Bericht: Vorsorgeuntersuchung

In Läufer-Vorsorge-EKGBLOGs und in den sozialen Medien liest man viel von Läufen, Strecken, Zeiten und beim Thema Trampelpfadlaufen viel vom Material.

Was ist aber mit dem wichtigsten bei unserem Sport, mit uns selber?

Schuhe werden Kilometer weit  über Stock und Stein gejagt, um zu sehen, wie lange Sie halten und wie gut sie funktionieren. Regenjacken werden unter der Dusche dem stäkrstem Regen ausgesetzt, um zu sehen, wie dicht sie sind.

Was aber machen wir mit unserem Körper, wie überprüfen wir den?

Das Thema Vorsorgeuntersuchung ist ein lästiges Thema. Könnte es doch sein, dass etwas festgestellt wird, was mich daran hindert, meinen Sport so oder in dem Maße auszuüben.

Wir wollen hier jetzt keine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema machen, sondern viel mehr zum Nachdenken anregen und unsere Infos weitergeben.

Was kann alles beim Trampelpfadlaufen und gerade bei den Ultradistanzen passieren?

Neben Verletzungen an  Muskeln, Bänder oder dem Skelett ist das Herz-Kreislauf-System wohl der Bereich mit dem  größten Risiko. Wenn hier was passier,t kann es schnell tödlich enden.
Man liest immer wieder vom plötzlichem Tod eines Sportlers, sicherlich sterben mehr Leute am Nichtsport als Leute am Sport.

Es gibt aber diverse Vorerkrankungen und “Fehler im System”, die sich erst bemerkbar machen, wenn wir an unsere Belastungsgrenze gehen oder darüber hinaus.

Nach Rücksprache mit unterschiedlichen Ärzten wurde uns ein Herzultraschall und ein Belastungs-EKG empfohlen.

Herzultraschall wird von einem Kardiologen durchgeführt. Dabei werden der Herzmuskel, die Durchströmung und die Herzklappen “überprüft”. Der Kardiologe Dr .Erik Skobel aus Aachen berichtet uns, das er jedes Jahr ca. zwei Sportler zu weiteren Untersuchungen überweisen muss, um abschließend auszuschließen, dass ein “Fehler” vorliegt.
Die Untersuchung dauert ca. 15 min und ist absolut risikolos.

Der zweite Teil der Untersuchung ist das Belastungs-EKG. Hier wird das Verhalten des Herz-Kreislauf-Systems während der steigenden Belastung gemessen. Die Messung funktioniert so, dass man auf einem Fahrad sitzt und mit diversen Elektroden verkabelt ist. Zudem werden in jeder Belastungsstufe der Puls, Blutdruck und Sauerstoffaufnahme gemessen. Man fährt 2 min in jeder Stufe und steigert sich immer um 25 Watt bis. Danach erfolgt eine Messung in zwei Stufen, in der Ruhephase. Aus diesem EKG-Bild und den Daten kann der Arzt sehen, wie unser Herz auf die steigende Belastung reagiert und was passiert, wenn wir die Belastung wegnehmen. Diese Untersuchung ist ebenso wie die andere risikolos, denn sollte es während der Belastung zu ungewöhnlichen Reaktionen des Herzens kommen, sieht der Arzt dies sofort und würde den Test abbrechen. Die Untersuchung ist allenfalls anstrengend.  Holgers Befund 2011 war nicht ganz eindeutig und wurde von der Sporthochschule Köln und dem Uniklinikum Maastricht geprüft und erst danach gab es eine “Entwarnung”.

Zu den Kosten:
Es kommt sehr darauf an, was die Krankenkasse übernimmt. Ein gutes Argument für die Übernahme durch die Krankenkasse kann sein, dass in der Familie schon Herzerkrankungen vorliegen. Sinnvoll ist es auch, bei Ablehnung durch die Krankenkasse mit dem Wechsel zu drohen. Manche Kassen bezahlen beide Untersuchungen und ansonsten kann man ca. mit folgenden Kosten Rechnen:
Belastungs-EKG ca. 80,- €
Herzultarschall ca. 170,- €

Es gibt daneben noch vieles mehr, was man machen kann. Auch eine Leistungsdiagnostik macht im Zuge dieser Untersuchung Sinn.

Beide Untersuchungen sollten ca. alle zwei Jahre wiederholt werden.

Wie bei allen Vorsorgeuntersuchungen muss jeder selber für sich entscheiden, was er davon in Anspruch nimmt. Es kommt ja auch sehr darauf an, wie exzessiv man den Sport betreibt.

2017-03-24T07:30:51+00:00