Testbericht: Montrail Caldorado

Der Caldorado ist auf verschiedensten Untergründen einsetzbar und somit ein guter Allrounder. Allein in zu technisch anspruchsvollem Terrain gerät er an seine Grenzen. Gerade für solche Läufer, die auf Komfort und Protektion nicht verzichten wollen und dennoch einen relativ leichten, lauffreudigen Schuh suchen, ist er empfehlenswert .

Montrail CaldoradoTestbericht: Montrail Caldorado

Hersteller: Montrail
Modell: Caldorado
Sprengung: 5 mm
Gewicht: 295 g (w)
Damengrößen: EU 36 – 45
Herrengrößen: EU 40 – 49,5
UVP: 123,00 €
Testdauer: 80 km (Manishe) / 70 km (Lena)
Tester: Manishe und Lena

Montrail ist in den USA bereits eine feste Größe im Trailrunning, in Europa dagegen müssen sie sich erst noch beweisen. Wir haben vor ein paar Wochen bereits den Montrail Trans Alps getestet, der Caldorado ist nun der zweite Trailrunningschuh dieses Herstellers.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Caldorado macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Mit dem groben Profil sieht er nach einem soliden Schuh für mittlere bis lange Läufe auf mittelschweren/unebenen Trails aus. Die Sohle ist auffällig dick, die Sprengung mit 5 mm aber dennoch niedrig.  Das Obermaterial besteht aus einem nahtlosen, leichtem Mesh-Material.

Montrail Caldorado Montrail Caldorado
Montrail Caldorado Montrail Caldorado

Passform und Schnürung
Der Schuh sitzt schön fest am Fuß, umschließt die Ferse gut, lässt aber in der Zehenbox ausreichend Platz. Die dicke Sohle, welche das Modell etwas klobig aussehen lässt, täuscht: Er fühlt sich am Fuß leichter an, als er aussieht. Von der Größe her fällt er normal aus.  Der Caldorado hat normale Schnürsenkel ohne spezielle Vorrichtung zum Verstauen, diese halten aber zuverlässig.

Laufeigenschaften
Der Caldorado ist überraschend leicht am Fuß. Die anfängliche Steifheit der Sohle gibt sich nach ein paar Läufen, so dass der Schuh durchaus auch für schnellere Einheiten zu gebrauchen ist. Der Schuh ist in puncto Agilität und Dynamik zwar nicht mit den sogenannten „lightweight “-Schuhen zu vergleichen, dazu ist er doch zu schwer und die Sohle zu dick, aber er bietet einen guten Kompromiss aus Komfort und Laufspaß. Auch lange Einheiten sind dadurch kein Problem. Das Fußklima ist dank des leichten Obermaterials immer angenehm.

Montrail Caldorado Montrail Caldorado Montrail Caldorado Montrail Caldorado Montrail Caldorado

Dämpfung und Protektion
Die Dämpfung ist durch die dicke Sohle hervorragend, geht aber, wie schon erwähnt, zu Lasten der Agilität. Der Fuß ist insgesamt gut geschützt und insbesondere die Zehen sind durch eine extra Kappe abgeschirmt. Lena empfand den Caldorado beim Laufen wie ein “Luftkissen”, auf dem man über den Trail schwebt.
Man kann dadurch mit diesem Schuh gerade in steinigen, wurzeligen Terrain sehr gut laufen, kleine Unachtsamkeiten werden verziehen.

Grip und Stabilität
Der Schuh bietet guten Grip auf unterschiedlichsten Trails: auf steinigem und wurzeligem Untergrund genauso wie auf losem Waldboden. Man kann aber auch gut Straßenabschnitte überwinden. Durch die dicke Sohle bekommt der Läufer allerdings wenig Feedback vom Trail, das heißt, zu technisch sollte es nicht werden. Auch die Gefahr umzuknicken ist durch den hohen Stand erhöht. Man steht doch einfach recht weit über dem Boden. Für richtig alpines Gelände läuft sich dieses Modell nach Meinung der Tester nicht direkt genug, man fühlt sich hier eher unsicher.

Fazit:
Der Caldorado ist auf verschiedensten Untergründen einsetzbar und somit ein guter Allrounder. Allein in zu technisch anspruchsvollem Terrain gerät er an seine Grenzen.  Gerade für solche Läufer, die auf Komfort und Protektion nicht verzichten wollen und dennoch einen relativ leichten, lauffreudigen Schuh suchen, ist er empfehlenswert .

2017-03-24T07:27:38+00:00