Pfalz Trail im Leiningerland 2014

Am 11.10.14 waren wir beim 3. Pfalz Trail im Leiningerland vor Ort. Es war wie eine “kleines” Familientreffen und man traf viele bekannte Gesichter. Mit 988 Anmeldungen auf 6 Strecken verzeichnet der SAXOPRINT PfalzTrail Zuwachs von knapp 10 % und ist mittlerweile ein sportliches Großevent. Mit gut 160 Helfern wurde erfolgreich ein Streckennetz von ca. 100 km aufgebaut und betreut.

Samstag früh um 7:30 Uhr ging es dann mit vollbesetztem Auto Richtung Carlsberg, das zwischen Mannheim und Kaiserslautern liegt. Im Vorfeld wurde man mit allen wichtigen Infos versorgt, die für ein solches Event wichtig sind und dank Facebook wusste man in der Wettkampfwoche auch genau Bescheid, wie der Stand vor Ort ist. Sei es der Aufbau des Duschcontainers, Infos zum Wetter oder Fotos vom Briefing, die Spannung auf den Wettkampftag wurde perfekt aufgebaut.

Am Wettkampftag war das Wetter auf dem Weg nach Carlsberg aber leider nicht so toll wie die Vorfreude auf den Lauf. Von der Autobahn aus sah man nur Nebel und auch in Carlsberg angekommen konnte man vom Umland nichts erkennen. Dafür war die Beschilderung und die Hilfe an den Parkplätzen umso besser. Ein Navi brauchte man nicht und man wurde perfekt bis zum Parkplatz gelotst.

Wir parkten auf P3 und hatten nun die Wahl, ca. 1,5 km laufen oder den Shuttelbus zu nehmen. Um die Beine zu schonen entschieden wir uns für den Shuttle. Diese Shuttle’s fuhren permanent von den Parkplätzen zum Start und eine Wartezeit gab es bei uns nicht.

Im Start/Ziel angekommen merkte man schnell, dass dies hier keine kleine Vereinsveranstaltung ist. Überall hingen große Werbebanner, ein großer Zielbogen war aufgebaut und die Beschilderung kann locker mit Events aus der Alpenregion mithalten. Ohne groß zu fragen, wusste man, wo es hingeht. Umkleidezelte, Toiletten, Duschcontainer, Taschenaufbewahrung, Startnummerausgabe, Sanitäter und Start/Ziel waren zentral um die Veranstaltungshalle aufgebaut. So konnten kurze Wege gewährleistet werden, was dem ein oder andern gerade im Wettkampfstress zugute kam.

Nachdem wir unsere Unterlagen geholt hatten und den ein oder anderen Bekannten begrüßten, suchten wir uns eine Platz in der großen Halle. Wer keine Zeit zum Frühstücken hatte, wurde von den netten Helfern mit Kaffee und Kuchen bestens versorgt. Zu erwähnen ist hier, dass die Preise absolut fair waren und nicht auf maximalen Gewinn ausgelegt waren. Wer die per Mail versendeten Infos in der Woche nicht gelesen hatte, wurde an einer Infowand mit allen wichtigen Infos informiert. Die Zeit bis zum Start verging recht schnell und ein Blick in den Startbeutel brachte neben dem üblichen Werbekram noch ein Buff und ein Startnummernband zum Vorschein. Björn freute das sehr, denn er hatte eines seiner ca. 15 Bänder mal wieder vergessen.

Um Punkt 10:00 Uhr folgte dann das “Race-Briefing”, was gerade für Trail-Neulinge nicht ganz unwichtig war. Danach ging es aus der Halle zum Startbereich, das Wetter war zwar nach wie vor bewölkt und nebelig, aber angenehm warm und ohne Regen. In der Startbox gab’s dann die üblichen Sprüche und man spürte, dass jeder nur noch los wollte. Hier fand Björn dann auch Antje wieder, mit der er dann den Halftrail zusammen laufen wollte. Antje und Björn waren beide gesundheitlich angeschlagen und gingen daher als Invalidentrupp an den Start

Punkt 10:30 erfolgte dann auch der Startschuss und die Truppe aus erfahrenen Trailern, Triathleten und Joggern machte sich auf den 32,7km langen Halftrail.  Der erste Trail ließ nicht lange auf sich warten und alle kamen zügig darauf, ohne dass es zu Staus kam. Allerdings merkte man auch schnell den Unterschied zwischen “echten Trailern” und den anderen :-). Während Björn und Antje den Weg mitten durch die Schlammlöcher nahmen, gingen andere vorsichtig außenrum. Die ersten Kilometer verliefen recht flach auf einem tollen Waldtrail, der durch den aufgeweichten Boden richtig Spaß machte. Ok, Björn sah nach 30 min schon aus wie andere nach 3 Stunden, aber eine bekannte Weisheit besagt “ Laufen ohne Matsch ist doch Quatsch.”  Wurden Björn und Antje beim ersten Anstieg von so manchem Jogger überholt und sogar mit einem “Vorsicht Bitte” zur Seite gebeten, wurden diese Plätze beim folgenden 2 km langen Downhill wieder zurückerobert – ohne ein “Vorsicht Bitte”. Allerdings folgte sofort wieder eine Anstieg und die beiden mussten die Plätze wieder zurückgeben.

Oben angekommen war die Strecke sehr abwechslungsreich und man hatte nur einmal das kurzzeitige Gefühl, es sei zu viel Forstweganteil. Es gab permanent kleine Anstiege mit darauffolgenden tollen Singletrails oder rutschigen Dowhills. Bei Kilometer 14,4 war dann der VP2 in der Burg Battenberg. Abgesehen davon, dass die Verpflegung keine Wünsche übrig ließ, sogar Brühe gab es, war das Ambiente im Burghof einzigartig.Mit Stephan Hahn, der seit ein paar Kilometern Björn und Antje begleitete, ging es dann weiter. Zusammen ging es durch Ortschaften und Wiesen wieder in den Wald. Stellenweise waren die drei völlig alleine im Wald und genossen die tollen Trails. Beim Downhill vor der letzten VP in Höhingen, wurde dann aber Stephan verloren, da die Invaliden immer noch nicht genug vom Downhillen hatten, leider wurden sie auf diesem wunderschönen Singeltrail ins Tal immer mal wieder ausgebremst, was vielleicht auch garnicht so schlecht war. Der letzte VP bot wieder alles, was man so braucht. Sogar eine Live Band war vor Ort, Weltklasse.

Auf den letzten Kilometern ging es dann nochmal heftig bergan und hier zeigte sich, dass Björn und Antje alles andere als fit waren. Gegen Ende kam dann auch noch Helene zum Einsatz. Insider wissen, was hier gemeint ist. Ein Teilnehmer, den die beiden überholten, meinte nur zu Björn, er soll den Scheiß ausmachen. Ja richtig, aus dem Handy trällerte “Atemlos”. Zu diesem Zeitpunkt waren Zeit und Platzierung vollkommen egal. Denn es war ein toller Lauf, der zu Ende ging.

Auf den letzten Metern ins Ziel ging es dann noch durch den Ort wo einige Zuschauer standen und jubelten. Glücklich und zufrieden erreichten Antje und Björn das Ziel. Zeit? Egal. Im Zielbereich gab es dann alles was man so brauchte. Alkoholfreies Weizen, Wasser, Iso, Obst, Kuchen, etc… einfach perfekt.

Fazit: Der Pfalz Trail im Leinigerland 2015 ist definitiv gebucht. Es war eine toller Tag mit vielen alten und neuen Leuten. Kein MEGA Event, aber ein perfekt organisierter Lauf. Selbst über den Ultra-Lauf hörten wir durchweg positives Feedback. Vielleicht eine Option für 2015. Von unserer Seite gibt es nur noch Danke zu sagen mit der kleinen Bitte auf warmes Wasser für die Duschen im nächsten Jahr.

Hier noch ein paar Bilder vom Veranstalter:

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2017-03-24T07:30:01+00:00