Testbericht: Hoka OneOne Speedgoat

Der Hoka SpeedGoat ist ein gleichzeitig agiler und bequemer Trailschuh. Gerade für lange Läufe ist er durch seine gute Dämpfung zu empfehlen. Für sehr technische/alpine Trails allerdings kann Manishe den Schuh nicht empfehlen, denn die Tatsache, dass man den Boden kaum spürt, wird genau da zum Problem. Man bekommt doch wenig Feedback vom Boden und die Gefahr umzuknicken, ist da einfach zu hoch.

Hoka OneOne SpeedgoatTestbericht: Hoka OneOne Speedgoat

Hersteller: Hoka OneOne
Modell: Speedgoat
Sprengung: 5 mm
Gewicht: 274  g (EU 42)
Damengröße: EU 36 – 44  
Herrengröße: EU 40 – 49 1/3
UVP: 130,00 €
Testdauer: 6 Wochen (ca. 60 km)
Tester: Manishe

Erster Eindruck und Verarbeitung
Es ist der zweite Hoka, den Manishe testen darf, und so ist sie nicht mehr so voreingenommen wie beim ersten Test (Challenger ATR). Ganz im Gegenteil. Sie freute sich darauf, wurde sie beim letzten Test doch positiv überrascht.

Der SpeedGoat fällt zunächst, wie alle Hoka Modelle, durch seine dicke Sohle auf. Dafür, dass er doch eher klobig aussieht, ist er überraschend leicht und die Sohle flexibel. Die Verarbeitung ist absolut hochwertig, die Farben sind auffällig grell. Wirklich schön sieht der Schuh nicht aus, aber es kommt ja auf die inneren Werte an…

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Passform und Schnürung
Manishe musste sich, wie bei den vorherigen Hokas, erst einmal an den hohen Stand gewöhnen, dies tut aber der Passform keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: der Schuh ist sehr bequem und weich, das Material leicht, so dass nichts reibt oder drückt. Achtung: die Zehenbox ist im Vergleich zum sonstigen Schnitt des Schuhs eher schmal. Die Schnürung ist herkömmlich und auch ohne gesonderte Senkeltasche. Sie hielt aber auch bei langen Läufen zuverlässig.

Laufeigenschaften
Manishe war schon bei den ersten Kilometern erstaunt, wie dynamisch und lauffreudig der Schuh ist. Und vor allem spürt man den Untergrund nicht. Die Sohle verhindert, dass sich Steine, Wurzeln oder ähnliches bemerkbar machen. Man kann einfach über jeden Untergrund hinweg laufen.

Dämpfung und Protektion
Die durchgehend großzügige Dämpfung ist gerade auf langen Läufen angenehm, da die Stöße gut abgefedert werden und sich der Untergrund nicht bemerkbar macht. So kann man mit dem Hoka auch Passagen auf härterem Boden gut meistern. Der SpeedGoat hat keinen gesonderten Zehenschutz, die Zehenkappe ist aber relativ stabil, so dass die Zehen einigermaßen vor Steinen/Wurzeln geschützt sind. Auf längeren steinigen Passagen allerdings kann es dann doch schmerzhaft werden, da wäre ein zusätzlicher Zehenschutz notwendig.

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Grip und Stabilität
Der Hoka hat eine Vibramsohle und liefert somit auch guten Grip. Selbst bei nassem Stein hält die Sohle ziemlich gut. Einzig auf schlammigem Untergrund kommt man gelegentlich ins Rutschen, dafür sind die Stollen zu wenig ausgeprägt.

Hoka OneOne SpeedgoatDer Punkt Stabilität ist der einzige, bei dem es etwas auszusetzen gibt: durch den hohen Stand kommt man doch ab und zu ins Wanken und vor allem, wenn man dann umknickt, ist es schmerzhafter als bei flacheren Sohlen. Sehr unebene und kurvige
Strecken können so problematisch werden.

Fazit
Der Hoka SpeedGoat ist ein gleichzeitig agiler und bequemer Trailschuh. Gerade für lange Läufe ist er durch seine gute Dämpfung zu empfehlen. Für sehr technische/alpine Trails allerdings kann Manishe den Schuh nicht empfehlen, denn die Tatsache, dass man den Boden kaum spürt, wird genau da zum Problem. Man bekommt doch wenig Feedback vom Boden und die Gefahr umzuknicken, ist da einfach zu hoch.

2017-03-24T07:28:54+00:00