La Sportiva Akasha

Testbericht: La Sportiva Akasha

Hersteller: La Sportiva
Modell: Akasha
Sprengung: 6 mm
Gewicht: 330g (EU 42)
Damengröße: EU 36 – 43 (auch halbe Nummern)
Herrengröße: EU 36 – 47,5 (auch halbe Nummern)
Testdauer: 5 Wochen (ca. 80 km)
Tester: Manishe und Martin

Erster Eindruck und Verarbeitung:
Der erste Eindruck vermittelt uns einen atmungsaktiven Laufschuh mit einer aggressiven Sohle, der zwischen Frühling und Herbst zum Einsatz gebracht werden darf. Der Akasha hat eine konventionelle Schnürung, eine weiche Zehen-Gummischutzkappe, ist vorne gut biegbar und hat eine hochwertige Verarbeitung mit wenig Nähten. Das erste Gefühl, wenn man in dem Schuh steht, ist sehr angenehm. Die Sohle fühlt sich ein bisschen wie ein härterer Viskoseschaumstoff an.

Passform und Schnürung:
Der La Sportiva Akasha ist für die langen Distanzen entwickelt und dementsprechend bequem fällt auch die Passform aus. Vorne weit geschnitten soll der Fuß auch noch nach Stunden keine Ermüdung spüren. Angezogen fühlt sich der Schuh sehr angenehm an. Auch den Sitz an der Ferse fanden unsere Tester sehr angenehm, da der Bereich nicht so hart ist und trotzdem eine gute Stabilität bietet. Allerdings muss man die Schnürung von unten stückchenweise ziehen, um den Schuh wirklich fest zu schnüren, da es gleichmäßig durch die Gummiösen nicht funtioniert. Dafür hält die Schnürung erstaunlich gut für eine klassische Schnürung. Es gibt keine Verstaumöglichkeit für die Schnürsenkel, aber diese ist auch nicht notwendig, sie hält einwandfrei. Die Zunge ist dünn und stört überhaupt nicht.

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Laufeigenschaften:
Die 6 mm Sprengung ist für Martin wie geschaffen. Ein gutes Abrollverhalten und noch alles spürbar, was einem unter die Füße kommt. Manishe empfand den Schuh zwar als sehr bequem, er ist ihr aber zu wenig dynamisch. Die weiche, relativ dicke Sohle bietet ihr außerdem zu wenig Kontakt und somit zu wenig Gefühl für den Untergrund. Hier sieht man  deutlich, wie verschiedene Läufertypen den Schuh ganz unterschiedlich empfinden. Das Obermaterial ist sehr luftig versehen mit einer leichten Gummiprotektion. Der Fuß kann schnell nass werden, ist aber bei der Schuhvariante völlig normal.

Dämpfung und Protektion:
Die Protektion des La Sportiva Aksha ist für Alpines Gelände sehr gut geeignet und bietet einen sehr guten Zehenschutz. Die Dämpfung ist sehr ausgewogen und Martin kam damit auf langen Distanzen und steinige Wegen gut zurecht. 

La Sportiva Akasha

Grip und Stabilität:
Schon der Anblick der aggressiven Sohle lässt sehr guten Grip vermuten. Und in der Tat, der Grip ist beim La Sportiva Akasha sehr gut.  Hier kann der Schuh voll punkten. Ob nasse Wurzeln oder Steine, Schlamm usw. – für die aggressive Sohle kein Problem. Auch jetzt noch im Frühjahr auf verschneiten, teilweise vereisten Wegen, konnte der Martin sehr gut laufen, ohne wegzurutschen.  Auch Manishe empfand den Grip auf unterschiedlichsten Untergründen als zuverlässig. Die Stabilität allerdings ist auf anspruchsvollen, kurvigen Trails in ihren Augen nicht immer gegeben. Die weiche Sohle fühlt sich hier manchmal zu “schwammig” an.

Fazit:
Der La Sportiva Akasha ist ein komfortabler Gripmonster-Schuh, der für lange Ultra-Strecken auch im alpinen Gelände sehr gut geeignet ist. Der Vorteil ist die angenehme Passform, vor allem wenn man breite Füße hat. Martin empfindet den Akasha als Wellness für die Füße auf Langstrecken. Genau dieses Gefühl ist es, das Manishe als störend bezeichnet, da ihr dadurch die Lauffreudigkeit und Dynamik des Schuhs verloren geht.  Bei dem La Sportiva Akasha kommt es auf den Läufertypen und die jeweiligen Präferenzen an.

2017-03-24T07:28:15+00:0009.04.2016|

2 Comments

  1. Sebastian 12/05/2016 at 16:36 - Reply

    Wie ist dieser Schuh in euren Augen im Vergleich zum Ultra Raptor von La Sportiva? Danke!

    • Anonymous 13/05/2016 at 13:59 - Reply

      Hallo Sebastian,
      für mich sind beide Schuhmodelle meine absoluten Lieblinge für lange Distanzen. Der Unterschied ist das Gewicht und die Sprengung. Ich finde, dass der Akasha viel direkter ist und man deutlich mehr spürt, was eine unter die Sohle kommt. Kommt jetzt darauf an, wo du die Schuhe kaufen willst. Für die Alpen würde ich mich den Ultra Reptor entscheiden, da er wesentlich mehr Protektion bietet.
      VG Martin

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