Testbericht: Garmin eTrex Touch 35

Wer das eTrex ausschließlich zum Trailrunning benutzt, findet vermutlich günstigere Alternativen mit ähnlicher Funktionalität bzw. kann genausogut auf ein Smartphone zurückgreifen. Was für das eTrex spricht, ist die Robustheit (das Gerät ist auch wasserdicht nach IPx7) und die kompakte Bauweise. Einen Sturz aus Hüfthöhe sollte das Navi locker überstehen. Der Preis erscheint aber insbesondere mit Hinblick auf das Display, das einfach nicht mehr State-of-the-Art ist, relativ hoch zu sein.

Garmin eTrex Touch 35Testbericht: Garmin eTrex Touch 35

Hersteller: GARMIN
Modell: eTrex Touch 35
Geräteabmessungen: 5,8 x 10,2 x 3,3 cm
Anzeigeart: 160 x 240 Pixel, TFT-Display
Gewicht: 159 g (mit 2 AA-Batterien, nicht im Lieferumfang enthalten)
Betriebsdauer: Bis zu 16 Stunden
UVP: 299,00 €
Testdauer: ca. 4 Wochen
Tester: Christian R.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Das etrex Touch 35 ist für Outdoor-Aktivitäten konzipiert, was man ihm sofort anmerkt. Es wirkt sehr robust und solide verarbeitet. Das Navi liegt super in Hand. Die Größe erscheint ideal und die leicht gummierte Oberfläche des Gehäuses verhindert, dass einem das Gerät aus der Hand rutschen kann.

Natürlich möchte man das Gerät sofort in Betrieb nehmen, doch leider muss man sich erst mal auf die Suche nach zwei AA-Batterien machen, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Für den doch recht hohen Preis des Geräts hätte Garmin eigentlich schon welche dazupacken können. Nachdem das Gerät gebootet hat, stellt sich die erste Ernüchterung ein. Während moderne Smartphones mit immer noch höheren Auflösungen auftrumpfen, blickt man beim eTrex auf eine sehr pixelige Benutzeroberfläche.

Das eTrex besitzt nur einen Knopf zum Ein-/Ausschalten bzw. Aufwecken des Geräts, alle anderen Funktionen werden über den Touchscreen bedient. Die Benutzerführung wirkt dabei durchdacht, womit die Grundfunktionen, wie das Navigieren auf der Karte, auch ohne Zuhilfenahme einer Anleitung einfach zu bedienen sind.

Funktionalität
Das eTrex ist natürlich nicht speziell für Trailrunner ausgelegt, sondern richtet sich an ein breites Zielpublikum. Was sich hinter Widgets wie Angeln oder Jagen verbirgt, wurde hier nicht getestet. Die wesentlichen Funktionen, die Trailrunner benötigen, verbergen sich hinter dem Wandern-Widget. Neben der Track-Aufzeichnung und der Navigation auf der Karte sind hier alle weiteren relevanten Funktionen zu finden. Mit einfacher Wischgeste wechselt man zwischen den Ansichten und hat somit immer schnellen Zugang zu allen benötigten Daten. Zwar spricht der Touchscreen relativ gut an, doch während des Laufens wäre eine Bedienung mittels Knöpfen oft einfacher bzw. zuverlässiger, insbesondere mit verschwitzten Händen.

Für unseren Tester ist die Kernfunktionalität eines Handheld-Navis gegenüber einer GPS-Uhr die Kartendarstellung/-navigation. Bei einer Auflösung von gerade mal 160 x 240 Punkten stößt die aber recht schnell an ihre Grenzen. Die Schrift ist pixelig und winzig und zoomt man weit in die Karte, sieht man nur einen sehr kleinen Ausschnitt.

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Karten
Das mitgelieferte Kartenmaterial (TopoActive Europe) bietet einen guten Einstieg. Die meisten Forst- und Feldwege im Revier unseres Testers waren auf den Karten verzeichnet. Singletrails, die man z.B. größtenteils auf OSM-Karten findet, fehlen allerdings. Im Test in unbekanntem Terrain in den Alpen musste unser Tester mehrmals auf Karten seines Smartphones ausweichen. Im Garmin-Shop lassen sich aber unzählige Karten (kostenpflichtig) nachladen.

Garmin eTrex Touch 35GPS-Funktionalität
Das GPS-Signal wird relativ schnell erfasst. Unser Tester hatte nie Probleme mit dem Empfang, auch in nicht in dichten Wäldern.

Fazit
Wer das eTrex ausschließlich zum Trailrunning benutzt, findet vermutlich günstigere Alternativen mit ähnlicher Funktionalität bzw. kann genausogut auf ein Smartphone zurückgreifen. Was für das eTrex spricht, ist die Robustheit (das Gerät ist auch wasserdicht nach IPx7) und die kompakte Bauweise. Einen Sturz aus Hüfthöhe sollte das Navi locker überstehen. Der Preis erscheint aber insbesondere mit Hinblick auf das Display, das einfach nicht mehr State-of-the-Art ist, relativ hoch zu sein.

2017-10-10T09:29:11+00:00