Altra Running Lone Peak 2.0

Hersteller: Altra (www.altrarunning.com)
Modell: Lone Peak 2.0
Sprengung: 0 mm
Gewicht: 316 g (UK 8)
Damengröße: EU 36,5 – 44
Herrengröße: EU 40 – 48,5
UVP: 129,00 €
Testdauer: 3 Wochen (ca. 40 km)
Testerin: Steffi Hegenberg

Kurze Beschreibung:Altra Lone Peak 2.0
Mit dem LonePeak 2.0 bringt Altra den Nachfolger vom Lone Peak 1.5. Die Sandwiched StoneGuard soll nun Durchstiche vermeiden, was beim 1.5 schon mal vorkam. Mit der TrailClaw Außensohle verspricht Altra Grip auf jedem Untergrund und in Verbindung mit der breiten Zehenbox Freiheit beim Lauf in der Wildnis.

Erster Eindruck und Verarbeitung:
Ich war schon sehr gespannt auf den Altra Running Lone Peak 2.0. Beim Auspacken war ich zunächst etwas erschrocken – der Schuh hat doch eine recht interessante Form, sieht ziemlich breit aus und wirkt etwas steif. Auf der Sohle des Schuhes befindet sich leichtes Profil aus Gummi. Das Obermaterial besteht aus einem schnelltrocknenden Mesh und ist in meiner Variante farblich in Mausgrau gehalten mit ein paar farblichen Elementen. Der Schuh macht von der Verarbeitung her einen guten Gesamteindruck. Auch bei diesem Modell befindet sich hinten eine Art Spoiler, er ist für das Laufen im sandigen Boden gedacht, um das Einsinken etwas zu minimieren. Weiterhin befindet sich hinten eine Klettverschlusslasche zur Befestigung von Gamaschen (Altra Trail Gaiter).

Passform und Schnürung:
Der Lone Peak 2.0 ist recht gut gepolstert und im Zehenbereich sehr weit geschnitten. Man hat also mehr als ausreichend Platz, was für mich als Läuferin mit schmaleren Füßen bedeutet, dass ich den Schuh sehr eng schnüren musste, damit ich einigermaßen Halt hatte. Dies hat aber rein vom Gefühl her nicht großartig gestört, da die Zunge ganz gut gepolstert ist. Die Größe des Schuhs fällt normal aus.

Laufeigenschaften:
Was den ersten Lauf betrifft, kam ich mir bei den ersten Metern noch etwas unbeholfen vor. Dafür, dass der Schuh 0 mm Sprengung hat, hatte ich doch das Gefühl, relativ viel Schuh am Fuß zu haben. Die ersten km gingen erstmal über Asphalt, hier läuft sich der Lone Peak 2.0 erstaunlich gut. Dann ging es in den Wald und auch auf Forstwegen und mehr oder weniger anspruchsvollen Trails (in dem Fall allerdings trocken) lässt sich der Lone Peak 2.0 zunächst ganz gut laufen. Dennoch hatte ich bei dem Lone Peak immer das Gefühl, nicht so flexibel zu laufen wie mit diversen anderen Trailschuhen.

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Dämpfung und Protektion:
Der Lone Peak ist sehr stabil und gut gedämpft. Mir hat sich zwischendrin nur die Frage gestellt, will man überhaupt soviel Dämpfung, wenn man einen Schuh mit 0 mm Drop läuft!? Ich persönlich hab es dann lieber etwas minimalistischer und direkten Bodenkontakt. Die Protektion funktioniert durch die zwischengelagerte Sandwiched StoneGuard Sohle, die extra für den Schutz vor spitzen Steinchen und anderen Unwegsamkeiten konzipiert ist, bei mir sehr gut.

Grip und Stabilität:
Hat der Lone Peak 2.0 auf trockenem Gelände noch ganz guten Grip, so konnte er mich auf nassem Untergrund leider nicht überzeugen und das sowohl auf Asphalt als auch auf (unwegsamem) Gelände. Der Schuh war im vorderen Bereich sehr rutschig.

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Fazit:
Im Großen und Ganzen ein guter Schuh, der besonders Läufer mit breitem Fuß sehr gut gefallen dürfte. Für Forstwege und nicht allzu anspruchsvolles Gelände durchaus empfehlenswert, bei nassen Untergründen sollte man jedoch vorsichtig sein. Darüber hinaus ist der Lone Peak 2.0 sicherlich auch ein guter Einstiegsschuh ins “Natural running”, da er trotz 0 mm drop doch recht bequem und gut gedämpft ist. Mich persönlich hat er nicht ganz überzeugen können, da mir die Flexibiltät beim Laufen gefehlt hat und er mir bei meinem schmalen Fuß viel zu breit und klobig war.

2017-03-24T07:30:00+00:00