Testbericht: Ledlenser MH10

Also, ich kann nur sagen, Preis, Leistung und Gewicht sind bei der Ledlenser MH10 absolut top und führte in nicht unerheblichem Maße dazu bei, dass ich den UTMB mit knapp unter 39 Stunden gefinished habe. Und das mit dem Stirnband bekomme ich auch noch hin und wird vor dem nächsten Nachtlauf geübt.

Ledlenser MH10Testbericht: Ledlenser MH10

Hersteller: Ledlenser
Modell: MH10
Gewicht: 158 gr. (incl. Akku)
Lumen: 600 lm
Leuchtweite: 150 m
UVP: 89,90 €
Testdauer:  4 Wochen
Tester: Klaus

Kurze Beschreibung
Die leichte Ledlenser MH10-Stirnlampe mit Schnell-Ladefunktion ist der perfekte Reisebegleiter für jede Outdoor-Tour. Neuste Akkutechnologie und ein USB 3.0-Anschluss sorgen für schnellste Ladung und garantieren höchste Kundenzufriedenheit. Die extreme Leuchtweite, eine hohe Leuchtdauer von bis zu 120 Stunden und die überragende Qualität machen diese Stirnlampe zu einer wahren Ledlenser.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Die Ledlenser MH 10 liegt sehr leicht in der Hand und kann zu einem kleinen Packmaß zusammengelegt werden. Die Verarbeitung wirkt stabil, hochwertig und bruchsicher.  

Ledlenser MH10

Auf dem Trampelpfad
Die Bedingungen für einen Härtetest der Ledlenser MH 10 hätten nicht besser sein können: ein überaus kritischer Tester, der auf Grund seiner Schnelligkeit locker beide Nächte des 170 km langen und mit 10000 Höhenmeter gespickten Ultraklassikers um das Mont Blanc Massif herum laufen musste, Wetterbedingungen, die nicht nur dem Begriff Sommer Hohn sprachen, sondern auch die Dunkelheit verlängerten sowie eine technisch und wetterbedingt sehr schwierige Strecke, die es nicht nur zu meistern sondern auch auf Grund der sich stets sich ändernden Sichtverhältnisse zu finden galt.

Ich hatte jeweils für eine Nacht einen Akku dabei und war ob der gleichbleibenden Lichtleistung (meistens auf Stufe zwei, bei schwierigen bergab Passagen bei voller Lichtleistung) sehr sicher unterwegs. Trotz des fast zehnstündigen Dauereinsatzes pro Akku hatte ich nicht den Eindruck, dass zum Morgen hin die Leistung nachlassen würde, aber für die zweite Nacht bin ich auf Nummer sicher gegangen und hab den Akku ausgewechselt. Das Auswechseln selbst war sehr problemlos möglich, nur war mir nicht auf Anhieb klar, wo Plus und Minus waren, bzw. wie ich es richtig einsetzen musste. Da es aber ja nur zwei Möglichkeiten gab, hatte ich das auch im zweiten Versuch gleich geschafft. Mit der Fixiertechnik (das Enger- oder Weiterstellen des flexiblen Stirnbandes) hatte ich so meine Probleme und bin auch jetzt nicht ganz sicher, ob ich es richtig gemacht habe. Das sollte man halt auch im Vorfeld eines solchen Laufes etwas austesten, also Kritikpunkt an mich selbst.

Ledlenser MH10

Während der beiden Nächte bei sich änderndem Untergrund, Wetter- und Sichtverhältnissen war ich von der Konturenschärfe und Helligkeit der MH 10 vollauf begeistert. Einzig bei Schneefall und Nebel reflektierte die intensive Lichtleistung (auch im schwächeren Modus) so stark, dass die Sichtbarkeit erheblich gemindert wurde. Zur Not habe ich dann die ganze Lampe in die Hand genommen, was aber mit den Stöcken schon arg hinderlich war. Positiv ist mir nach dem Lauf erst aufgefallen, dass die Verankerung des Akkus sehr stabil und ruckelfrei war. Dies insbesondere  dann, wenn man schneller den Berg hinunter hüpft oder rennt. Überhaupt ist wohl der größte Pluspunkt der MH 10 das Leichtgewicht. Das führte dazu, dass ich nur auf Grund des Lichts, das von meiner Stirn aus den Weg bestrahlte, daran erinnert wurde, dass ich ja eine sehr hochwertige Lampe am Kopf trug.  In Sachen Abblendwirkung bei Schnee, Regen und Nebel könnte vielleicht noch Verbesserungsbedarf liegen, aber da bin technisch nicht ausreichend versiert, um das verlangen zu können. Womöglich würde sich das enorm auf den Preis auswirken, aber Ledlenser ist ja für seine Innovationen bekannt. Hoffnung auf die ultimative Stirnlampe ist also angebracht.

Ledlenser MH10

Fazit
Also, ich kann nur sagen, Preis, Leistung und Gewicht sind bei der Ledlenser MH10 absolut top und führte in nicht unerheblichem Maße dazu bei, dass ich den UTMB mit knapp unter 39 Stunden gefinished habe. Und das mit dem Stirnband bekomme ich auch noch hin und wird vor dem nächsten Nachtlauf geübt.

2017-10-09T14:14:08+00:00