Der Brooks Adrenaline ASR 12 GTX ist ein guter Allround-Trailschuh, der sich super angenehm trägt, absolut wasserdicht ist und auch für lange Distanzen sehr gut geeignet ist. Man wird mit diesem Schuh einen guten Begleiter finden, wenn man nicht auf allzu alpinen Trails unterwegs ist, denn hier liegt nicht seine Stärke.

Brooks Adrenaline ASR 12 GTXTestbericht: Brooks Adrenaline ASR 12 GTX

Hersteller: Brooks
Modell: Adrenaline ASR 12 GTX
Sprengung: 12 mm
Gewicht: 281g  (Eu 42)
Damengröße: EU 39 – 47
Herrengröße: EU 39 – 47
UVP: 140
Testdauer:  5 Wochen (ca. 100 km)
Tester: Lena 

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Schuh hinterlässt bei unserer Testerin einen guten ersten Eindruck. Die Nähte sehen ordentlich aus, das Material wirkt stabil und fest und auch die Sohlen sehen auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus. Das Design gefällt Lena nicht so besonders, der Schuh ist komplett grau mit einzelnen roten und blauen Streifen – für einen Trailschuh nicht so ganz “state of the art”. Der Adrenaline sieht zunächst nicht nach einem sehr direkt laufbaren Schuh aus, da die etwas hohe Sohle eine stärkere Dämpfung erwarten lässt. Die Innensohle ist herausnehmbar.

Brooks Adrenaline ASR 12 GTX    AdrenalineASR12GTX10

Passform und Schnürung
Der Schuh fällt von der Größe her normal aus, mit einer minimalen Tendenz zu klein. Wer normal breite Füße hat, wird auch hier keine Probleme bekommen, da der Adrenaline nicht zu schmal, aber auch nicht zu breit geschnitten ist. Vorne im Zehenbereich ist ausreichend Platz vorhanden und am Mittelfuß liegt er bei normaler Schnürung nicht zu eng an. Es gibt normale Schnürsenkel ohne Verstaumöglichkeit, jedoch ist die Länge so gewählt, dass die Enden nicht störend herumhängen. Der Fersensitz ist fest, aber nicht einengend und gefällt unserer Testerin gut.

Brooks Adrenaline ASR 12 GTX Brooks Adrenaline ASR 12 GTX

Laufeigenschaften
Der Schuh ist mit einer Goretex- Membran ausgestattet und wurde von Lena auch mehrmals im Regen getestet. Er hält absolut dicht, dies auch bei starkem Niederschlag. Dabei erwies sich der Adrenaline trotzdem als recht atmungsaktiv, was die Testerin positiv überraschte. Der Schuh rollt super ab und die lässt ein rundes Laufgefühl aufkommen. Trotz der höheren Sprengung wirkt er keineswegs träge oder nicht agil genug.

Brooks Adrenaline ASR 12 GTXDämpfung und Protektion
Mit einer Sprengung von 12 mm ist der Brooks Adrenaline eher ein stärker gedämpftes Schuhmodell. Dies erwies sich vor allem bei längeren Runden als sehr angenehm und so ließ sich auch der ein oder andere Forstwegkilometer gut laufen. Die Dämpfung insgesamt ist gut abgestimmt, im Test empfand Lena es so, dass der Fersen- und Mittelfußbereich doch etwas stärker gedämfpt ist als der Vorfuß. Das gefällt ihr am Trail sehr gut, vor allem bergauf. Das Obermaterial ist hier recht fest und schützt so auch den Fuß vor Steinen oder ähnlichem. Durchdrücken von Wurzeln oder Felsen ist aufgrund einer festen Sohle nicht möglich.

Grip und Stabilität
Unsere Testerin lief den Schuh auf unterschiedlichsten Untergründen. Überzeugen konnte er vor allem auf wurzeligen und weichen Trails – hier auch im steileren Gelände. Wurde es felsiger oder geröllig, lief sich der Adrenaline nicht ganz so gut. Im Trockenen hielt die Sohle noch einigermaßen, aber auf nassen Trails versagte der Grip leider. Hier empfand Lena den Schuh als etwas indirekt und instabil. Sie kam leicht ins Rutschen und fand nicht mehr den Grip, der für ein sicheres Laufen nötig ist. Vor allem beim Downhill war das sehr störend und verringerte den Laufspaß enorm. Auch auf schlammigem Untergrund erwies sich die Sohle als nicht ideal, sie setzte sich schnell fest und verklumpte schnell. Sehr angenehm lässt sich der Adrenaline jedoch auf Forst-, Wald-, und Wiesenwegen laufen, hier macht er richtig Spaß und man kommt sehr gut ins Rollen.

Fazit
Der Brooks Adrenaline ASR 12 GTX ist ein guter Allround-Trailschuh, der sich super angenehm trägt, absolut wasserdicht ist und auch für lange Distanzen sehr gut geeignet ist. Man wird mit diesem Schuh einen guten Begleiter finden, wenn man nicht auf allzu alpinen Trails unterwegs ist, denn hier liegt nicht seine Stärke.