Innsbruck Alpine Trailrun Festival 2015

Eine mit 250 Startern eher kleinere Veranstaltung, die auf jeden Fall Potential hat. Mir gefiel die Strecke sehr gut, der Trailanteil könnte nach meinem Geschmack aber ruhig  höher sein. Die vielen Helfer waren einfach spitze und alle super freundlich und motivierend. Top Verpflegung! Wenn jetzt im nächsten Jahr noch ein paar mehr Schilder aufgestellt werden, gibt es gar nichts mehr zu meckern! Parkplätze sind in Innsbruck massig vorhanden, den Veranstaltungsort konnte man mit der Beschreibung der Homepage auch gut finden.

Innsbruck Alpine Trailrun Festival
von Lena Innsbruck Alpine Trailrun Festival

Als Saisonbeginn sollte ein Marathontrail auf dem „Speiseplan“ stehen. Da Innsbruck von mir nur eine Dreiviertelstunde entfernt liegt und auch der Termin Ende April für mich günstig lag, war schnell klar, dass ich mir das heuer mal anschaue. Außer dem von mir auserwählten „Haller Panoramatrail“ mit 40 km gibt es dort auch noch Distanzen von 12 km, 20 km und 60 km. Die Veranstaltung gibt es eigentlich schon länger, hieß die letzten Jahre allerdings noch „Abenteuerlauf“ und war als Gemeinschaftslauf ohne Zeitnahme organisiert. In diesem Jahr konnte man erstmals auch als Einzelstarter teilnehmen und daher kommt wohl dann auch der neue Name. Die Abenteuerlaufgruppe, die die Strecke gemeinsam abläuft, gibt es aber immer noch, sie stellt quasi den Besenwagen dar, der am Ende des Feldes in einem gemütlichen Tempo die Strecke abläuft.

Die 60-km-Runde startete und endete in Innsbruck in der Olympiaworld. Die „Ultras“ liefen bereits um 8.00 Uhr los.  Alle Teilnehmer der 40-km-Distanz wurden von dort aus mit einem Shuttlebus zum Start nach Hall gebracht, hier endete der Lauf für die 20-km Läufer und wir begannen unseren. Die Startnummern gab es in Hall vor Ort und man konnte auch dort noch Gepäck abgeben, das dann zurück zum Ziel gebracht wurde.

Um 10.30 Uhr ging es dann auch los und es musste zu Beginn erstmal der Ort Hall durchquert werden, um dann wieder in Richtung Berge zu gelangen. Im Groben waren die 1400 Höhenmeter auf zwei größere  Abstiege verteilt. Zwischendurch ging es immer wieder leicht bergauf und bergab.  Die Strecke an sich war sehr abwechslungsreich und technisch einfach zu laufen. Forstwege, Waldpfade und wurzelige Passagen wechselten sich ab. So richtig steil wurde es dabei aber nie und man konnte wirklich alles gut laufen. Das Gelände ist auch für Trail-Einsteiger problemlos zu bewältigen. Immer wieder hatte man schöne Blicke nach Innsbruck und die jeweils gegenüberliegenden Berge. Insgesamt läuft man immer auf einer Höhe von 600- 900m. „Alpin“, so wie es der Name vielleicht andeute, wurde es nicht, wäre im April aber auch schwierig geworden. An den zahlreichen Verpflegungsstationen erwarteten die Läufer immer freundliche Damen und Herren, die eine enorm große Auswahl an Essen und Trinken anboten. Vom Nudelsalat, Salami, Ziegenkäse, Brezen, Kuchen bis hin zu Oliven, Bananen und Gurkenscheiben gab es alles, was das Läuferherz begehrte. Auch das Auffüllen der Flaschen war immer gut möglich und man fühlte sich hier richtig gut umsorgt. Den Hungertod musste hier auf jeden Fall keiner fürchten. Nicht 100%ig ideal war hingegen die Beschilderung. Zweimal kamen ich und meine Begleiter wegen nicht eindeutiger Ausschilderung vom Weg ab, so dass am Ende nicht 40, sondern 44 km absolviert wurden. Der Freude am Laufen tat das jedoch keinen Abbruch, da sich keiner von unserer Gruppe ein bestimmtes Zeitziel oder eine Platzierung vorgenommen hatte.  Auch im Ziel wurden alle Läufer freundlich empfangen und auch dort wartete ein tolles Buffet auf die Finisher.

Duschgelegenheiten gab es direkt im Start/Zielbereich und die Siegerehrung mit Pasta-Party fand in einem nahegelegenen Restaurant statt. Die wurde mit tirolerischem Charme zelebriert und rundete den schönen Tag in Innsbruck ab, auch wenn ich bei der Tombola leider nichts gewonnen habe…

Fazit: Eine mit 250 Startern eher kleinere Veranstaltung, die auf jeden Fall Potential hat. Mir gefiel die Strecke sehr gut, der Trailanteil könnte nach meinem Geschmack aber ruhig  höher sein. Die vielen Helfer waren einfach spitze und alle super freundlich und motivierend. Top Verpflegung! Wenn jetzt im nächsten Jahr noch ein paar mehr Schilder aufgestellt werden, gibt es gar nichts mehr zu meckern! Parkplätze sind in Innsbruck massig vorhanden, den Veranstaltungsort konnte man mit der Beschreibung der Homepage auch gut finden.

2017-03-24T07:29:22+00:00