Testbericht: Mizuno Hayate 2

Der neue Hayate mag es schnell und unterstützt dabei ein natürliches Laufgefühl. Auf kurzen, eher leichten und weicheren Trails avancierte der Schuh zum derzeitigen Lieblingsschuh des Testers. Eine bessere Protektion gegen das Durchdrücken von spitzen Steinen würde den Einsatzbereich des Hayate noch deutlich vergrößern.

Mizuno Hayate 2Testbericht: Mizuno Hayate 2

Hersteller: Mizuno
Modell: Wave Hayate 2
Sprengung: keine Angaben  (ca. 6mm)
Gewicht: 215 g (EU 41)
Damengröße: EU 36 – 43
Herrengröße: EU 40 – 47
UVP: 120 €
Testdauer:  120 km
Tester: Christian R.

Kurze Beschreibung
Fliegt über die Trails – leicht und aggressiv für performance-orientierte Läufer. Concave Wave und Xstatic Ride sorgen für optimale Sicherheit und Performance auf dem Trail. Leicht und flach gibt der Hayate genau so viel Support, wie man braucht, um sich voll und ganz auf die Trails zu konzentrieren.

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Erster Eindruck und Verarbeitung
Schon nach dem Auspacken fällt sofort auf, dass der Hayate sehr leicht und flach und insgesamt eher minimalistisch daherkommt. Die rot-schwarze Farbgebung unterstreicht den vermeintlichen Race-Charakter. Lässt man die Sohle außer acht, wirkt der Schuh eher wie ein leichter Straßenlaufschuh. Die Verarbeitung ist makellos.

Passform und Schnürung
Der Hayate fällt größenmäßig normal bis etwas größer aus. Die Zehenbox bietet ausreichend Platz, während die Ferse sehr gut sitzt. Der Schuh fühlt sich von Anfang an sehr bequem an. Die weiche Zunge zusammen mit der gut funktionierenden Schnürung unterstreichen diesen Eindruck. Leider gibt es keine Verstaumöglichkeit für die Schnürsenkel.

Laufeigenschaften
Die eher flache Bauweise des Hayate vermittelt ein sehr direktes Laufgefühl. Dazu kommt die äußerst flexible Sohle, die für viel Dynamik sorgt. Der Fuß wird gefordert, womit ein sehr natürliches Laufgefühl unterstützt wird. Gerade auf schnellen kurzen Runden kommt mit dem Schuh viel Spaß auf. Etwas getrübt wird dieser allerdings dadurch, dass spitze Steine vor allem im Vorfußbereich sehr deutlich durch die Sohle drücken. Geröll ist für diesen Schuh Gift, auf weichen Waldböden scheint man allerdings tatsächlich zu “fliegen” (siehe Beschreibung des Herstellers). Aufgrund des sehr luftigen Obermaterials aus Mesh-Gewebe ist der Hayate eher etwas für die wärmeren Jahreszeiten.

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Dämpfung und Protektion
Der Hayate bietet vergleichsweise wenig Dämpfung, die ist aber ausgewogen über den ganzen Schuh verteilt. Für längere Ausflüge sollte also der Untergrund eher weich sein. Wie schon eingangs erwähnt wirkt der Schuh wie ein normaler Straßenlaufschuh. Dies macht sich vor allem bei der Protektion bemerkbar, die sehr minimalistisch ist. Die sehr kleine und weiche Zehenkappe dürfte dazu führen, dass steinige Zusammenstöße ziemlich schmerzhaft enden. Das sehr grobmaschige Mesh-Gewebe im vorderen Schuhbereich lädt kleine Äste geradezu dazu ein, sich durch den Schuh zu bohren.

Grip und Stabilität
Bei der Sohle merkt man schließlich doch, dass es sich beim Hayate um einen Trailschuh handelt. Das Profil liefert ausreichend Grip in alle Richtungen und kommt vor allem auf trockenen Untergründen sehr gut zu recht. Im rauhen Gelände ist daher weniger fehlender Grip das Problem, sondern der bereits oben erwähnte geringe Schutz gegen durchstechende Gegenstände. Bezüglich Stabilität funktioniert der Schuh tadellos. Der gute Halt der Ferse und der niedrige Stand im Schuh vermitteln stets ein sehr sicheres Gefühl auf dem Trail.

Fazit
Der neue Hayate mag es schnell und unterstützt dabei ein natürliches Laufgefühl. Auf kurzen, eher leichten und weicheren Trails avancierte der Schuh zum derzeitigen Lieblingsschuh des Testers. Eine bessere Protektion gegen das Durchdrücken von spitzen Steinen würde den Einsatzbereich des Hayate noch deutlich vergrößern.

2017-03-24T07:29:05+00:00