Hersteller: La Sportiva (www.lasportiva.com/de)
Modell: Bushido
Sprengung: 6 mm
Gewicht: 305 g (Gr. 42)
Damengröße: EU 36 – 47,5
Herrengröße:  EU 36 – 43
Testdauer: 4 Wochen (ca. 200 km in den Alpen / Taunus)
Tester: Holger / Don

Produktbeschreibung:
“Superleicht, grippig, aggressiv” heiß es auf der Webseite des Herstellers und das kann ich nur bestätigen.

La Sportiva Bushido La Sportiva Bushido La Sportiva Bushido La Sportiva Bushido

Erster Eindruck und Verarbeitung:
Der erste Eindruck, den wir hatten, war:  sehr steifer Schuh, schmal geschnitten, gut verarbeitet und eine aggressive Sohle und Erscheinung. Gerade das Profil, mit der Möglichkeit, im Winter Spikes einzuschrauben, vermittelt den Eindruck eines Schuhs, der sich auf allen Untergründen wohlfühlt. Zudem wird das luftige Mesh an den Seiten und der Ferse von verschweißten, moosgummiartigen Verstärkungen und im Mittelteil mit einer verschweißten  TPU-Kunststoffapplikation eingefasst.

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Passform und Schnürung:
Beim ersten Anziehen wird der oben erwähnte Eindruck, dass der Schuh eng geschnitten ist, bestätigt, aber dennoch hat man gerade vorne den Platz, den man braucht. Läufer mit breiten Füßen werden in diesem Schuh leider nicht glücklich.  Wem dieser Schuh aber passt, dem kommt genau diese Eigenschaft zu gute. Der Schuh sitzt perfekt wie eine zweite Haut, ohne dabei zu scheuern, zu drücken oder sonst wie zu stören. Die Verstärkung gerade im Mittelteil hält den Fuß stabil im Schuh, ohne jedoch unflexibel zu wirken.

Selbst im nassen Zustand bleibt das so. Daher würden wir auch raten, den Schuh keinesfalls größer zu kaufen. Bei der Schnürung müssen wir leider einen kleinen Minuspunkt vergeben. Eine Senkeltasche gibt es nicht. Dafür sind die Schnürsenkel aber nicht zu lang oder zu kurz, nur bei Nässe muss gelegentlich nachgeschnürt werden.

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Laufeigenschaften:
Auf dem Trampelpfad bewahrheitet sich der Werbespruch von Hersteller “Superleicht, grippig, aggressiv”. Genau das sind die Eigenschaften, die wir bestätigen können. Der Bushido ist nicht so steif wie im ersten Eindruck und ein agiler und dynamisch Laufspaß ist garantiert. Selbst nach über 7 h hatten wir nicht das Verlangen, möglichst schnell aus dem Schuh raus zu wollen.

Das Obermaterial ist luftig und sorgt für ein angenehmes Fußklima. In unserem Test gingen wir mit dem Schuh auch mal in den See und liefen danach weiter. Das Wasser im Bushido läuft schnell wieder ab, allerdings dauert es schon eine Weile, bis er trocken ist. Durch das luftige Obermaterial dringt jegliche Nässe direkt ein, was bestimmt gerade im Winter nicht von Vorteil ist.

Dämpfung und Protektion:
Die Dämpfung ist klasse und genauso, wie man es sich vorstellt. Nicht so, dass man jede Kleinigkeit merkt, aber auch nicht so, dass alles geschluckt wird. Zusammen mit der 6 mm Sprengung hat man immer ein gutes Gefühl.

Was uns besonders gut gefällt, ist die Protektion. Nicht nur der Zehenbereich, sondern auch der seitliche Fuß werden sehr gut geschützt. Gegen das durchschlagen von Steinen sorgt der in die Sohle integrierte “Rock Guard”.

Grip und Stabilität:
Bei den Trampelpfadtagen und den 4Trails lief Holger den Schuh auf allen Arten von Trails und Wegen und das bis zu 7 Stunden am Stück. Ja, sogar durch Matsch, Schnee und Bäche. In allen Lagen hatte der Bushido den nötigen Grip. Gerade auf nassem Gestein oder Wurzeln greift die Sohle voll zu.

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Fazit:
Ein super Schuh für alle Lagen. Gerade auf harten, steinigen und langen Trails, die auch gerne mal nass sein dürfen. Wir sehen den Schuh auf Strecken wie den Zugspitzultra, Transalpine, 4Trails oder ähnlichen Läufen mit wechselndem Untergrund, auf denen man lange unterwegs ist. Aber auch im Mittelgebirge ist er keinenfalls überdimensioniert. Allerdings wies er bei uns nach ca. 200 km Alpentrails schon deutliche Abnutzungsspuren auf.

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2017-03-24T07:30:19+00:0029.07.2014|

5 Comments

  1. Rainer 11/03/2018 at 21:08 - Reply

    Den Bushido hatte ich die letzten 3 Jahre im Training und bei den gemeldeten Läufen am Fuss – und konnte ihn auch auf 100k+ Distanzen gut laufen. Er hat mich auf den zum Teil technischen Strecken nie im Stich gelassen. Manchmal hätte ich mir den ein oder anderen besseren Grip gewünscht – oder aber ich habe in dem Schuh nicht immer die richtige Gewichtsverlagerung über die Stunden gebracht. Er ist etwas breiter als andere Schuhe (z.B. adidas agravic oder scarpa neutron, ….) was mir die letzten Jahre eigentlich ein gutes Gefühl gab – etwas mehr Fläche für sicheren Stand zu haben. Allerdings, wenn es eng oder steil feucht wurzelig wird findet man in einem schmaleren Schuh eher noch ein Grip-Plätzchen – da sind Läufer mit schmaleren Schuhen die wie eine Socke am Fuss sind besser aufgestellt und können die Füße definitiv besser platzieren. Negativ fand ich, dass sobald man den Bushido im alpinen felsigen Gelände läuft – fetzt man sich in der Mitte diese Plastikverstärkung/Schutz außen bei der Sohle gnadenlos auf. Eigentlich ruiniert man sich sein schönes paar Schuhe schon bei einem dieser härteren Trainingsläufe im felsigen alpinen Gelände. Im Wald und Mittelgebirge mag das nicht so leicht passieren – aber wer ins Gebirge geht, wo man auch mal über Felsen und scharfe Kanten rutscht/fetzt – muss man das wissen. Der Schuh hat trotz den abgescheuerten und ausgefransten Bereiche dann trotzdem noch einige 100km (ZUT, AlpenX, Lavaredo, Skyrace) gehalten. Wie der agravic einen solchen Lauf / Training übersteht – ich werde es 2018 sehen…. Der Rest vom Schuh blieb stabil und ja – die Sohle könnte bitte auch etwas langlebiger sein. Nach einem 100k Lauf sieht der Bushido dann insgesamt schon etwas mitgenommen aus. Als Trainingsschuh oder fürs Mittelgebirge hat er aber noch lange gute Dienste gebracht – und im Winter hab ich ihm Spikes verpasst – oder auf Schnee/Eis im Gebirge die leichten Ketten aufgezogen. Ganz habe ich ihn 2018 nicht aus meinem Schuhschrank aussortiert. Vielleicht muss ich einfach auch mal andere Schuhe laufen – bin gespannt wie ich ihn dann wieder werte.

  2. Stefan 08/01/2017 at 15:32 - Reply

    Wie verhält sich der Schuh auf befestigten Wegen oder Staßen was mann teilweiße auch dabei hat?

    • Holger 08/01/2017 at 19:23 - Reply

      Hallo

      kann man gut laufen ohne das er zu schnell abnutzt

  3. Woody 30/06/2016 at 23:17 - Reply

    Die Gewichtsangabe scheint aber deutlich daneben. Meiner wiegt in Gr. 44 ganze 345 Gramm..

    • Holger 01/07/2016 at 6:25 - Reply

      Hallo Woody,

      das Gewicht bezieht sich auf Gr.42 ist ist eine Händlerangabe

      Gruß
      Holger von Trampelpfadlauf

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