Walser Trail Challenge 2017

Walser Trail ChallengeWalser Trail Challenge vom 29.-30. Juli 2017

von Lena und Sebastian

Das Tri-Team Kleinwalsertal lud zum wiederholten Male in ihre wunderschöne Gegend ein und so folgten sowohl Sebastian als auch Lena dem Ruf, um dort am Samstag den Widdersteintrail (15km/ 990hm) und am Sonntag den Walsertrail (29km/ 1900hm) zu laufen. Dies sollte Beiden zur Vorbereitung auf den Transalpine-Run im September dienen. Wer diese beiden Bewerbe absolviert, landet  in der “Challenge Classic”- Wertung, zudem ist es auch möglich, alle Rennen einzeln zu laufen oder am Sonntag den Ultratrail (65km/ 4200hm), um die “Challenge Pro” zu meistern.

Samstag: Widdersteintrail
Um 10.00 Uhr wurden die über 500 Starter (Teilnehmerrekord) in Baad auf die Strecke losgelassen. Nach knapp 2 abfallenden Kilometern drehte die Route auf einem Forstweg ab und gewann die ersten Höhenmeter in Richtung der Gemstelhütten. Nach weiteren 2 km wurde der Weg schmaler und ging nun steiler bergan. An den Engstellen musste Lena immer wieder warten, da das Mittelfeld sich leider hier etwas staute. Die Aussicht auf die umliegenden Berge und die tollen Trails entschädigten jedoch fürs kurze Halten. Vorbei an Eseln und Kühen arbeiteten sich die Läufer hier zum Gemstelpass hinauf, von dem aus es in einem nun flacheren Trail in Richtung Widdersteinhütte rechts wegging. Die Teilnehmer liefen direkt über die Terrasse der Hütte und dem höchsten Punkt auf 2039 m Höhe entgegen. Nach einem etwas welligen Teilabschnitt begann nun endlich der Downhill, der Sebastian und Lena wieder nach Baad bringen sollte. Dieses bot alles, was das Trailrunnerherz möchte: Felsen, Schlamm, Bäche, Wurzeln und somit jede Menge Spaß. Erst gegen Ende hin mündete der Weg auf einen Forstweg vorbei an der Bärgunthütte zurück zum Start/ Ziel, wo der Moderator nicht müde werdend alle anmoderierte und alle Finisher eine Medaille bekamen.

Walser Trail ChallengeSonntag: Walsertrail
Erst um 11.00 Uhr startete der zweite Teil der Walser Challenge und so schwitzten die Läufer bereits im Ruhezustand in der Mittagshitze. Der erste Teil der Route führte die Läufer den Downhill der gestrigen Strecke hinauf zur Hochalpe und dann zum Gemstelpass. Hier drehte der Trail dann rechts ab in Richtung Mindelheimer Hütte. Dieser Weg zeichnete sich durch stetiges auf und ab aus, was durchaus Energie kostete. Bei Kilometer 13 (VP1) hatten die Läufer schon jede Menge tolle, auch technisch anspruchsvolle Singletrails erlebt. Ab hier ging es ein kleines Stück bergab, bevor sich der zweite längere Anstieg hinauf zur Fiderepassscharte zeigte. Wohl demjenigen, der hier noch Körner übrig hatte, brannte die Sonne auf dieses Steilstück doch arg hinunter. An der Scharte erwartete die Läufer das “10 km to go”-Schild und schickte das Feld hinunter zur Fiderepasshütte, die die zweite große Verpflegungsstelle war. Nach einer Stärkung schlängelte sich ein Downhillpart hinab zur Kuhgehrenalp, bevor die letzten positiven Höhenmeter des Tages zu absolvieren waren. An der Kuhgehrenscharte war es dann tatsächlich geschafft und der finale Downhill wartete. Der erste Teil war durch den Regen der letzten Nacht arg schlammig, aber dafür umso spaßiger! Danach folgte ein kurzes Stück Forstweg, ehe man wieder in einen Waldtrail abbog. Dieser mündete dann auf der Skipiste, die man über einen breiten Fahrweg hinauslief, um dann im Dorf Riezlern anzukommen. Nach nur 500 m wartete das Ziel direkt in der Ortsmitte auf die Läufer, in dem sie mit Musik und Medaillen (die Damen erhielten zudem eine Rose) empfangen wurden. Toll wäre gewesen, wenn es nicht die gleiche Medaille wie am Samstag gewesen wäre (eine andere Bandfarbe oder so wäre doch bestimmt möglich).

Zusatz zum Ultra:
Walser Trail ChallengeFür ambitionierte Ultratrailer gibt es am Sonntag noch die lange Version des Walser Trail, den Walser Ultra Trail mit 65 km und 4200 Hm. Der Start erfolgt hier um 06:00 Uhr in Riezlern und führt über die Naturbrücke durch Egg nach Wäldele um dann durch den Kürenwald hinauf aufs Gottesackerplateau zu gelangen. Oben angekommen geht es über den technisch sehr anspruchsvollen “Steinacker” vorbei am Hahnenköpfle hinauf zum Ifen. Der nun folgende Abstieg erfordert nicht nur Trittsicherheit, sondern auch Schwindelfreiheit. Einige ausgesetzte Stellen sind mit Halteseilen und Trittstufen gesichert. Hat man diesen spaßigen Teil absolviert, geht es über wunderschöne Singletrails vorbei an der Schwarzwasserhütte hinunter in das traumhafte Tal der Melköde. Hier wird es kurzzeitig etwas flacher und einfacher. Nach der Auenhütte geht es wieder hinauf in Richtung Walmendinger Horn. Vorbei am Gipfel geht es über den Höhenweg hinüber zum Grünhorn und dann hinunter nach Baad, bevor man hier auf die Strecke das Walser Trail mündet, welche man nun gemeinsam mit den Startern des anderen Bewerbs absolviert.

Fazit
Traumhafte Trails, eine super Organisation und wahnsinnig freundliche Helfer machen die Walser Trail Challenge 2017 zu einem absoluten Top-Event. Lediglich die etwas späten Startzeiten gefielen Lena und Sebastian nicht so gut.

2017-08-08T15:04:18+00:00