Columbia HIKE & RUN am Achensee (2017)

Die Veranstaltung hat Potential und hat definitiv mehr Starter verdient – die Strecke ist teilweise wunderschön und ein echter Knaller, wenn der viele Forstweg zu Beginn und Ende noch ein bisschen “bereinigt” werden kann. Die Helfer vor Ort waren super freundlich und sehr hilfsbereit. Organisatorisch ist jedoch noch Bedarf an Überarbeitung und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte besser sein.

Columbia HIKE & RUN am Achensee

von Lena

Vorab-Informationen:
Die Homepage für die drei Columbia Wander- und Laufevents ist leider nicht gut gemacht, sie ist unübersichtlich und man findet sich nur schlecht zurecht. Nach vielen (nur als Beispiel: Startgebühr, Duschmöglichkeiten,Startliste…) Informationen muss man lange suchen, falls man sie denn überhaupt findet. Die Startzeiten wurden erst recht kurz vor dem Event bekannt gegeben, was vor allem für Teilnehmer, die eine weitere Anreise haben, nicht ideal ist. Hier gibt es ganz klar noch Bedarf an Verbesserung!

Der Renntag:
Iris und ich starteten beim  längeren der beiden Trailrun-Rennen, die über 15 oder knapp 28 km angeboten wurden. Wir waren schon recht früh am Veranstaltungsgelände, da der Start erst um 15.00 Uhr war und wir dort noch in Ruhe einen Kaffee trinken gehen wollten.
Dort angekommen wurde man sofort freundlich empfangen und wir konnten auch gleich unsere Startunterlagen entgegennehmen. Insgesamt waren all die vielen Helfer äußerst freundlich und stets gut gelaunt. Das beworbene “Startersackerl” fiel recht dürftig aus – eine Papiertüte mit einem kleinen Duschgel und ein paar Flyern. Sehr schön dagegen ist das Teilnehmershirt, das man für 15 € dazu kaufen konnte. Das Damenshirt hat einen tollen Schnitt (Damen/Herren separat) und auch der Druck ist witzig und sieht echt gut aus! Das Veranstaltungsgelände war gut ausgeschildert und man fand sich leicht zurecht.
Das Wetter war an diesem Tag recht heiß und so entschieden wir, selbst auch Getränke mitzunehmen. Verpflichtende Ausrüstung gibt es nicht und auf der langen Runde waren 4 Verpflegungsstationen aufgebaut. Um 14.15 Uhr gab es ein kleines Rennbriefing, das die Läufer mit ein paar wichtigen Informationen versorgte. Wir trafen noch ein paar bekannte Läufermädels und so verging “im Ratsch” die Zeit zum Start sehr schnell. Columbia HIKE & RUN am Achensee

Das recht überschaubare Läuferfeld (ich schätze mal so ca 100-120 auf beiden Distanzen gesamt) setzte sich dann um Punkt 15.00 Uhr in Bewegung. Die ersten 8 km bis zur ersten Verpflegungsstation verliefen leider quasi ausschließlich auf Forstwegen und einem Ministück-Trail – ich befürchtete schon, dass dies die ganze Strecke über so bleiben würde. Zum Glück änderte sich das kurze Zeit später und man bog in einen kleinen, tollen Singletrail ab, der sich erst steil hinauf und dann den Hang entlang zur nächsten Verpflegung schlängelte. So stellt man sich das als Trailrunner vor! Kombiniert mit dieser tollen Aussicht war das echt spitze! Iris und ich liefen fast die ganze Zeit allein, da sich das Feld sehr schnell auseinandergezogen hatte. Wir waren etwas schockiert, dass scheinbar nur schnelle Läufer da waren, wo waren all die “Normalos”?! Wir fürchteten zwischendurch, dass wir letzter sind, was uns die Helfer an den VPs aber zum Glück nicht bestätigten. So arbeiteten wir uns in unserem Tempo vor und kamen bei den hohen Temperaturen ganz schön ins Schwitzen. Zum Glück gab es ausreichend Bäche, um sich auch zwischendurch abkühlen zu können. Für uns ungewohnt und anstrengend war die Verteilung der Höhenmeter. Das Gelände war zwischendurch wellig und nur kurze steilere Stücke, wo man viele Höhenmeter in kurzer Zeit machen konnte. Nach der letzten Verpflegung war leider der schöne Trail-Teil vollends vorbei und man lief einen breiten Forstweg ins Tal hinab. So brachte man zwar schnell Meter hinter sich, jedoch ohne großen Genuss dabei. Zuletzt kamen auch noch ein bisschen Teer hinzu, das hielt sich aber in einem erträglichem Maß.

Das Ziel war erreicht! Wir hatten uns im Vorfeld überlegt, dass wir gern keine 4 Stunden brauchen Columbia HIKE & RUN am Achenseewollen und somit waren wir mit unserer Zeit von 3:45 h völlig zufrieden, auch wenn man als so “langsamer” Läufer überhaupt nicht mehr beachtet wurde. Die Siegerehrung hatte schon begonnen, es wurde auch kein ankommender Läufer (mehr?)  anmoderiert. Das ist wirklich schade, da auch weit nach uns noch Läufer eintrudelten und man sich so gar nicht empfangen fühlte. Eine Finisher-Medaille gab es leider auch nicht (Startgebühr 39 €) – die Wanderer hingegen erhielten eine. Ebenso verbesserungswürdig ist die Zielverpflegung. Dort empfing die Läufer ein Kanister Wasser und Iso. Ein bisschen Obst und das obligatorische alkoholfreie Weißbier wäre schön gewesen.
Das kauften wir uns also selbst und traten nach einer Dusche und dem mitgebrachten Käsebrot wieder die Heimreise an. Wir hatten alles in allem einen sehr schönen Tag in Achenkirch und kommen 2018 wieder – hoffentlich mit ein paar mehr Mitläufern!

Fazit:
Die Veranstaltung hat Potential und hat definitiv mehr Starter verdient – die Strecke ist teilweise wunderschön und ein echter Knaller, wenn der viele Forstweg zu Beginn und Ende noch ein bisschen “bereinigt” werden kann. Die Helfer vor Ort waren super freundlich und sehr hilfsbereit. Organisatorisch ist jedoch noch Bedarf an Überarbeitung und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte besser sein.

Columbia HIKE & RUN am AchenseeColumbia HIKE & RUN am Achensee Columbia HIKE & RUN am Achensee Columbia HIKE & RUN am Achensee

2017-06-12T07:15:06+00:00