Hersteller: Inov-8 (www.inov-8.com)
Modell:
Roclite 243
Sprengung:
3 mm
Gewicht:
290 g (EU 47)
Damengröße:
N/A
Herrengröße:
EU 37 – 48
Testdauer:
4 Wochen (ca. 70 km)
Tester:
Holger Lapp / Bjoern Meurer

Produktbeschreibung:
Unglaublich leicht und effektiv – die Inov-8 Roclite 243! Die Laufschuhe sind ideal für Wettkämpfe und Trainingseinsätze gemacht. Sie sind nur geringfügig gepolstert und sorgen so für ein ganz natürliches Laufvergnügen! Die tief-profilierte, griffige Sohle garantiert trotzdem ein sehr gutes Vorankommen – auch in nassem, matschigem Gelände.

Inov-8 Roclite 243 Inov-8 Roclite 243 Inov-8 Roclite 243 Inov-8 Roclite 243

Erster Eindruck und Verarbeitung:
Bei einem Gewicht von 290 g in Größe 47 kann man wirklich von einem Leichtgewicht reden. Der Roclite 243 liegt leicht wie eine Feder in der Hand und Björn kommen die ersten Zweifel, ob er mit diesem “Nichts” an Schuh überhaupt zurecht kommen wird. Wie schon andere Inov-8 Schuhe ist auch der Roclite 243 Top verarbeitet und es gibt nichts zu beanstanden.

Inov-8 Roclite 243Passform und Schnürung:
Beim Anziehen spürt man sofort die angenehme Breite im Vorfuß und ansonsten nichts. Sie sind so leicht und toll verarbeitet, dass man von ihnen einfach nichts am Fuß spürt. Die Schnürung ist perfekt und einen Minuspunkt gibt es lediglich für die fehlende Unterbringung der Schnürbänder. Auch wenn der Roclite 243 auf Minimalismus ausgelegt ist, fällt die Zunge sehr groß und weich aus, was besonders im Downhill sehr angenehm ist.

Laufeigenschaften:
Bei einem Schuh mit 3 mm Sprengung ist klar, wo die Reise hingeht –  genau, auf den Vorfuß. Für Neullinge mit solchem Material unter den Füßen sicherlich eine Umstellung, aber diejenigen, die es gewohnt sind, werden mit dem Roclite 243 einfach nur Gas geben wollen. Björn’s Bedenken, ob dieses Fliegengewicht sein 96 kg in der Spur halten können, verflogen schnell. Schon nach den ersten Metern auf dem Trail hatte Björn ein breites Grinsen im Gesicht. Kopf aus und einfach laufen lassen. Das Laufgefühl ist extrem direkt und aufgrund seiner flexiblen Sohle rollen die Füße absolut natürlich ab. Durch das dünne und hochatmungsaktive Meshmaterial kommt Wasser zwar ungehindert in den Schuh, aber auch genauso schnell geht es auch wieder raus.

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Dämpfung und Protektion:
Dämpfung sucht man beimRoclite 243 vergeblich, aber wir haben hier ja auch einen minimalistischen Schuh unter den Fußsohlen. Außerdem brauchen die Fellcross Läufer in UK sowas nicht. Hat uns das gestört? Keineswegs, selbst Björn mit seinen 96 kg hatte keinerlei Probleme damit. Die Protektion war mehr als ausreichend und wenn es mal über spitze Steine geht, zwicken diese nur minimal an der Fußsohle. Aber auf harte und steinige Alpentrails würden wir nur den geübten Läufern damit schicken. Die Zehenbox ist durch ein festeres Material verstärkt, das reicht aus, um leichtere bis mittlere Stöße zu dämpfen.

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Grip und Stabilität:
Der Grip des Roclite 243 setzt bei all unseren bisher getesteten Schuhe neue Maßstäbe. Er klebt förmlich überall, egal ob nass oder trocken. Liefen wir anfangs noch vorsichtiger den Downhill, wenn es nass war, wurden wir nach und nach schneller und versuchten, das “Gripmonster” an seine Grenzen zu bringen. Aber auch auf nassen Steinen packt die Sohle voll zu.Aber auch beim Thema Stabilität kann der Inov-8 Roclite 243 durchweg punkten. Hatte Björn beim Auspacken noch Bedenken, ob der Schuh ihm ausreichend Stabilität bieten würde, waren diese spätestens nach dem 2. Lauf verflogen.

Fazit:
Wie oben schon geschrieben, setzt der Roclite 243 bei uns neue Maßstäbe beim Thema Grip. Würden wir eine Bestenliste führen, wäre der Roclite 243 mit Sicherheit auf den oberen Plätzen. Gerade weil er auch ideal für große und schwere Läufer geeignet ist und so auch dieser Läufertyp in den Genuss eines minimalistischen Schuhs kommt. Für längere Touren im alpinen Gelände ist er allerdings nicht geeignet, da hier einfach die Protektion fehlt.

2017-03-24T07:30:24+00:0017.07.2014|

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