Testbericht: Puma Fass 500 TR V2

Mit der zupackenden Sohle, der niedrigen Sprengung und der guten Dämpfung geht Puma den richtigen Weg. Aber die fehlende Agilität auf schmalen Pfaden, die schlechte Stabilität im Fersenbereich, die zu harte Polsterung und der zu hohe Hackenbereich lassen die guten Eigenschaften des Puma Faas 500 TR V2 etwas verblassen. Für schwere Leute mit breitem Fuß eignet sich der Schuh auf einfachen Trails und Waldwegen.

Hersteller: PumaPuma Fass 500 TR V2
Modell: Fass 500 TR V2
Sprengung: 4 mm
Gewicht: 275 g (Gr. EU 42)
Damengröße: EU 35,5 – EU 42,5
Herrengröße: EU 39 – EU 47
UVP: 119,00 €
Testdauer: 3 Wochen (ca. 55 km)
Tester: Christian C.

Kurze Beschreibung
Der upgedatete Faas 500 TR v2 ist ein Trailschuh und für die Unerbittlichkeiten der härtesten Gelände geschaffen. Mit einem Höhenunterschied zwischen Ferse und Zehen von 4 mm lässt dieser Schuh Läufer mehr mit dem Mittelfuß aufsetzen, was für Trailläufe besonders wichtig ist. Aufgerüstet mit Weave Mesh-Technologie bietet das Obermaterial leichtgewichtige Stütze im Mittelfuß. Die aggressive EverGrip Außensohle garantiert herausragende Traktion und gleichzeitig sorgt die FaasFoam Zwischensohle für ein sanftes und leichtes Laufgefühl.

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Erster Eindruck und Verarbeitung
Da hat man aber viel Schuh am Fuß…der Faas 500 sieht nach viel Dämpfung mit einer sehr aggressiven Sohle aus. Im Vergleich zum Vorgänger hat er deutlich an Gewicht verloren und auch im Bereich Design zeigt das aktuelle Modell deutlich, dass dieser Schuh auf den Trail will. Alles am Schuh ist sauber verarbeitet!

Faas500TRV2_02Passform und Schnürung
Der Puma fällt groß aus und ist etwas für breite Füße. Der Knöchel- bzw. Fersenbereich ist sehr weit und hoch geschnitten. An der Polsterung wurde in diesem Bereich leider zu viel gespart. Der ganze Schuh fühlt sich etwas steif an. Die Schnürung funktioniert einwandfrei!

Laufeigenschaften
Zur großen Überraschung zeigt sich der Fass 500 recht lauffreudig. Durch die 4 mm Sprengung läuft man auf dem Mittel- bzw. Vorfuß und dort ist der Schuh hervorragend gedämpft. Auf einfachen Trails und Waldwegen spielt er hier seine Vorzüge aus. Ist der Trail anspruchsvoll, gerät der Schuh an seine Grenzen und die Lauffreudigkeit verschwindet leider. Dafür ist der Schuh einfach zu steif gebaut.

Dämpfung und Protektion
Wie schon erwähnt, punktet der Schuh mit seiner klasse Vorfußdämpfung und hat unseren Tester Christian in diesem Bereich überzeugt. Spitze Steine haben keine Chance, durchzudrücken. Leider spürt man auch recht wenig vom Trailuntergrund, da die mächtige Sohle viel unterdrückt.

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Grip und Stabilität
Das grobe Profil zeigt, was es kann. Querfeldein, steil hoch oder runter kein Problem, der Puma packt mächtig zu. Geröll oder trockene Steinplatten, alles kein Problem. Auf nassen Wiesen und im leichten Schlamm schlägt er sich ebenfalls gut. Wird es jedoch zu schlammig, setzt sich das Profil zu und es wird rutschig. Feuchte Steinpassagen oder -platten sollte man meiden. Ein großes Manko ist die fehlende Stabilität im Fersenbereich, dort ist der Schuh einfach zu weit geschnitten. Ebenfalls negativ fällt die fehlende, besser gesagt zu hart verarbeitete Polsterung im Fersenbereich auf.

Fazit
Mit der zupackenden Sohle, der niedrigen Sprengung und der guten Dämpfung geht Puma den richtigen Weg. Aber die fehlende Agilität auf schmalen Pfaden, die schlechte Stabilität im Fersenbereich, die zu harte Polsterung und der zu hohe Hackenbereich lassen die guten Eigenschaften des Puma Faas 500 TR V2 etwas verblassen. Für schwere Leute mit breitem Fuß eignet sich der Schuh auf einfachen Trails und Waldwegen.

2017-03-24T07:29:38+00:00