Outdoorjacken für Trailläufer

Eine wirklich dichte Regenjacke ist besonders für Ultraläufer sehr wichtig. Im schlimmsten Fall müssen die Läufer über mehrere Stunden im Regen laufen und spätestens hier zeigt sich, was eine gute Regenjacke ist. Doch wie erkenne ich eine gute Regenjacke, die wirklich dicht ist? Viele verlassen sich immer noch auf eine möglichst hohe Wassersäule in der Artikelbeschreibung. Laut einer Faustformel gelten in Deutschland Jacken mit einer Wassersäule ab 1.500 mm als wasserdicht, laut DIN

Outdoorjacken für Trailläufer

Einleitung:
Das Angebot an Outdoorjacken hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt und mittlerweile gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Kategorien. Für Freizeit-Trailläufer wird es immer schwieriger, den Durchblick zu behalten, Einsteiger wissen manchmal überhaupt nicht, welche Jacke die richtige ist. Sportscheck bietet zum Beispiel einen Outdoorjackenberater an, der helfen soll, einen ersten Überblick zu bekommen. Mit diesem Beitrag wollen wir euch die wichtigsten Jacken- Kategorien für Trailläufer kurz vorstellen.

Welche Jacken-Kategorien sind für Trailläufer interessant?
Windjacken
Regenjacken
Softshelljacken
Hardshelljacken
Daunenjacken

Outdoorjacken für TrailläuferWindjacken
Eine Windjacke sollte bei längeren Touren in keinem Trailrucksack fehlen. Besonders in den Bergen, wo auch im Sommer das Wetter schnell umschlagen kann, ist die Windjacke schnell übergezogen und schützt den Läufer so vor dem Auskühlen. Auf einem Gipfel oder Grat können Windböen herrschen und der dadurch entstehende Wind-Chill-Effekt kann das eigene Kälteempfinden deutlich senken. In solchen Situationen bietet eine Windjacke den nötigen Schutz. Aber Windjacke ist nicht gleich Windjacke, selbst hier gibt es “Unterkategorien”.

Bei Trailläufern sehr beliebt sind die sogenannten “Ultralight Windjacken”. Diese Jacken sind besonders leicht (ca. 120 g) und bringen ein sehr geringes Packmaß mit sich. 100 % winddicht sind sie meist nicht, aber als Notfalljacke eine sehr gute Wahl. Fallen die Temperaturen unter die 10-Grad-Marke, haben sich die sogenannten “Windstopper”-Jacken bewährt. Windstopper ist eine Membrane von Gore, wird von vielen namhaften Herstellern verwendet und macht die Jacken absolut winddicht. Diese Jacken sind zudem wasserabweisend, so dass man mit ihnen auch einen kurzen Schauer übersteht. Gewicht und Packmaß sind aber größer als bei Ultralight Jacken. Für Trailläufer ist es wichtig, eine Windjacke zu finden, die einen vor Wind schützt und auch sehr atmmungsaktiv ist, Jacken mit der Windstopper-Activeshell-Membrane konnten uns bei diversen Tests überzeugen.

Outdoorjacken für TrailläuferRegenjacken
Eine wirklich dichte Regenjacke ist besonders für Ultraläufer sehr wichtig. Im schlimmsten Fall müssen die Läufer über mehrere Stunden im Regen laufen und spätestens hier zeigt sich, was eine gute Regenjacke ist. Doch wie erkenne ich eine gute Regenjacke, die wirklich dicht ist? Viele verlassen sich immer noch auf eine möglichst hohe Wassersäule in der Artikelbeschreibung. Laut einer Faustformel gelten in Deutschland Jacken mit einer Wassersäule ab 1.500 mm als wasserdicht, laut DIN – Norm sogar schon ab 800 mm Klasse 2. Neben der Dichtigkeit ist natürlich auch die Atmungsaktivität, also die Dampfdurchlässigkeit, wichtig. Diese wird z. B. mit dem MVTR-Test ermittelt. Je höher der Wert desto besser. Gut ist ein Wert ab 5.000.

Entscheidend für die Dichtigkeit ist zudem, ob auf die Jacke noch Druck durch die Riemen des Rucksacks oder starken Wind ausgeübt wird. Weiterhin wichtig ist die Pflege einer Regenjacke, hierüber könnte man einen eigenen Bericht schreiben. Zwei Dinge wollen wir hier aber unbedingt erwähnen. Zum einen muss eine Regenjacke nicht nach jedem Lauf in die Wäsche, denn mit jeder Wäsche wird auch die Imprägnierung ausgewaschen. Einen Tipp, den wir von Gore in deren Labor bekamen: die Regenjacke nach der Wäsche kurz bei mittlerer Stufe in den Trockner, so wird die Membrane wieder aktiviert (bitte vorher ins Etikett eurer Jacke schauen). Was beim Kauf einer Regenjacke oft nicht beachtet wird, sind Kapuze, Reißverschlüsse und Taschen. Die Kapuze sollte fest an der Jacke dran und verstellbar sein. Was nützt die beste Regenjacke, wenn einem die Kapuze um den Kopf fliegt. Ebenso ist es mit den Reißverschlüssen, sind diese nicht dicht, nützt einem die höchste Wassersäule wenig. Bei den Taschen ist das so eine Sache, denn jede Tasche stellt natürlich eine Schwachstelle in der Jacke dar und aus unserer Sicht braucht eine Regenjacke daher keine Tasche.

Softshelljacken
Die Softshelljacke ist dichter und wärmer als eine reine Windjacke, nicht so dicht wie eine Regenjacke, aber wesentlich robuster. Sie hält einen warm, auch bei winterlichen Temperaturen, und trocken bei leichtem Regen. Sie ist allerdings keine Regenjacke. Gerade in der kalten Jahreszeit ist sie ein guter Begleiter bei langen Läufen. Durch das größere Packmaß eignet sie sich nicht als Notfalljacke, die man immer im Rucksack dabei haben kann.

Outdoorjacken für TrailläuferHardshelljacken
Hardshelljacken weisen meist eine Wassersäule von über 20.000 mm auf und sind deutlich robuster als Regenjacken, da sie meist aus einem 2,5 oder 3 Lagen Material bestehen. Dies führt auch zu einem deutlich höheren Gewicht und Packmaß, wobei auch hier die Entwicklung zu leichteren Modellen geht. Worin unterscheidet sich nun die Hardshelljacke von der Regejacke? Das Material ist robuster, um mechanischen Anforderungen länger gerecht zu werden. Hardshelljacken haben meist  auch eine Unterarmbelüftung für eine bessere Belüftung. Viele Modelle gibt es zudem als 2:1-Jacken mit einer Fleece-Innenjacke, für Trailläufer allerdings ungeeignet. Hardshelljacken sind unser Meinung nach nur etwas für “extreme Läufer”, die sich oft im alpinen Gelände zur kälteren Jahreszeit aufhalten.

Daunenjacken
Reine Daunenjacken sind fürs Laufen ungeeignet, da die Daunen wasserempfindlich sind. Werden die Daunen durch Regen oder Schweiß nass, verklumpen diese und verlieren so ihre Isolationswirkung. Für Trailläufer ist eine reine Daunenjacke eher für nach dem Lauf interessant, da sie einen sehr schnell wärmt. Will man im Winter dennoch nicht auf die Isolationswirkung der Daune verzichten, empfiehlt sich die synthetische Daune “Primaloft”. Sie wurde ursprünglich für das Militär entwickelt und ist heute aus dem Outdoorbereich nicht mehr wegzudenken. Primaloft gibt es in 3 Varianten:Outdoorjacken für Trailläufer

  • Primaloft ONE: Verfügt über die beste Wärmeleistung im Verhältnis zu Gewicht und Komprimierbarkeit. Die ultradünnen Mikrofasern sind permanent wasserabweisend und langlebig.
  • Primaloft ECO: Die umweltfreundliche Variante des Materials wird aus recycelten Plastikflaschen in einem aufwändigen Prozess gewonnen. Für ein Kilogramm werden ca. 28 Flaschen benötigt.
  • Primaloft INFINITY: Trotz spezieller Beschichtungen der Fasern und hochwertiger Fertigung wird mit jedem Kompressionsvorgang die Faser beschädigt und verliert minimal an Bauschkraft.

Primaloftjacken sind wasserabweisend und Feuchtigkeit macht den  Fasern im Vergleich zur Daune nichts aus. Viele Hersteller nutzen Primaloft nur an der Frontseite ihrer Jacken. Dies hat den Vorteil, dass man nicht so schnell auskühlt und die wichtigsten Teile des Körpers ausreichend isoliert sind. Auf Primaloft am Rücken wird bewusst verzichtet, um die Atmungsaktivität zu erhöhen. Primaloftjacken sind ein perfekter Begleiter für Läufe im Winter

2017-03-24T07:27:46+00:00