Testbericht: Garmin Fenix2

Garmin Fenix2Testbericht: Garmin Fenix 2

Hersteller: GARMIN (www.garmin.de)
Modell: Fenix 2
Geräteabmessungen: 4,9 x 4,9 x 1,7 cm
Anzeigeart: Transflektives Monochrom-LCD (im Negativmodus schwarz)
Gewicht: 85g
Batterie: Lithium-Ionen-Akku
Tester: Martin / Holger

Produktbeschreibung
Die fēnix 2 kombiniert die besten Funktionen unserer Fitness- und Outdoor-Uhren. Sie ist ein idealer Multisport-Trainingspartner und ein tolles Outdoor-Navigationsgerät. Laufen, Radfahren, Bergsteigen, Skifahren, Schwimmen – die fēnix 2 eignet sich für alles. Wechselt ganz einfach zwischen den Profilen, die für die jeweilige Aktivität optimiert sind. Zusätzlich gibt es die Erholungsratgeber und TrackBack Funktionen.

Lieferumfang
Uhr, USB Ladeschale mit Netzstecker, Pulsgurt

Erster Eindruck und Verarbeitung
Eine schöne robuste Uhr, komplett in Schwarz mit einem dunklen Display. Sie macht einen hochwertigen Eindruck. Allerdings stellen wir beim Einschalten der Uhr fest, dass  das Display nicht so gut lesbar ist wie bei der Fenix 1. Es spiegelt viel stärker und vor allem unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen sind die Zahlen nicht so gut lesbar.

Passform
Das Armband lässt sich durch seine vielen Stufen sehr gut an jeden Arm und auf Oberteilen bzw. Jacken anpassen. Das Armband ist ein Silikonband und sitzt sehr angenehm auf der Haut. Bei Läufern mit schmalen Armen wirkt die Uhr etwas klobig am Arm.

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Was kann sie alles
Die Fenix 2  basiert auf der bekannten Fenix und bietet zusätzlich noch ein paar kleinere Features, die nicht unbedingt notwendig sind, wie z. B. die Fitnessfunktion „Erholungsratgeber“. Für alle, die Herzfrequenzgesteuert trainieren, ist das sicherlich eine interessante Funktion, aber im Trailrunningsbereich eigentlich überflüssig, so auch die Jumpmaster Funktion, die kaum benutzt wird, und die Temperaturanzeige, die ohne den zusätzlichen Temperatursensor wenig Sinn macht, da die Temperatur durch den Läufer beeinflusst wird. Die Fenix 2 ist weiterhin bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserfest und kann somit für Tauchgänge und beim Schwimmtraining getragen werden.

Für uns Trampelpfadläufer sind sicherlich diese Funktionen wichtiger:
Distanz
Höhenmeter
Navigation (TrackBack Funktion)
Und eventuell die Kompassfunktion für Orientierungsläufe.

Die Distanz wird über den GPS-Empfänger gemessen, der Garmin-typisch tadellos funktioniert. Standardeinstellung ist ein “Intelligenter”  Datenaufzeichnungs-Intervall, diesen sollten man auf eine Sekunde einstellen, damit die Aufzeichnung noch genauer wird. Im Freien wird die Verbindung zum Satelliten schnell aufgebaut. Der Höhenmesser funktioniert über den Luftdruck (barometrisch) und kalibriert sich automatisch über GPS bzw. kann manuell kalibriert werden.

Garmin Fenix2Navigieren
Man kann direkt auf der Uhr Routenpunkte eingeben und sich navigieren lassen. Wir haben uns aber beim Test dafür entschieden, lieber eine Strecke auf dem PC zu planen und diese dann abzulaufen. Die Übertragung geht kinderleicht, da die Uhr als “Massenspeicher” erkannt wird, kann man den Track direkt im Verzeichnis ablegen und auf der Uhr aufrufen. Die Verarbeitung des Tracks auf der Uhr dauert je nach Größe bis zu einer Minute. Danach wird der Track auf der Uhr als gestrichelte Linie dargestellt. Zwei “Peilstriche” zeigen an, welchen Weg man nehmen muss. Dazu muss man die Uhr aber kurz ruhig vor sich halten. Man kann in dieser Ansicht rein- und rauszoomen und die Karte verschieben.

Schwimmen
Bei der Schwimmfunktion kann man zwischen Indoor und Outdoor wählen. Bei der Indoorvariante wählt man danach die Poollänge und die Bahnen und somit die Distanz werden zuverlässig gezählt. Dies ermöglicht der eingebaute Bewegungssensor. Auch werden die Schwimmstile erkannt.

Intervall-Training
Wer Intervall-Training machen möchte, kann an der Uhr direkt die Intervalllänge, die Pausenzeit sowie die Anzahl der Intervalle eingeben. Nach der Aufwärmphase drückt man die “Back” Taste und startet das Training. Nach dem Erreichen des Intervalls vibriert die Uhr und signalisiert einem so merklich das Ende. Nach Ablauf der Pausenzeit vibriert die Uhr erneut und startet automatisch das nächste Intervall. Man startet die Uhr also nur einmal am Anfang und ab dann läuft das Programm automatisch bis zum Ende durch.

Karte
Die Fenix 2 kommt mit einer s. g. Basiskarte. Basiskarte bedeutet, dass Ländergrenzen und Großstädte angezeigt werden. Das bringt also nicht wirklich einen Vorteil. Ansonsten funktioniert das Ablaufen eines Tracks sehr gut und wesentlich genauer als bei der alten Forerunner.

Bedienbarkeit
Die Bedienbarkeit erfolgt über fünf seitliche Tasten, die sich während des Laufens sehr gut bedienen lassen. Sie sind aber nicht so sensibel, dass man aus Versehen etwas verstellen kann. Eine Tastensperre ist möglich, aber absolut nicht notwendig. Die Tastenbelegung ist gut und eindeutig gewählt. Licht an/aus ist oben links, rauf/runter blättern ist rechts. Die Menüführung ist selbsterklärend und für jemanden, der Garminuhren kennt, fast nichts Neues.

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Anpassbarkeit
Wie schon bei den anderen Garminuhren kann man auch die Fenix 2 auf seine Wünsche anpassen. Man kann bei allen Funktionen (Laufen, Trailrunning, Schwimmen, Radfahren usw.) die Standardprofile wählen, diese ändern oder neue Profile anlegen. In jedem Profil hat man die Möglichkeit, sich die Datenseiten selber zusammenzustellen und diese Einstellung fest abzuspeichern. Dies muss direkt an der Uhr gemacht werden und kann nicht über den PC erfolgen. Um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen, ist es empfehlenswert, sich immer nur zwei Datensätze (z. B. An- und Abstieg oder Distanz und Pace) anzeigen zu lassen.

Ablesbarkeit
Die Einstellung der hellen Ziffern auf dunklem Hintergrund lässt sich nicht ändern. Die Ablesbarkeit des Displays ist unter schwierigen Lichtverhältnissen schlecht. Im Dunkeln ist das Display Rot unterlegt. Dadurch ist die Ablesbarkeit bei Dunkelheit viel angenehmer als bei der Fenix 1.

Akkulaufzeit
Wie lange die Akkulaufzeit beträgt, hängt von den genutzten Funktionen und Sensoren der Uhr ab. Im reinen Uhrmodus kann sie laut Hersteller bis zu 6 Wochen funktionieren. Im GPS Modus und mit Herzfrequenzsenor hat die Akkulaufzeit nur knapp 12 Std. ausgereicht. Es gibt aber auch Aussagen von teilweise bis zu 15 Std. Im Ultra-track Modus soll der Akku teilweise bis zu 52 Std. halten. Leider war uns das nicht möglich zu ermitteln.

Kinderkrankheiten
Am Anfang hatten wir mit einem Modell immer wieder Probleme, allerdings waren diese, nachdem wir sie durch Garmin haben überprüfen lassen, weg. Auch sollte man regelmäßig die Updates installieren.

Fazit
Fenix 2 ist eine sehr gut funktionierende Multisportuhr.Wer viel verschiedene Sportarten ausübt, wird mit der Fenix 2 sehr viel Spaß haben. Die Navigation sowie Trackback-Anwendung funktionieren sehr gut, auch wenn das Display etwas klein ist. Wir haben uns Tracks sowohl im Ausland sowie in Deutschland auf die Uhr übertragen und konnten diese ohne uns zu verlaufen ablaufen. Einziger Nachteil ist die Ablesbarkeit der Ziffern.

2017-03-24T07:30:55+00:00