New Balance Trail 110

Hersteller: New Balance
Modell: Trail 110
Sprengung: 4 mm
Gewicht: 264 g (EU 43)
Damengröße: nicht erhältlich
Herrengröße:  EU 41 – 47,5
Testdauer: 2 Wochen (50 km)
Tester: Holger / Luc

Produktbeschreibung:
Gemeinsam mit Weltklasse-Trailläufer Anton Krupicka entwickelt. Dieses Modell kombiniert die Laufeigenschaften der REVLITE Zwischensohle mit dem Minimus Leisten mit vier Millimetern Sprengung. Ergänzt wird der Schuh durch Technologien wie ROCKSTOP und VIBRAM.

Erster Eindruck und Verarbeitung:
Gerade noch den schwarzen Minimus gelaufen und jetzt diese Farbexplosion. Auffallen um jeden Preis, fragt man sich da. Unser zweiter Blick geht aber direkt unter den Schuh. Das Profil mit seinen tieferen Zacken sieht sehr vielversprechend aus. Der Trail 110 fällt mit seinem Gewicht von 264 g bei Schuhgröße 43 noch zu den Leichtgewichten. Das Obermaterial ist gut verarbeitet.

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Passform und Schnürung:
Der Trail 110 fällt normal aus, bietet Läufern mit breiteren Füßen genügend Platz und sollte nicht größer gekauft werden. Die Zehen werden keineswegs eingeengt und die Schnürung hält auch ohne Doppelknoten problemlos. Die Schnürsenkel sind, im Gegensatz zum Minimus, nicht zu lang. Eine Verstaumöglichkeit gibt es nicht, dies war aber bei allen Läufen kein Problem.

Laufeigenschaften:
Der Trail 110 bietet ein super Laufgefühl und das vom ersten Moment an. Man kann sie aus der Verpackung nehmen und gleich mehrere Stunden ohne Beschwerden laufen Die “ROCKSTOP”-verstärkte Sohle sorgt zwar dafür das keine Steine durchschlagen, verhindert aber trotzdem nicht eine sehr gute Rückmeldung vom Trail. Das Obermaterial ist luftig, lässt aber nicht direkt jeden Tropfen durch. Sollte es mal richtig nass werden, ist das auch kein Problem. Der Trail 110 nimmt nicht viel Wasser auf und das, was reinläuft, ist schnell wieder draußen. Auch im komplett nassen Zustand behält er seine Figur und muss nicht nachgeschürt werden.

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Dämpfung und Protektion:
Die Dämpfung ist sehr gut gelungen, weder ist der Schuh zu hart noch zu weich gedämpft. Auch längere Asphaltpassagen sind kein Problem. Man kann den Trail 110 damit auch auf längeren Läufen über Stunden tragen. Bei steinigen Abschnitten kann das “ROCKSTOP”-System voll punkten. Man braucht längst nicht so darauf zu achten, wo man hintritt. Allerdings ganz sorglos sollte man nicht über steinige Trails laufen, da die Protektion im Zehenbereich und am Rest des Schuhs sehr gering ist. Alpine Trails sollten langsamer oder nur von geübten Läufern damit bestritten werden.

Grip und Stabilität:
Dass die Vibram Sohle bei nassen Trails super zupackt, war uns fast schon klar, aber wie würden sich das gröbere Profil schlagen? Wir haben den Trail 110 dann über schlammige, wurzelige und steinige Trails gejagt und konnten nicht einmal rutschen. Gerade auf nassen weichen Böden zahlt sich das grobe Profil voll aus, ohne dass es sich dabei mit Schlamm zusätzt. Auch nasse Wiesenhänge sind kein Problem. Hat man den Schuh einmal richtig geschnürt, hält er den Fuß in jeder Situation gut und stabil im Schuh.

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Fazit:
Ein sehr leichter, flexibler Schuh, der sich seine geringe Sprengung nicht sofort anmerken lässt. Wer den Minimus schon gerne gelaufen ist, bekommt hier einen Schuh für die längere und schlammige Einheiten. Alle, die einen leichten Schuh mit weniger Sprengung suchen, aber nicht auf ein gewisses Maß an Dämpfung und Protektion verzichten wollen, werden mit dem Trail 110 fündig. Lediglich über das Farbkonzept könnte man streiten.

2017-03-24T07:30:17+00:00