Eine super perfekt organisierte Veranstaltung mit enormen Potential. Es gibt sehr gute Verpflegungspunkte, eine super schöne Natur und nette und sehr engagierte Helfer. Kleiner Wermutstropfen ist der doch recht große Anteil an breiten Waldwegen gerade am ersten Tag. Ich werde mir den 16. – 18.09.2016 aber im Kalender notieren, denn dann findet dieses Wochenende wieder statt.

Black Forest Trailrun (2015)Black Forest Trailrun Masters vom 12.09 – 13.09.2015

oder auch bekannt unter Panoramalauf Zweitälerland
Website: http://www.panoramalauf-zweitaelerland.de
Termin 2016: 16. – 18.09.2016

Bericht: Holger Lapp
Bilder: Horst Dauenhauer / Holger Lapp

2012 endet dieser Lauf für mich mit einem DNF am zweiten Tag. Also hatte ich noch eine Rechnung offen, die es hieß, am 12. und 13.09.15 zu begleichen. Die Rechnung ging auf und ich konnte zwei harte, aber sehr schöne und vor allem top organisierte Lauftage im Schwarzwald erleben.

Die Anreise nach Simonswald, etwa 25 km nord-östlich von Freiburg, ist freitagnachmittag sicherlich nicht einfach. So reichte meine Zeit gerade so zum Abholen der Startunterlagen und noch dazu,vor der Küchenschließung etwas zu essen.
Auf dem Hinweg habe ich mir schon Gedanken über mein Frühstück gemacht, denn bei dem frühen Start um 8 Uhr würde ich bestimmt nichts oder nur wenig in meiner Unterkunft bekommen. Aber weit gefehlt. Das Hotel zum Hirschen war auf uns Läufer eingestellt und so sollte es um 6:30 Uhr ein viel zu reichhaltiges Frühstück geben.

Samstag
59 km / 2.200 hm
Black Forest Trailrun (2015)Zwar deutete sich schon im Vorfeld an, dass es ein sehr kleines Starterfeld werden würde, aber wenn  man dann mit rund 40 Läufern auf dem Schulhof an der Startlinie steht, wirkt das Ganze etwas verloren. Nichtsdestotrotz war alles organisiert, als ob einige Hundert Läufer am Start stehen würden.
Es gab ein kurzes Briefing für alle, die das offizielle am Freitag verpasst hatten. Eine professionelle Zeiterfassung, Rettungsdienst und ein hochmotiviertes Orgateam. Gepäckaufbewahrung im Ziel und Duschmöglichkeiten. Es war an alles gedacht und mehr Helfer als Läufer am Start. Etwas träge ging es vor bis zur Startlinie und auf drei ging es los. Dann aber, wie immer, viel zu schnell. Egal, der erste Anstieg kam schnell und das Tempo wurde geringer. Da die Temperaturen heute mal wieder auf Hochsommer eingestellt waren, hieß es “Schwitzen schon am Morgen”.

Outdooracitve

Outdooracitve

Bereits nach knapp 11 km kam die erste Verpflegung, die für 11 km schon mit allem ausgestattet war, also ob man Stunden unterwegs gewesen wäre. Es gab Wasser, Iso, Äpfel, Bananen, Salziges, Süßes und das Rote Kreuz. Eigentlich brauchte und wollte ich nichts, aber bei der Mühe, die man sich gemacht hatte, konnte ich nicht einfach vorbei. Alle VPs und davon gab es genügend, waren super bestückt. Das Rote Kreuz kümmerte sich darum und hätte auch geholfen, wenn man in Not geraten wäre.

Auf dem Höhenprofil kann man es gut sehen, dass man bis zur Hälfte der Strecke schon mehr als die Hälfte an Höhenmetern hinter sich hat. Ausblicke gab es viele und trotz des kleinen Starterfeldes auch Mitläufer zum kurzen Plaudern auf der Strecke. Der Blick auf den Feldberg wurde uns gegönnt. Nur der Anteil an Singletrails war recht gering. Es ging überwiegend über breite Waldwege. Ein weiteres unschönes Stück erwartete die Läufer am Ende – kurz vor der letzten VP musste eine längere Asphaltpassage bewältigt werden. In der Mittagshitze ohne Schatten war das echt noch mal hart.
Der Rückweg folgte dann auf dem letzten Kilometer dem Hinweg. Etwas verwirrend, da jetzt die Wegmarkierung in Orange vom Hinweg und eine pinke Markierung entgegengesetzt war. Da ich aber wusste, wo ich bin, und mir beim Blick auf die Karte aufgefallen war, dass Hin- und Rückweg kurz zusammen verliefen, rechnete ich eins und eins zusammen und folgte von nun an der pinken Markierung.

Bis auf 2 oder 3 Stellen, wo ich kurz suchen musste, war die Markierung gut, aber man muss schon bei jedem Abzweig aufpassen und durfte, auch wenn es so “richtig gut rollte”, nicht blind laufen. Endlich das Ziel, denn ich war ziemlich platt. Die Wärme und die schwüle Luft hatten mir schon etwas zugesetzt. Im Ziel wurde jeder persönlich begrüßt und auch wenn kaum Publikum und nur wenige Läufer im Zielbereich waren, so sorgte der Sprecher unermüdlich für Informationen zu den Läufern, den Zeiten und sonstigen Infos. Auch im Zielbereich gab es eine kleine Verpflegung, Duschen und im benachbartem Sportheim Kaffee und Kuchen für kleines Geld. Es gab eine Medaille für jeden Tagesstarter-Finisher. Auch an eine Siegerehrung der Tagesstarter wurden gedacht. Es gab Kuckucksuhren und Erstehilfe-Sets. Für mich ging es nach einer Dusche zum Italiener am Ende des Dorfes (Gasthof Sonne).

Black Forest Trailrun (2015) Blackforest_samstag44 Black Forest Trailrun (2015) Black Forest Trailrun (2015) Black Forest Trailrun (2015)

Sonntag
35 km / 1.800 hm
Noch am Morgen hatte es gewaltig geregnet und Beine waren müde. Also keine guten Voraussetzungen?
Auch heute gab es extra ein frühes Frühstück und die Info, ich könnte meine Sachen im Zimmer lassen und nach dem Lauf noch duschen. Eine super Sache, vor allem, da das Hotel zum Hirsch nur 5 Minuten zu Fuß vom Start / Ziel entfernt lag. An diesem Morgen versammelten sich noch weniger Starter im Schulhof. Der Regen hatte aufgehört und die Temperaturen waren gut. Auch heute gab es wieder ein Briefing, mit dem Hinweis, dass es an einem Abschnitt kaum Markierungen geben würde. Um ein Verlaufen zu vermeiden, nutzte ich die Navigation meiner Uhr. Eine gute Entscheidung. Bedingt durch den Regen hatte es einige Kreidemarkierungen weggespült.

Outdooracitve

Outdooracitve

Los ging es pünktlich um 9 Uhr und die heutigen Tagesstarter sorgten wieder für Tempo, zu dem ich mich nicht hinreißen ließ. Denn ich wusste, dass es heute einige steile Anstiege geben würde. Und so war es auch. Nach einer kurzen Aufwärmphase folgte der erste lange und auch zeitweise recht steile Anstieg. Streckenchef Hans und sein Laufpartner waren mit dem Geländewagen unterwegs, um nochmal nachzumarkieren. Leider schütze es mich nicht vor dem ersten Verlaufem, was ich aber dank der Uhr schnell korrigieren konnte. Es waren die Markierungen der Waldarbeiter, die einen Läufer und mich gleich mit in die Irre führten.
Die Verpflegungsstellen waren wieder super bestückt und alle Helfer gut drauf. Nach der ersten Verpflegung folgte der lange und zähe Anstieg zum Tafelbühl, dem mit 1084 m höchsten Punkt für heute. Einen klasse Ausblick  hat man von hier.
Kurz danach ein rasanter Downhill und zum Glück noch gerade so zwei Läufer vor dem Verlaufen gerettet. Hier an dieser Stelle sollten wir uns mangels Markierung nach dem Wanderweg richten.
Die heutige Strecke machte mir wesentlich mehr Spaß. Es ging steil rauf und runter. Es gab schöne Trailpassagen und die breiten Waldwege hielten sich in Grenzen. Nach der letzte VP ging es dann doch nochmal rauf und als wir dachten: “hey, jetzt nur noch ins Tal” ging es doch noch mal rauf, bevor wir im schönen Bergab von oben ins Ziel flogen.
Das Wetter hielt bis zum Schluss. Die heutige Siegerehrung fand im Vereinslokal statt und dauerte trotz der wenigen Starter doch recht lange.

Black Forest Trailrun (2015) Black Forest Trailrun (2015) Black Forest Trailrun (2015) Black Forest Trailrun (2015) Black Forest Trailrun (2015)

Fazit
Eine super perfekt organisierte Veranstaltung mit enormen Potential. Es gibt sehr gute Verpflegungspunkte, eine super schöne Natur und nette und sehr engagierte Helfer. Kleiner Wermutstropfen ist der doch recht große Anteil an breiten Waldwegen gerade am ersten Tag. Ich werde mir den 16. – 18.09.2016 aber im Kalender notieren, denn dann findet dieses Wochenende wieder statt.

Foto Horst Dauenhauer

Foto Horst Dauenhauer

Foto Horst Dauenhauer

Foto Horst Dauenhauer

Foto Horst Dauenhauer

Foto Horst Dauenhauer

2017-03-24T07:29:00+00:0021.09.2015|

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