Testbericht: Garmin Fenix3

Die fēnix®3 ist eine sehr gut funktionierende Multisportuhr mit Smartwatch Funktionen die absolut alltagstauglich ist. Sie läuft stabiler als ihr Vorgänger. Im Test gab es keinerlei Probleme oder Abstürze. Gerade das farbige Display zusammen mit der Installationsmöglichkeit von APPs ermöglicht jedem, sich seine Uhr nach seinen Wünschen anzupassen.

Garmin Fenix3Testbericht: Garmin Fenix3

Hersteller: GARMIN
Modell: Fenix3
Geräteabmessungen: 51 x 51 x 16 mm
Anzeigeart: 218 x 218 Pixel, transflektives MIP-Farbdisplay
Gewicht: 82 g
Batterie: Lithium-Ionen-Akku mit 300 mAh
Betriebsdauer: 50 Stunden im UltraTrac-Modus, 20 Stunden im Trainingsmodus, 6 Wochen im Uhrmodus
UVP: 449€ (ohne Brustgurt)
Testdauer: ca. 8 Wochen
Tester: Holger und Martin

Beschreibung des Herstellers
Die fēnix®3 kombiniert wahre Performance mit edlem Design. Anspruchsvolle Sportler müssen keine Kompromisse mehr eingehen. Die fēnix 3 ist nicht nur eine hochmoderne GPS-Multisportuhr. Sie ist auch gleichzeitig eine Smartwatch, Activity Tracker und Navigationsgerät. Dank Farbdisplay und edlem Design macht sie jederzeit eine gute Figur – ganz gleich ob beim Laufen, am Berg oder im Büro. Die fēnix® 3 kennt keine Grenzen. Gehe auch du über deine Grenzen hinaus!

Garmin Fenix3 Garmin Fenix3 Garmin Fenix3 Garmin Fenix3 Garmin Fenix3

Erster Eindruck und Verarbeitung
Garmin ist für gute robuste und qualitative Geräte bekannt. Und das beweist uns wieder der Hersteller mit der fēnix®3. Edel, aber immer noch outdoor-tauglich verarbeitet, in 2 verschiedenen Ausführungen ist die neue Garmin fēnix®3 zu haben. Die fünf Bedienungknöpfe  reagieren nicht allzu empfindlich, man muss schon drücken. Dass die Uhr 2 mm schmaler ist als der Vorgänger, fällt nicht auf. Bei Läufern mit schmalen Armen wirkt die fenix3 aber nicht so klobig wie ihr Vorgänger Eine Uhr, die auch privat getragen werden kann, eine gute Figur macht und sich sehen lassen kann. Wer es etwas edler mag, greift zur Saphirglas-Variante, diese ist aber etwas schwerer.

Passform
Das Armband lässt sich durch seine vielen Stufen sehr gut an jeden Armdurchmesser anpassen und ist auch lang genug, um die Uhr auch über der Kleidung tragen zu können. Die Uhr sitzt im Alltag und und auch während der Aktivität angenehm auf der Haut.

Was kann sie alles
Die neue fēnix®3 ist eine völlig neue Uhr, denn sie ist eine Mischung aus der Sport/Triathlenreihe der Forerunner-Serie, einer Outdoor-Uhr und einer Smartwatch mit Aktivitätstracker. Also eine völlig neue Multi-Sportuhr.

Neu ist der Aktivitätstracker, mit dem die Schritte gezählt werden, aber auch Aktivitäts-, Ruhe- und Schlafzeiten ermittelt werden können. Es gibt noch weitere neue Funktionen, wie die Smartwatch-Funktion. Also Emails, SMS usw. können auf der Uhr angezeigt werden. Die neue fēnix®3 verfügt über eine WLAN-Schnittstelle, die das Daten-Update beschleunigt. D. h., wenn die Uhr mit dem eigenen WLAN verbunden ist, werden die Daten sofort übertragen und damit auch gleich in der Garmin-App und auf Garmin Connect sichtbar.

Über Garmin Connect IQ können weiter APPs wie Uhrendesigns, Datengrafiken und Felder heruntergeladen und auf der Uhr installiert werden. So kann man sich seine Uhr vom Anzeigendesign her selber anpassen. Die Auswahl an APPs wird täglich größer und wer Lust und Zeit hat und über etwas Programmierkenntnisse verfügt, kann auch eigene APPs erstellen.

Das neue Farbdisplay hat an Größe  zugelegt und ist mit einer Auflösung von 218 x 218 Pixel ausgestattet, die ein gutes Ablesen bei allen Lichtverhältnissen ermöglicht.

Für uns Trailläufer ist die neue GPS-Antenne interessant. Die EXO-Antenne ist ein leistungsfähiger Satellitenempfänger, der vollständig in die Lünette aus Edelstahl integriert ist. Die EXO-Antenne funktioniert wie eine starke Ringantenne sowohl für GPS- als auch für GLONASS-Signale.

Die fēnix®3 ist bis zu einer Tiefe von 100 Metern wasserfest und kann somit für Tauchgänge und beim Schwimmtraining getragen werden. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit des Live-Trackings, wenn die Uhr mit dem Smartphone verbunden ist.

Wie auch schon bei der fenix 1 und 2 sind für uns Trampelpfadläufer sicherlich   diese Funktionen wichtiger:

  • Distanz
  • Höhenmeter
  • Navigation (Back-to-Start-Funktion)
  • Und eventuell die Kompassfunktion für Orientierungsläufe.

Die Distanz wird über den GPS-Empfänger gemessen, der Garmin-typisch tadellos funktioniert. Das GPS wird bei der fēnix®3 durch den Glonass-Empfang ergänzt. Damit wird eine schnellere Satellitenerfassung und höhere Genauigkeit in anspruchsvollem Gelände aufgebaut. Standardeinstellung ist ein “intelligenter”  Datenaufzeichnungs-Intervall, diesen sollten man auf eine Sekunde einstellen, damit die Aufzeichnung noch genauer wird. Der Höhenmesser funktioniert über den Luftdruck (barometrisch) und kalibriert sich automatisch über GPS bzw. kann manuell kalibriert werden.

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Navigieren
Bei der Navigation-Funktion können entweder bereits erstellte oder alte Aktivitäten aus Garmin Connect an die Uhr übertragen werden oder direkt GPX Datei auf der Uhr gespeichert werden. Dazu muss die Uhr an den PC angeschlossen werden und als Massenspeicher eingestellt sein (Einstellungen > System > USB). Den Track dann als GPX-Datei direkt auf der Uhr, in den Ordner “Garmin > NEWFILES” speichern. Sollte der Ordner nicht sichtbar sein, muss am PC die Einstellung geändert werden, dass auch ausgeblendete Ordner angezeigt werden sollen.

Der Nachteil bei der Navigation ist, dass sonst keine weiteren Wege oder eine Karte angezeigt werden. Im Navigationsmodus werden auf der Kartenansicht der Track in schwarz und meine zurückgelegte Strecke in grün sowie Wegpunkte angezeigt. Eine Darstellung des Höhenprofils des Tracks während der Navigation ist leider noch nicht möglich, aber wir glauben, dass bestimmt einer der User bald eine entsprechende Funktion in den APP-Store einstellt.

Während der Navigation, auf der Kartenansicht,  kann man durch etwas längeres Drücken der “UP”-Taste die Funktion “Zoomen/Verschieben” aufrufen und so an Kreuzungen näher reinzoomen. Nach Drücken der “Back” Taste zoomt die Uhr nach kurzer Zeit wieder auf das Zoom-Skalierung 300 m.

Was uns sehr gut gefällt, ist, dass man beim Verlassen des Tracks durch ein akustisches Signal sowie dem Vibrieren der Uhr, darauf hingewiesen wird. Gleiches gilt, wenn man wieder auf dem Track ist.

Schwimmen
Bei der Schwimmfunktion kann man zwischen Schwimmbad und Freiwasser wählen. Bei der Schwimmbadvariante wählt man danach die Poollänge; die Bahnen und somit die Distanz werden zuverlässig gezählt. Die Poollänge kann auch selbst definiert werden. Der  eingebaute Bewegungssensor erkennt auch die Schwimmart sowie die Züge.

Intervall-Training
Wer Intervall-Training machen möchte, kann an der Uhr direkt die Intervalllänge, die Pausenzeit sowie die Anzahl der Intervalle eingeben. Nach der Aufwärmphase drückt man die “Back”-Taste und startet das Training. Beim Erreichen des Intervalls piepst und vibriert die Uhr und signalisiert einem so merklich das Ende des Intervalls und startet dann automatisch die Pausenzeit. 5 Sekunden vor Ende der Pause piepst die Uhr jede Sekunde und signalisiert einem so, dass man sich wieder startbereit machen soll. Nach Ablauf der Pausenzeit piepst und vibriert die Uhr erneut und startet selbstständig das nächste Intervall.

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Sonstige Trainings
Über Garmin Connect kann man alle möglichen Arten von Training zusammenstellen und auf die Uhr übertragen. Auch reine Zeitintervalle für z. B. Krafttraining können so programmiert werden. Die Signalfunktionen wie Countdown und Vibrieren sind immer gleich.

Gegen Aktivität antreten
Wer sich verbessern möchte oder ein Motivationsproblem hat, kann gegen seine alte Aktivität oder eine neue Programmierte antreten. Der virtuelle Partner wird angezeigt und man sieht, ob man Vorsprung hat oder zurückhängt.

Karte
Die fēnix®3 hat keine Karte und es können auch keine Karten installiert werden. Bei der fēnix®2 war zumindest eine Basiskarte installiert, die aber nur Grenzen und Großstädte angezeigt hat. Gerade im Grenzgebiet, wo Holger läuft, war dies störend, da man auf den ersten Blick die Grenze nicht vom Track unterscheiden konnte.

Bedienbarkeit
Die Bedienbarkeit erfolgt über fünf seitliche Tasten, die sich während des Laufens sehr gut bedienen lassen. Die Sensibilität der Tasten ist so, dass ein versehentliches Drücken nicht passieren kann, man aber auch nicht zuviel Kraft aufwenden muss, um die fēnix®3 zu bedienen. Die Tastenbelegung ist gut und eindeutig gewählt und die Menüführung ist selbsterklärend und für jemanden, der Garminuhren kennt, fast nichts Neues.

Anpassbarkeit
Wie schon bei den anderen Garminuhren kann man auch die fēnix®3 auf seine Wünsche anpassen. Man kann bei allen Funktionen (Laufen, Trailrunning, Schwimmen, Radfahren usw.) die Standardprofile wählen, diese ändern oder neue Profile anlegen. In jedem Profil hat man die Möglichkeit, sich die 10 Datenseiten selber zusammenzustellen und diese Einstellung fest abzuspeichern. Datenseiten können auch einfach ausgeblendet werden, man muss also nicht alle 10 Datenseiten nutzen. Auch kann man bei jeder Aktivität die Einstellungen für Autopause, Alarme, automatisches Umschalten der Datenseiten usw. einstellen.

Beispiel:
Beim Radfahren lässt man sich Distanz, Geschwindigkeit und Herzfrequenz jeweils auf einer Datenseite anzeigen. Somit sind die Zahlen groß genug, um diese während des Fahrens am Lenker abzulesen, wenn man dann noch die automatische Umschaltfunktion aktiviert, braucht man die Uhr während der Fahrt nicht zu bedienen. Die Programmierung der Aktivitäten erfolgt sehr einfach, direkt an der Uhr.

Ablesbarkeit
Die Ablesbarkeit ist sehr gut bei allen Lichtverhältnissen und hat sich im Gegensatz zur Tactix und fēnix®2 deutlich verbessert. Die zusätzlich farbige Darstellung erhöht diese nochmals.

Akkulaufzeit
Wie lange die Akkulaufzeit beträgt, hängt von den genutzten Funktionen und Sensoren der Uhr ab. Trotz des größeren Displays hat die Uhr nach wie vor 16 Std. Akkulaufzeit im normalen GPS-Modus und bis zu 50 Std. im Ultra-Track-Modus.  Zwar konnten wir das noch nicht an einem Stück testen, aber die Werte müssten so in etwa stimmen. Geladen wird die Uhr, wie die Vorgänger auch, über eine spezielle Garmin-Vorrichtung, entweder am PC oder an der Steckdose.

Kinderkrankheiten
Bis jetzt keine bekannt. Die Updates sollten regelmäßig installieren werden.

Alltagstauglichkeit
Durch die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, sich die Uhrzeit darstellen zu lassen, egal ob digital oder analog, mit weißen oder schwarzem Hintergrund oder farblich Akzenten macht die Uhr auch optisch viel her. Bei Garmin IQ Connect gibt es viele weitere Uhrendesigns zum Download. Auch lässt sich das Uhrenband mit dem mitgelieferten Werkzeug einfach tauschen. Im Internet haben wir schon viele tolle Uhrenarmbänder gefunden.

Fazit
Die fēnix®3 ist eine sehr gut funktionierende Multisportuhr mit Smartwatch Funktionen die absolut alltagstauglich ist. Sie läuft stabiler als ihr Vorgänger. Im Test gab es keinerlei Probleme oder Abstürze. Gerade das farbige Display zusammen mit der Installationsmöglichkeit von APPs ermöglicht jedem, sich seine Uhr nach seinen Wünschen anzupassen.

2017-03-24T07:29:10+00:00