RedBull X-Alps 2015 mit LED LENSER und Leatherman

Bei hitzigen Temperaturen trafen sich die ersen acht Gewinner (die anderen 9 sind schon seid gestern in Action) teilweise staugeplagt im Gasthof Hinterbrühl in Salzburg. Und ab da sollte das Motto lauten: alles ganz entspannt! So lautete nämlich die erste Ansage unserer beiden Betreuer Lutz und Andre von LED LENSER. Wir durften bzw. mussten laut klarer Ansage etwas essen, denn es sollte heue in der Tat noch sportlich werden bzw. feucht fröhlich. Aha. Nach dem Essen gings ab in den Bus und es folgte das erste Highlight.

RedBull X-Alps 2015RedBull X-Alps 2015 mit LED LENSER und Leatherman
von Klaus

Tag 1:

Erstes Zusammentreffen erfolgreich gemeistert
Bei hitzigen Temperaturen trafen sich die ersen acht Gewinner (die anderen 9 sind schon seid gestern in Action) teilweise staugeplagt im Gasthof Hinterbrühl in Salzburg. Und ab da sollte das Motto lauten: alles ganz entspannt! So lautete nämlich die erste Ansage unserer beiden Betreuer Lutz und Andre von LED LENSER. Wir durften bzw. mussten laut klarer Ansage etwas essen, denn es sollte heue in der Tat noch sportlich werden bzw. feucht fröhlich. Aha. Nach dem Essen gings ab in den Bus und es folgte das erste Highlight. Geschenke. Ein ganzer Rucksack voll Geschenke. Aber diese Geschenke gabs auch mit Hintergrund, denn ein Teil der Ausrüstung wird noch zu brauchen sein, aber das war auch wieder das Einzige, was sich Andre entlocken ließ. Alles bleibt weiterhin eine Überraschung. Immerhin brauchen wir uns um nichts zu kümmern und die Busfahrt liess schon mal keine Wünsche offen. So fahren wir nun durch eine herrliche Landschaft Richtung Lofer. Unser Team 1 war ja heute schon beim Höhlenwandern und sie werden bestimmt einiges zu berichten haben, wenn wir sie gleich treffen werden. Ich hab mir sagen lassen, dass es hier auch einen sehr schönen Fluß gibt. Sollte das die erste Aktivität werden: Fischen? xtreme Fluß – walking? Mein Team 2 scheint schon mal sehr sportlich zu sein. Hier wechseln die ersten Kletter – und Strongman Geschichten die Ohren und alle blicken erwartungsfroh auf die schöne Szenerie.
Der Anfang war schon mal gemacht, die Stimmung ist prächtig und die Ausrüstung passt. Es kann losgehen.

Feuchtfröhlich? Eher “wie geil is das denn?
Also Freunde, Schlauchbootfahren war gestern. Heute raftet man. Jetzt ist es raus. Der erste Programmpunkt war endlich bekannt gegeben worden. Wir sollten eben schon Schlauchbootfahren, aber auf einem wild gewordenem Gewässer, der Salzach. Zwar laut der Instruktoren und Leiter der Boote nicht bis zur Donau, aber immerhin 8 km wieder zurück Richtung Salzburg. In drei Boote wurden wir, voll ausstaffiert wie die Navy Seals, aufgeteilt und erstmal gehörig eingewiesen und mit dem Element Wildwasser vertraut gemacht. Nach ersten Schwimm- und sich einfach treiben lassen Übungen im gefühlten 10 Grad kaltem Wasser, durften wir die ziemlich robusten Boote besteigen und ab gings ins Einsatzgebiet. Ziel war (so zumindest mein Eindruck) das bewusste Rammen von Felswänden, lustiges Kreisel drehen, “extreme gegnseitiges Niederspritzing” der anderen Boote sowie einfach einigermaßen gekonnt die sog. Katarakte also Stromschnellen des Wildwassers dritten Grades herunter zu kommen. Und war das ein Spass!

RedBull X-Alps 2015  RedBull X-Alps 2015

Auf der Hälfte der Strecke eroberten wir im Landgang eine Verpflegungsstelle und stürzten uns heldenhaft eine Klippe in einen herrlichen Gebirgswhirlpool hinunter. Letzteres nennt man auch Easy-Canyoning. So gestärkt ging es auf die zweite Hälfte der Etappe in der es nochmal galt, einem frechen Felsen zu zeigen, wer hier der Stärkere ist. Gut, wir haben dann doch nachgegeben und sind mit einer Kehrtwendung in die letzten Stromschnellen abgeglitten, die, so wurde uns berichtet, schon dazu führten, dass der eine oder andere über Bord ging. Alle Boote haben aber diese Prüfung aber grandios bestanden und landeten sicher am Zielort. Und das beste kommt noch für heute. Andre meinte auf der Fahrt zu unserem Hotel, dass wir uns gar nicht arg frisch machen bräuchten, denn heute Abend geht es noch mit den LED LENSER Lampen auf ein Nacht-Canyoning. Ahhhh. das heisst für mich auf jeden Fall, ganz viel Essen und ganz viel freuen, denn der easy Sprung gerade eben hat schon ziemlich getaugt.

Der zweite Streich
Was ihr schon immer über Wasserfälle wissen wolltet
Wasserfälle sind nass, meistens tief, stets sehr kalt und im Dunkeln sieht man nichts. Was also sollen wir, bitt schön, allen Ernstes in der Nacht dort verloren haben? Richtig, es gibt gute Lampen, professionelle Guides, eine sichere Ausrüstung samt Vollneopren, eine nette, homogene Gruppe und eine verrückte Idee. Schon ist sie da, eine nicht so schnell zu vergessene Nacht bei Vollmond im Heutal bei Unken. Night Canyoning nennt man das, was wir knappe drei Stunden betrieben, d.h. wir seilten uns im Wasserfall ab, sprangen forsch über Klippen in sog. Gumpen und rutschten mit unserem Popers und geschützt durch einen doppelten Neoprenboden Felsen hinunter. Was soll ich sagen, das war einfach magisch.

Während die anderen jetzt noch das Erlebte mit einem Absacker an der Hotelbar runterspielen, brauche ich erst mal ein paar Minuten, um diese Fülle der Eindrücke des heutigen Tages zu verdauen. Heute sagte schon sehr treffend ein Teilnehmer, dass er sonst im Urlaub zwei bis drei Tage benötige, um diesen Zustand des völligen Wegtretens aus der Arbeitswelt zu schaffen, hier dauerte es nicht einmal einen halben Tag. So, und in Ermangelung eigener Bilder (die werden morgen dann von Stefan hochgeladen) darf ich euch Lensi vorstellen (. Lensi wird ab jetzt mein treuer Begleiter für jedwede nächtlichen Verrücktheiten. Ein Maßstab wurde heute schon gesetzt.

Tag 2

RedBull X-Alps 2015Learning to fly

Salzburg von oben
Nach Sandra’s Frage im Zubringerbus zu unserem nächsten Einsatzort, was man denn so auf dem Gaisberg mache, konnte es keine Zweifel mehr geben. Wir würden quasi einen Mini Prolog für die Atlethen der Xalps durchführen, einen Tandemgleitschirmflug. Ich schaute in ungläubige, entrückte und teilweise voll freudiger Ängstlichkeit gezeichnete Gesichter. Was war das? Ja genau, wir sind ja nicht zum Spaß hier, sondern jeder Programmpunkt muß akribisch von uns abgearbeitet werden und diesmal springen wir eben mal so locker flockig den Gaisberg Richtung Salzburg hinunter. Wenn es weiter nichts ist. Der Engländer sagt, it’s a piece of cake.

Also, dann mal ran an die Schirme, rein in die Sicherung, her mit den Anweisungen (die zumindest in meinem Fall recht eindeutig ausfielen: lauf einfach um dein Leben, wenn ich schrei) und ehe ich es mir versah, hatte ich schon keinen Boden mehr unter meinen Füßen. Je nach Windrichtung starteten die drei Gruppen an unterschiedlichen Abhängen und sobald die Füße grundlos in der Luft wirbelten, hörte ich vergnügliches Gequicke wie Kindergeschrei am Spielplatz. Es war einfach herrlich und ich kann jetzt auch das Suchtpotential dieses Sports nachvollziehen. Wer weiß schon, was dieser 3.7 bei manch einer oder einem wackeren Fluganfänger in unserer Gruppe bereits bewirkte. Vielleicht können wir demnächst einen der unsrigen bei dieser Red Bull challenge anfeuern.

Und überhaupt diese Gruppe, was für ein Zusammenhalt und homogene Ausstrahlung. Ich finde es schön zu sehen, dass ausnahmslos keiner der Teilnehmer die Darbietungen als selbstverständlich wahrnimmt oder sogar rum nörgelt. Ganz im Gegenteil, hier herrscht pure Euphorie, Mitgefühl mit anderen, die sich das eine oder andere schlichtweg nicht zutrauen bzw. Hemmungen haben oder denen es einfach, gottlob nur zeilweise, schlecht ging. Ganz großes Kino.
Zurück zur Action. Unsere Piloten hatten auch ihren Spaß mit uns und haben, was ich so mitbekam, den einen oder anderen sogar lenken lassen. Woh, coole Sache. Am Boden durften wir uns wieder stärken, den es sollte noch lange nicht der Höhepunkt des Tages gewesen sein. Auweia, was kommt denn jetzt noch?

RedBull X-Alps 2015Höhenangst und kaputte Schulter
Kurz vorm Abhang einen Schritt weiter bitte
Jetzt kommt mal ein Bericht, der etwas persönlicher ist. Im Vorfeld wurde mir ja schon angedeutet, was mich so ungefähr erwartete ( und ich muß zugeben, ich habe es eigentlich nicht geglaubt, dass wir innerhalb so weniger Zeit soviel geboten bekommen und die Organisation reibungslos alles auf die Reihe bringen wird ). Und bei den diversen Action items gab es eines, welches ich mit äußerster Skepsis begegnete: komischerweise nicht das nächtliche Plantschen im Wasserfall und schon gar nicht das Fliegen, nein das Erklimmen eines sogar für Kinder geeigneten Klettersteigs am Jenner Nähe Königsee. Dazu solltet ihr wissen, dass ich a bisserl Höhenangst habe und zudem vor einem Jahr ein künstliches Schultergelenk mein eigen nennen darf (stets zur Freude der security am Flughafen).

Nach einer “extreme grilling” Fahrt in einer Konservendose auf den Jenner hinauf, bestiegen wir zunächst einen kleineren Gipfel um den Sagen umwobenen Königssee und den Watzmann in seiner ganzen Pracht zu bestaunen. Dann folgte ein kurzer Zustieg zu unserem Klettersteig und schon war ich mittendrin. Hier stand ich nun (vor dem sog. Topo für die Einstiegsinformation des Klettersteigs) und konnte gar nicht mehr anders (weil vor mir los geklettert wurde und hinter mir die eifrigen Nachkletterer kamen). Und wie es oft so ist, der Gruppenzwang lässt einem alles vergessen, sogar den Abgrund und, das war das allerbeste, ich habe erst fast am Schluß des 90 minütigen Vergnügens an meine Schulter gedacht. Unglaublich. Ich kann nach dem Wochenende nicht nur in Gumpen springen und in bisher ungeahnte Höhen fliegen, nein ich lauf auch noch über Abgründe und vergesse alles um mich rum (bzw eher was in mir drin ist). Einen Dank mal wieder an die Gruppe, in der ich mich sehr wohl fühle. Auf dem Topo steht mittlerweile ergänzt: Für Kinder ab 8 Jahren und Klausis geeignet!

Nach einem 600 Meter trailartigen Downhill flehten mittlerweile alle Teilnehmer nach ein bisschen Beschaulichkeit und Ruhe und vorallem nach was zu Futtern. Es wurde die allgemeine Bitte an die Orga herangetragen: Bitte kein Highlight mehr!
Doch, soviel sei schon verraten, dieses Flehen und Bitten wurde nicht erhört. Viel schlimmer noch, es sollte ein legendärer musikalisch abgerundeter, formvollendeter Abend werden. Und für sowas brauch man schlichtweg Glück, die richtige Gruppe zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sowas kann selbst LEDLENSER nicht organisieren, obwohl…. vielleicht war das ja doch inszeniert?

Tag 3

RedBull X-Alps 2015Großer Start- kleiner Abschied
Chilltag und langsames Ausgleiten
Der letzte Tag unseres Abenteuer Wochenendes sollte nach dem Feuerwerk der Ereignisse zwar nicht minder spektakulär aber immerhin für uns etwas ruhiger werden. Es ging zum offiziellen Start der Red Bull Xalps auf den Mozartplatz in Salzburg. Zum Auftakt bekamen wir als “Friends” von Red Bull erst einmal einen netten Brunch direkt neben dem Geschehen.
Da wir ab diesem Zeitpunkt dann selbst entscheiden mussten, wer was wann noch wo anschauen wollte, gab es einen kleinen, sehr herzlichen Abschied und ein großes Lob an die Organisatoren Lutz, Andre und Sandra für das sensationelle und aufregende Wochenende.

Nebendran bereiteten sich unterdessen die Akteure des kombinierten Paragluide-Running Events bei bereits 33 Grad mit ihren 5-7 kg schweren Rucksäcken auf den Aufstieg gen Gaisberg vor. Wir hatten es da schon etwas bequemer. Die Herrschaften liessen sich im voll klimatisierten Bus nach oben chauffieren. Dort schlenderten wir zunächst über die kleine aber feine Expo der Veranstaltung und trafen wiederum auf Lutz und Sandra, die natürlich den Stand von LED LENSER und Leatherman betreuten.

Lange hat es nach der Busfahrt nicht gedauert, bis die ersten modernen Gladiatoren den Gipfel erreichten und ihre Schirme ausbreiteten. Doch der Wind war noch etwas schwach und unberechenbar, so dass sämtliche Piloten taktierend abwarteteten. Plötzlich drehte der Wind auf und ein hektisches Treiben entstand, aus dem schließlich die ersten drei Gleitschirmflieger abhoben. Vorallem der Neuseeländer kämpfte sich Runde um Runde in die Höhe und war der Erste, der Richtung Dachstein davonzog. Alles schon zeimlich beeindruckend.

Als der große Start vorüber war, kam es zu einem ersten Massenstart der Zuschauer Richtung Shuttleservice, der mit dem Ansturm etwas überfordert war. Aus der schwitzenden Enge heraus entschieden die zwei Gmundener Buam und ich, dass wir uns dem Kampf um die letzten Plätze in dem Stadtbus nicht stellen wollten, ganz zu schweigen von der wohl unerträglichen Hitze in dem Bus bei der Talfahrt. So checkten wir unsere Ausrüstung (Baumwoll-T-Shirt, Baumwollhose und leichte RedBull X-Alps 2015Sommerschühchen), vergewisserten uns gegenseitig mit einem “basst ehhh” unserer Entschlossenheit so die 700 Höhenmeter und 6 km in Angriff zu nehmen und befanden uns recht schnell runterwärts auf der Aufstiegsroute der Xalps Atlethen. So schloss sich der Kreis nun mit einem Epilog auf den Spuren der Wettkampfteilnehmer.
Und wenngleich ich schon wieder geduscht daheim bin, ist mir gar nicht bang um der sehr häufig einsetztenden Leere nach so einem fulminaten Wochenende. Denn ich gehe mit soviel netten Bekanntschaften, interessanten Geschichten und Inspirationen in meine Arbeitswoche, dass ich bei Bedarf diese tollen Erinnerungen abrufen kann. Und auf den weiteren Austausch der Bilder, Filme und neuen Geschichten der andren Teilnehmer freue ich mich jetzt schon.
Vielen Dank den Organisatoren für das überaus gelungene Abenteuer und Dank vorallem an die tolle Gruppe.
Bis zu meinem Nachbericht, den ich erst nach einer Mütze Schlaf und ein wenig Abstand schreiben möchte.

2017-03-24T07:29:10+00:00