal sehr froh. Mit dieser Funktion fliegt die Phantom 4 nämlich automatisch zum gespeicherten Punkt zurück.  Die Bedienung im “freien” Feld und mit GPS Unterstützung ist kinderleicht. Lässt man mal aus Versehen die Fernbedienung fallen oder die Bedienhebel los, bleibt die Drohne auf der Stelle stehen. Wir hatten nach der ersten Flugstunde schon ein sehr gutes Gefühl für die Drohne, was auch sicherlich am aktivierten Anti-Kollisionssystem lag. Diese erkennt Hindernisse automatisch und bremst die Drohne nach Bedarf ab.

Active Track
Die Funktion “Active Track” ist eine Neuerung bei der Phantom 4 und mit der Hauptgrund für unseren Test. Im Werbevideo wird gezeigt, wie die Drohne eine Läuferin automatisch erkennt und diese dann verfolgt.  Also Drohne in die Luft, Menü wechseln, Active Track aktivieren und auf dem Display das zu verfolgende Objekt markieren. Der Läufer wurde von der Phantom 4 schnell erkannt und auf dem Display grün umrandet,  mit einem Click auf das “Go” konnte es dann auch schon losgehen. Wir ließen die Fernbedienung liegen und rannte los und die Drohne folgte uns. Zugegeben, etwas komisch war das schon, aber mit jedem Meter machte es auch mehr Spaß. Hat man eingestellt, dass die Drohne sogar rückwärts fliegt, muss man allerdings gut aufpassen, denn die Phantom 4 hat nach hinten kein Anti-Kollisionssystem. Fliegt die Drohen einem allerdings hinterher, umfliegt sie Hindernisse automatisch. Um diese tolle Feature richtig nutzen zu können, muss man viel üben und idealerweise ist eine zweite Person dabei, die im Notfall per Hand eingreifen kann.

Hier das Testvideo:

Akkulaufzeit und Bildqualität
DJI gibt eine Akkulaufzeit von 28 min an und die wird auch exakt eingehalten. Hat der Akku nur noch 30 % Ladekapazität, wird dies optisch und akustisch durch das Handy/Tablet signalisiert. Bei nur noch 10 % Ladekapazität setzt die Drohne automatisch zum Heimflug an. Ist man allerdings weiter weg, kann der Heimflug auch früher einsetzen. An Hand der Restakkulaufzeit und der aktuellen Entfernung, errechnet die Phantom, wann sie zum “Home Point” fliegen muss.

Die Bildqualität der Kamera ist mit 12 Megapixel sehr gut und man kann auch richtig tolle Fotos (4000 x 3000 Pixel) aus Perspektiven machen, die ohne Drohne undenkbar sind. Die Videoqualität in 4K30 ist gestochen scharf und überzeugte durch farbenfroh Bilder.  Leider sieht man bei zu schnellem Flug immer noch stellenweise die Rotorblätter im Bild. Will man dies verhindern, sollte man einfach langsamer fliegen.

Hier 3 unbearbeitete Testbilder:

DJI Phantom 4 DJI Phantom 4 DJI Phantom 4

Fazit
Björn konnte die DJI Phantom 4 voll überzeugen und wenn der Preis von 1.600 € nicht wäre, wer weiß. Aufgrund der sehr guten Kamera, ist die Phantom für Hobbyfilmer sicherlich eine Alternative für neue Perspektiven. Wir sind jedenfalls gespannt, wie die Entwicklung hier weitergeht.

2017-03-24T07:27:56+02:0021.06.16|0 Comments

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