UTLW 2016: Osserriese- Prädikat: besonders wertvoll!

Der “Osserriese” ist eine wirklich tolle Runde ist, die superschöne Trails bietet und auch für Freunde der “kürzeren” Distanzen alles liefert, was das Trailrunning-Herz sich wünscht. Es war mir ein Fest!

UTLW 2016UTLW 2016: Osserriese- Prädikat: besonders wertvoll
von Lena Schindler

Bei der Premiere des Ultratrail Lamer Winkl im letzten Jahr hatte ich das Vergnügen, die 53-km-Runde zu laufen. Diesmal hatte ich mich und Claudia zum neuen “Osserriesen”, der heuer 25 km und 1200 Höhenmeter umfasste, angemeldet. Dies und natürlich auch die Begleitung während des Rennens war ihr Geburtstagsgeschenk und dafür hat sie fleißig im Vorfeld trainiert, da es ihr erstes Trailrunning-Event sein sollte. Meine Aufgabe war es hier also, für gute Stimmung zu sorgen und ein paar coole Fotos vom Rennen und der schönen Landschaft zu machen.

Pünktlich um 11.00 Uhr wurden dann wir und die anderen Läufer in Lohberg am Sportplatz auf die Trails losgelassen. Die ersten beiden Kilometer ging es leicht bergab und eben dahin – perfekt zum Einrollen. Wir schwitzten trotzdem gleich von Beginn an – die Sonne meinte es gut mit uns und schien kräftig auf uns herab. Ein wechselndes Auf und Ab auf schönen Trails durch den Wald mündete in den ersten längeren Anstieg, der uns zur Verpflegungsstation auf “d Scheim” bringen sollte. Wir schlugen im Bergauf ein eher gemütliches Tempo an, da es doch recht warm war und heute ein zufriedenes, glückliches Finish als oberste Priorität galt. Gleich nachdem die kurze und die lange Strecke sich trafen (ca. 2 km vor der VP), überholte uns noch Trampelpfadlauf- Kollege Christian, der auf der langen Runde superschnell dran war und den ich noch kurz für ein Foto abfangen konnte.

Empfangen von wirklich sehr vielen Zuschauern und bester Stimmung an der ersten Pause aßen und tranken wir kurz und begaben uns dann weiter in den Anstieg zum Zwercheck. Anfangs noch über einen Forstweg laufend, walkten wir uns dann auf einem tollen Trail dem 1333 hohen Berg entgegen. Wurzelige Pfade machten dies zu einem Genuss. Hier saßen schon Läufer am Wegesrand, die mit der Hitze kämpften. Zum Glück kamen wir damit ganz gut zurecht. Claudia war noch bester Laune und posierte artig für die vielen Fotos, die ich von ihr machte (ihr blieb auch nichts anderes übrig). So “trailten” wir den Grenzkamm bei bester Aussicht in den Bayer- und Böhmerwald entlang, bevor wir einen ersten Downhill bis auf eine Höhe von ca. 900 m machten. Auch hier gab es schöne Trails auf weichem Waldboden und Wiesenwege. Leider folgte nun ein längeres Stück Forstweg. Erfolgreich verdrängt vom letzten Jahr war mir nicht mehr bewusst, dass dies sich doch über ein paar Kilometer hinzog. Hier konnte man zwar wieder den Kopf erholen, jedoch waren wir beide froh, als der letzte Anstieg zum Osser hinauf in einen kleinen Trail einmündete. Super war, dass wir ab der ersten Verpflegungsstation quasi nur noch Läufer überholten (die roten Nummern der langen Distanz natürlich ausgenommen). Claudia hatte sich anfangs auf genau das Tempo eingependelt, das sie dann auch das ganze Rennen gut durchhalten konnte. Mental war das natürlich ideal, da der letzte Anstieg nochmal steil war und das Einsammeln von anderen Startern, die langsamer wurden, gab da zusätzliche Energie. Voller Freude nahmen wir bald das “in 200 m gibts Bier”-Schild wahr und genau das genehmigten wir uns dann auch am Osser.  Großes Lob an die Damen und Herren der Verpflegungsstationen – auch hier war wieder super Stimmung, es gab sogar Musik! Auch die Auswahl war Top!

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Nach der Stärkung machten wir uns auf, die letzte Querung zum kleinen Osser zu absolvieren, bevor es endgültig in den Downhill ging.  Hier gab es ein paar Änderungen zum Vorjahr, denn nach der Osserwiese lief man nun über eine neue Streckenführung in Richtung Tal. Die Trails waren schmal, teils wurzelig und einfach nur mega!!! Wer hier allerdings schon fast 50 Kilometer in den Beinen hat und die Ermüdung spürt, muss echt aufpassen, dass er nicht “fliegt”. Höchste Konzentration war gefordert. Die Organisatoren zeigten sich hier auch von ihrer kreativen Seite, da die Trailabschnitte mit lustigen Namen wie beispielsweise “worst case” benannt wurden. Auch eine kleinen Klettereinlage war geboten! Das ist Trailrunning!! Am Ende gab es wie im Vorjahr den “holy trail” zu meistern und auch das war nochmal Trailsurfing pur – schade, dass es schon bald wieder vorbei war. Den Downhill meisterte Claudia ebenfalls exzellent und die letzten 1,5 Kilometer gaben wir nochmal richtig Gas, um dann gemeinsam über den roten Teppich in Lam am Marktplatz einzulaufen!

So hatten wir den wunderschönen Tag genutzt, um beim schönsten Rennen Deutschlands Claudias Einstand ins Trailrunning-Geschehen zu feiern.
Klar ist, nächstes Jahr sind wir beide wieder dabei. Mal sehen, auf welcher Strecke…
Der “Osserriese” ist eine wirklich tolle Runde ist, die superschöne Trails bietet und auch für Freunde der “kürzeren” Distanzen alles liefert, was das Trailrunning-Herz sich wünscht. Es war mir ein Fest!

Prädikat: besonders wertvoll!

2017-03-24T07:27:59+00:00